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Giftige Spinnen in Deutschland: Arten eingeschleppt – ihre Bisse können töten

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Von: Christian Einfeldt

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In Deutschland sind mittlerweile acht gefährliche Giftspinnen heimisch – und sie beißen Menschen. Durch die Bisse drohen Lähmungen, Amputation und Tod. 

Hamburg – Bereits Bilder von Spinnen lösen bei viele Menschen Angstzustände aus. Tagtäglich treffen wir auf Spinnen. Es ist nicht ungewöhnliches und dennoch schreckt man beim Anblick auf. Handelt es sich jedoch um eine Giftspinne, multipliziert sich nicht nur der Ekel – auch gesundheitliche Bedenken sind auf einmal nicht mehr unbegründet. Die Gefahr ist real. Deutschlandweit breiten sich immer mehr Giftspinnen-Arten aus. Einschleppung und wärmeres Klima sind der Grund. Unter den acht gefährlichsten giftigen Spinnen Deutschland können einige mit ihren Bissen dramatische Folgen verursachen könnten. Eine giftige Spinne kann sogar den Tod eines Menschen verantworten.

Klasse:Spinnentiere
Stamm:Gliederfüßer
Unterstamm:Kieferklauenträger
Bekannte Arten:rund 100.000

Giftspinnen in Deutschland: Acht Arten sind gefährlich – Biss kann tödlich sein

Einschleppung und wärmeres Klima sind der Grund, dass sich auch in Deutschland immer Arten von Giftspinnen ausbreiten. Unter den acht gefährlichsten giftigen Spinnen Deutschlands können einige mit ihren Bissen dramatische Folgen verursachen könnten. Eine giftige Spinne kann sogar den Tod eines Menschen verantworten.

Wie gefährlich sind Spinnen in Deutschland: Mächtige Fischernetzspinne – eine der zehn gefährlichsten der Welt

Einen großen Bogen sollte man um die Mächtige Fischernetzspinne machen – eine Giftspinne, die zu den zehn gefährlichsten der Welt zählt. Sie halten sich häufig in alten Gebäuden oder in Mauern auf. Ein Biss der Giftspinnen verursacht oft stundenlang Schmerzen. Opfer eines solchen Spinnenbisses klagen dann über Schwindelgefühl, Kopfschmerzen und Fieber. Auch wenn ihre Größe ein harmloses Tier vermuten lässt, so stellt die Fischernetzspinne dennoch eine Gefahr dar. Zunächst ausschließlich in Rheinland-Pfalz gesichtet, könnte sie laut echo24.de wohl allmählich deutschlandweit eine potenzielle Heimat gefunden haben.

Ein Exemplar der mächtigen Fischenrnetzspinne sitzt auf einem Ast
Die „Mächtige Fischernetzspinne“ ist nun auch in Deutschland heimisch – sie gehört zu den zehn gefährlichsten Giftspinnen der Welt © Luis Miguel Bugallo Sánchez/Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4chtige_Fischernetzspinne#/media/Datei:Spider_cutted.jpg

Vorsicht vor Kräuseljagdspinnen in Deutschland: Sie halten sich in Wohnungen auf

Wie das Online-Portal „Der Westen“ berichtet, konnte die Kräuseljagdspinne lange Zeit in Südeuropa nachgewiesen werden. Berühmtheit erlangte sie auch unter einem anderen Namen: Es ist die Nosferatu-Spinne, eine große Giftspinne, die sich nun immer mehr in Deutschland ausbreitet. Optisch ähnelt sie einer Tarantel, erinnert aber auch an einen Vampir, daher der Name. Ihre Bisse hinterlassen Schwellungen und Rötungen. Eine weitere Analogie zu Taranteln: Ein Biss ist nicht tödlich. Auch wenn sie nur dann zubeißen, wenn sich die Spinnen bedroht fühlen, sollte man dennoch von den Tieren Abstand nehmen. Doch, das Problem: Die Kräuseljagdspinne hält sich nur zu gern in Gebäuden auf.

Ammen-Dornfinger in deutschen Gräsern: Die Giftspinne beißt direkt zu – sogar durch Stoff

Eine weitere Giftspinne, die sich in Deutschland ausbreitet: Der sogenannte Ammen-Dornfinger, eine Giftspinne, die Menschen gar durch ihre Jeans beißt. Eine Begegnung mit der Spinne kann schmerzhaft werden. Man sollte Vorsicht walten lassen. Ein Spinnen-Biss ist in dem Fall nämlich mit Fieber, Kreislaufversagen, Schwindel oder Erbrechen verbunden. Einen Biss und diese Beschwerden zieht sich zu, wer die Giftspinne Ammen-Dornfinger tagsüber beim Schlafen gestört hat. Ein Notarzt sollte dann konsultiert werden. In Lebensgefahr schwebt der Mensch nach einem Ammen-Dornfinger-Biss jedoch nicht.

Die Giftspinne Ammen Dornfinger hockt auf ihrem eigroßen Gespinst.
Die Giftspinne Ammen Dornfinger hat sich in Deutschland ausgebreitet. Sie beißt Menschen – ihre Giftklauen durchdringen selbst festen Jeansstoff © Hecker/Sauer/dpa

Gemeine Tapezierspinne: Eine Giftspinne, die in Deutschland „unter uns“ lebt

Mit der gemeinen Tapezierspinne sind auch die Vogelspinnen in Deutschland angekommen – zu dieser Giftspinnen-Art gehört sie. Hört man Menschen sagen, dass sie „unter uns“ wohnt, packt viele wohl möglich direkt die Panik. Insbesondere etwa dann, wenn man weiß, dass es sich um eine Giftspinne handelt. Gemeint ist jedoch keineswegs, dass wir ihr wahrhaftig im Alltag begegnen. Die Spinne haust nämlich in der Erde. Am liebsten dort, wo auch Gärten gepflegt werden. Sollte ein Mensch etwa beim Umgraben seines Gartens in Kontakt mit den giftigen Tierchen geraten, kann es durchaus vorkommen, dass die Giftspinne zubeißt. Der Mensch hat dann erstmal mit den Auswirkungen zu kämpfen: Sie reichen von Juckreiz bis Fieber – doch sollten wenig später wieder abklingen.

Eine Tapezierspinne
Die Tapezierspinne gehört zur Gattung der Vogelspinnenartigen, lateinischer Name: Atypus Affinis. © Siga, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=33463931

Was ist die größte Spinne in Deutschland: giftige Warmhaus-Krabbenspinne bis zu 30 Zentimeter groß

Ein weiterer Kandidat für die Förderung von Angststörungen: Die sogenannte Warmhaus-Krabbenspinne ist ebenfalls eine giftige Spinnenart, die in Deutschland lebt – inzwischen jedenfalls. Es handelt sich um eine eingeschleppte Spinne. Bis zu 30 Zentimeter kann sie groß werden – für Menschen, die unter einer Spinnenphobie, auch Arachnophobie genannt, leiden, ein absoluter Albtraum. Sie treiben ihr Unwesen in Gewächshäusern oder auch in Supermärkten. Auch sie sind imstande, den Menschen mit einem Biss einen großen Schrecken einzujagen. Für Panik gibt es dann jedoch keinen Anlass. Ein Arzt wird sorgenvollen Patienten nach einem Biss der Giftspinne nur harmlose Schmerzen attestieren können. Spätestens nach einem Tag sollten sie wieder Geschichte sein.

Giftige Hauswinkelspinne in Deutschland umtriebig: Kehrt immer wieder in Wohnung zurück

Die Giftspinnen-Art Hauswinkelspinne macht es sich deutschlandweit gemütlich – ob in Hamburg, Niedersachsen oder in Baden-Württemberg. Das Charakteristikum der Spinne beunruhigt: Proaktiv soll sie im Herbst Kontakt zu Menschen suchen. Echo24.de schreibt, dass sie sich dann gezielt Zugang in unser Zuhause verschafft. Tritt ein solcher Fall ein, gilt es, Ruhe zu bewahren. Empfohlen wird, die Spinnen so weit wie nur möglich, nach draußen zu befördern. Das größte Problem ist nämlich nicht eine potenzielle Gefahr, sondern, dass sie es immer wieder schafft, zurück in die Wohnung zu gelangen. Ähnlich wie ein Biss der Warmhaus-Krabbenspinne gilt auch eine Attacke der Hauswinkelspinne als ungefährlich.

Wasserspinne: Die Giftspinne wird in deutschen Gewässern heimisch

Eine Spinne, die in deutschen Seen und Mooren heimisch wird, ist die giftige Wasserspinne. Zum Aufeinandertreffen zwischen Mensch und Spinne kommt es nur selten. Darüber hinaus handelt es sich bei der in Deutschland lebenden Giftspinne um ein Wesen, das nicht als aggressiv charakterisiert wird. Ein Biss ist harmlos. Hier ist es eigentlich nur ihr Aussehen, das Panik fördern könnte. Unter den neun vorgestellten Giftspinnen in Deutschland ist es das Tier, das sich als am wenigsten gefährlich erwiesen hatte.

Brasilianische Wanderspinne: Tropische Giftspinne im deutschen Supermarkt

Grund für echte Panik ist die Brasilianischen Wanderspinne. Ihren Namen hat sie dadurch erhalten, dass sie schon das ein oder andere Mal von Land zu Land gewandert ist. Sie wird auch „Bananenspinne“ genannt und eine Begegnung zwischen Mensch und Spinne kann zu Bissen führen, die dann ohne Behandlung zum Tode führen. In Deutschland begegnet man ihr eigentlich nur in Supermärkten – dort kann sie in Bananenkisten lauern. So wird etwa spekuliert, dass eine solche Giftspinne vor wenigen Wochen eine Aldi-Filiale im Landkreis Osnabrück aufgesucht hat. Es war der Horror, die Spinne hat einen Discounter-Mitarbeiter gebissen und verschwand spurlos*. Zum Glück ist die Brasilianische Wanderspinne nur äußerst selten in Deutschland vorzufinden.

Brasilianische Wanderspinne
Giftspinnen in Deutschland: Die Brasilianische Wanderspinne gilt als äußerst gefährlich – und wurde schon einmal in deutschen Supermärkten gesichtet. © blickwinkel/Imago

Edle Kugelspinne nach Deutschland eingeschleppt: Zahl der Todesopfer steigt

Die Edle Kugelspinne ist eine sehr gefährliche Giftspinne, die erstmals 2017 in Deutschland nachgewiesen wurde – und seit dem bereits auf dem Vormarsch ist. Fies: Sie richtet sich häuslich in deutschen Häusern und Wohnungen ein. Dort beißt sie ihre Opfer auch schon mal im Schlaf, mit schlimmen Folgen. Die Bisse lösen häufig erhebliche Infektionen aus, in Großbritannien steigt die Zahl der Todesopfer nach einem Biss der giftigen Edlen Kugelspinne.

Welche Spinnen in Deutschland sind tödlich: Edle Kugelspinne – Bisse führen zu Amputation oder Tod

Dabei ist ihr Gift an sich gar nicht so schädlich für den Menschen. Warum kommt es dennoch durch die in Deutschland heimisch gewordene Edle Kugelspinne zu Amputationen und gar Tod nach Bissen? Irische Forscher um Dr. Michel Dugon konnten zwar 140 Toxine bei der Edlen Kugelspinne nachweisen, doch für die schweren Infektionen und Todesfälle ist ein anderer Grund die Ursache: teilweise lebensgefährliche Bakterien an den Beißwerkzeugen der Tiere.

Wie gefährlich sind Spinnen in Deutschland: Bisse oft schmerzhaft, aber harmlos

Die Übersicht der giftigen Spinnen, denen man in Deutschland begegnet, ist sicher nichts für schwache Nerven. Doch zum Glück sind die meisten Giftspinnen, die in deutschen Regionen oder gar bundesweit heimisch werden, nicht besonders gefährlich. *24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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