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„Alle waren erstaunt“: Vermisste Frau in Bauch von Riesenpython gefunden

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Von: Bjarne Kommnick

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Zwei Tage lang wird eine Frau vermisst. Ein gruseliger Fund bringt traurige Gewissheit: Man entdeckt sie im Bauch einer sechs Meter langen Netzpython.

Jambi – Mehr als zwei Tage lang galt eine Frau aus der indonesischen Provinz Jambi als vermisst. Sie sei an einem Sonntag auf dem Weg zu ihrer Arbeit auf einer Kautschukplantage verschwunden, wie „bbc.com“ zuvor berichtet hatte. Also haben sich Helferinnen und Helfer auf den Weg gemacht, um die Frau zu suchen. Nach 48 Stunden haben die Suchtrupps die Vermisste endlich gefunden. Doch jede Hoffnung war zerschlagen: Die 54-Jährige befand sich im Bauch einer Riesenschlange – tot.

StadtJambi
Fläche205,4 km²
Höhe16 m
StaatIndonesien

Frau zwei Tage lang vermisst – dann wird sie tot in Bauch von Python gefunden

Bei der Suche nach der Frau habe der Ehemann laut lokalen Medienberichten zunächst lediglich die Sandalen der Frau finden können. Ein Indiz für ein Unglück – also befürchteten die Suchenden bereits das Schlimmste. Jedoch wollte man die Hoffnung nicht aufgeben, sodass die Suche fortgesetzt wurde. Dann wurde auch das Messer, Kopftuch und eine Jacke der Frau in der Natur gefunden.

Netzpython.
Eine Netzpython hat im indonesischen Jambi eine Frau verschlungen. © imageBROKER / G. Lacz / imago

Eine Antwort darauf, wo sich die Frau befinden könnte, gab das jedoch nicht. Doch dann verhärtete sich ein schrecklicher Verdacht. Denn in der Nähe des Fundortes ihrer Sachen habe sich eine Netzpython aufgehalten, die offenbar zuvor etwas Großes gegessen hatte, das war dem Tier deutlich anzusehen. Es ist üblich, dass für Netzpythons Säuger, Vögel und gar Warane, die in etwa die Größe einer Ziege haben, auf der Speisekarte stehen. Dass Schlangen aber Menschen fressen, gilt eher als unwahrscheinlich. Andersherum passiert das wohl schon eher, doch das geht nicht immer gut, im chinesischen Foshan wurde ein Koch von einer Schlange getötet, der er 20 Minuten zuvor den Kopf abgetrennt hatte – für eine Delikatesse.

Frau von Riesenschlange verschlungen – Suchtrupps posten Video

In diesem Fall sah die Python allerdings so aus, als sei ihre Beute deutlich größer gewesen als ein Waran oder ähnliches.Ein schlimmer Verdacht keimte auf. Zwar könne es vorkommen, dass Netzpythons gelegentlich auch größere Pythons essen. Jedoch konnten die Rettungskräfte nicht ausschließen, dass es sich bei dem offenbar im Pythonbauch befindlichen „Objekt“ um die verschwundene Frau handeln könnte. Immerhin wäre es nicht der erste Vorfall mit einem Wildtier gewesen. Im indonesischen Jarkata musste ein Mann vergangenen Woche sogar gegen einen Tiger kämpfen. Bereits im August verstarb ein Junge in Indonesien, der von einem Krokodil angegriffen wurde.

Rettungskräfte bergen tote Frau aus Schlangenbauch – und posten Video von der Aktion

Die Suchtrupps hätten sich also dazu entschlossen, das Tier zu töten und aufzuschneiden, um Gewissheit zu erlangen. Dann wurde aus der Vermutung die traurige Erkenntnis: Die 54-jährige Frau ist im Bauch der Schlange verstorben. Entgegen jeglichem Skrupel posten die Rettungskräfte von der Aktion sogar ein Video und teilen es im Netz.

„Sie war im Magen der Schlange“: Frau tatsächlich von Netzpython gefressen

Ein Dorfvorsteher erklärte anschließend: „Alle waren erstaunt, es stellte sich heraus, dass die Frau, die wir suchten, im Magen der Schlange war.“ Der Kampf mit der Schlange habe rund zwei Stunden gedauert. Das Tier habe eine Länge von sechs Metern. Dorfbewohnern zufolge wurden allerdings auch schon Schlangen in der Region gesichtet, die länger als acht Meter gewesen sein sollen. Zuletzt hatte auch eine Passantin in Cuxhaven eine Riesenschlange entdeckt. In Bremerhaven wurde sogar zum zweiten Mal in einer Woche eine Giftschlange gemeldet. Verletzt wurde in beiden Fällen allerdings niemand – und schon gar nicht verschlungen.

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