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30 Jahre nach „Cool Runnings“: Jamaika wieder im Viererbob bei Olympia

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Von: Bjarne Kommnick

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Zum ersten Mal seit 30 Jahren meldet Jamaika einen Viererbob für Olympia. Direkt werden Erinnerungen an den Film „Cool Runnings“ wach – und Wünsche nach Teil 2.

Kingston – Der Film „Cool Runnings - Dabei sein ist alles“ dürfte vielen ein Begriff sein. Der Disney-Streifen aus dem Jahr 1993 handelt von jamaikanischen Winterathleten, die mit einem Viererbob bei den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary antreten. Und das, obwohl sie aus dem vermeintlich schneelosen Jamaika kommen. Der Film beruhte damals auf der wahren Geschichte um das jamaikanische Olympia-Team. Nun kann sich Hollywood scheinbar für einen weiteren Teil bereit machen – anders als es in vielen Sommersportarten der Fall ist, wie nicht nur der jamaikanische Weltrekordhalter im Sprinten Usain Bolt 2009 in Berlin und viele andere Athletinnen und Athleten häufig bewiesen hatte.

LandJamaika
Einwohner2,961 Millionen
HauptstadtKingston
KontinentNordamerika

Jamaika zum ersten Mal seit „Cool Runnings“ wieder mit Viererbob bei Olympia: „Cool Runnings“ soll sich wiederholen

Die Geschichte des jamaikanischen Viererbob-Teams eroberte mit dem Film „Cool Runnings“ weltweit die Herzen der Menschen. Und sie könnte sich nun 30 Jahre später bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen in Peking, vom 4. Februar bis zum 20. Februar, wiederholen. „Wir starten im Vierer, im Zweier und im Monobob der Frauen“, verkündete das offizielle „Team Jamaica“ am Montag auf Twitter.

Dabei ist es eigentlich keine Seltenheit mehr, dass jamaikanische Athletinnen und Athleten bei Olympia in den Bobs sitzen. Nur ist es jedoch erst das dritte Mal nach 1988 und 1992, dass Jamaika wieder einen Viererbob stellt. Auch danach nahm das Land häufig an Bob-Disziplinen teil, von 1988 bis 2002 war Team bei allen olympischen Winterspielen dabei, seit 1996 jedoch nur noch im Zweier-Bob. Das Bob-Comeback im Doppel gab Jamaika dann 2014 im russischen Sotschi. Eine besonders gute Platzierung sei dabei jedoch noch nie dabei herausgesprungen.

Der erste Jamaika-Viererbob bei Olympia startete 1988: Daraus wurde der Film „Cool Runnings“

Besonders im ersten olympischen Wettkampf 1988, der dem Jamaika-Team dann Filmruhm in „Cool Runnings“ einbrachte - hatte das jamaikanische Team um den damaligen Piloten Dudley Stokes noch mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Viele Unfälle und technische Probleme machten dem jamaikanischen Viererbob das Leben schwer. Das damalige Teammitglied Devon Harris erklärte, wie es zu der Teilnahme kam: „Die Idee für dieses Team hatten zwei Amerikaner, George Fitch und William Maloney, die geschäftlich in Jamaika waren und ein Seifenkistenrennen sahen. Sie meinten, es sähe wie ein Bobrennen aus, dem das Eis fehlte“.

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Da der Start im Rennen so ein wichtiger Teil ist, und es in Jamaika bereits damals viele gute Sprinter gab, hätten sich die Geschäftsleute gedacht, „einige Athleten der Sommerspiele zu rekrutieren, doch die waren von der Idee nicht begeistert“, erklärte Harris. Letzen Endes hätten die Initiatoren dann bei Soldaten des Militärs Interessenten gesucht, um die Mannschaft zusammenzustellen.

Viererbob-Team Jamaika 1988.
Können Jamaikas Athleten und Athletinnen in die Fußstapfen der „Cool Runnings“ von 1988 treten? © dpa/Rüdiger Schrader

Jamaika wieder mit Viererbob bei Olympia – und Twitter flipte aus: „Yeah, jetzt kommt Cool Runnings Teil 2`“

Die Nutzerinnen und Nutzer auf Twitter feiern das Comeback des Viererbobs 2022 in Peking. „Auf geht‘s Jamaika! Ich freue mich schon auf den zweiten Teil von ‚Cool Runnings‘“, schreibt ein User. Das sehen viele User so, ein andere schreibt: „Wenn sie gut abschneiden, werden sie einen Film über Ihre Heldentaten drehen!“. Ein gewisser Druck scheint also für das Bob-Team von Jamaika im Raum zu stehen. Doch für viele Menschen scheint die Teilnahme Jamaikas überhaupt erst ein Grund zu sein, die Olympischen Spiele zu schauen: „Jetzt haben wir einen guten Grund, uns die Olympischen Winterspiele anzusehen“, schreibt ein User.

Ob das jamaikanische Team bei den Winterspielen vielleicht sogar eine Medaille gewinnen kann, erfahren Sie ab dem 5. Februar auf dem Medaillen-Spiegel für Olympia 2022 in Peking*. Auch der Rotenburger Schwimmer Tillmann Lau träumt von Olympia. Zuletzt sorgte eine deutsche Athletin bei Olympia für negative Schlagzeilen, als es zu dem Reitskandal um Reiterin Annika Schleu und Trainern Kim Raisner* kam. Deshalb wollte der Deutsche Olympiaverband Reiten bei Olympia auch abschaffen. Solche Skandale gibt es rund um den jamaikanischen Viererbob sicher nicht – dafür aber bestimmt viel gute Laune. Dafür sorgen schon die vielen Fans weltweit. * kreiszeitung.de, chiemgau24.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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