E-Kleintransporter zu „schwammig“

Bei Kälte zu schwach: Deutsche Post zieht teure E-Transporter wieder ab

Weil die E-Transporter der Deutschen Post im Winter auf einigen Routen zu schwach sind, fahren manchenorts nun wieder Verbrenner-Wagen Briefe und Pakete aus.

Bonn – Der elektrische Kleintransporter ist seit einigen Jahren fester Bestandteil der Deutschen Post. Immer mehr tauscht das Unternehmen die alten Verbrenner-Motoren gegen neue mit Elektroenergie aus. An vielen Standorten wird beim Briefe- und Pakete-Austragen bereits fast vollständig erneuerbare Energien gesetzt. Doch noch nicht immer ist es im Betrieb möglich, uneingeschränkt auf die Elektro-Kleintransporter zu setzen, wie aktuell ein Beispiel aus dem bayrischen Berchtesgaden zeigt. Dort muss die Deutsche Post einige Elektroautos vorübergehend vom Netz nehmen – und doch wieder mit Verbrenner-Modellen ersetzen.

UnternehmenDeutsche Post
HauptsitzBonn
Gründung2. Januar 1995
Anzahl der Beschäftigten565.053

Berchtesgaden: Deutsche Post verzichtet im Winter auf E-Autos

Der Grund: Im Winter seien die elektrischen Fahrzeuge auf einigen Strecken einfach noch zu schwach und unsicher. „Im Praxisbetrieb hat sich herausgestellt, dass die Fahrzeuge bei stärkeren Steigungen, insbesondere bei Schneefahrbahn, nicht optimal sind. Die Fahrzeuge sind zu leicht, fahren sich bei Schnee schwammig“, zitiert das „Traunsteiner Tagesblatt“ einen Post-Mitarbeiter. Deshalb müssten einige Routen nun wieder mit alten Fahrzeugen befahren werden. Dass Kälte E-Autos lahm legt*, ist keine Neuheit.

Auf einigen Routen sind die Elektro-Kleintransporter der deutschen Post im Winter nicht einsatztauglich.

Doch die Maßnahme soll nach Angaben der Deutschen Post nur zeitlich begrenzt sein. Sobald es das Wetter wieder zulässt, würden die Elektroautos auch wieder auf den entsprechenden Routen eingesetzt werden. Insgesamt hätte das Berchtesgadener Land 50 sogenannte StreetScooter für den Standort angeschafft. Der Umstieg auf Elektroenergie gehöre zu der Nachhaltigkeitsstrategie des Konzerns. Hoffentlich geht sie auf, denn die Produktion neuer E-Autos ist bedroht – international*.

Deutsche Post: 80.000 Elektroautos bis 2030

Bis 2030 sollen demnach mehr als 60 Prozent aller Fahrzeuge der Deutschen Post komplett mit Elektro angetrieben werden, insgesamt wären das über 80.000 Elektroautos im Einsatz für die Deutsche Post. Derzeit seien rund 17.000 StreetScooter für die Deutsche Post im Einsatz, kurzfristig soll die Anzahl auf 21.000 steigen.

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Damit alle Fahrzeuge im Winter einsatzbereit sind, forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit an neuen Techniken, um die Elektroenergie weiterzuentwickeln. Auch an anderen Innovationen für die Verkehrswende wird fieberhaft gearbeitet: Im australischen Perth arbeiten Forscherinnen und Forscher beispielsweise an einem Superakku für Elektroautos, der unter anderem mit Zucker angetrieben werden soll. In Singapur hatten Forschende zudem kürzlich eine Anti-Kurzschlussschicht für Elektroauto-Akkus gebaut, um die Fahrzeuge brandsicherer zu machen.* kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Bernd Wüstneck

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