Gericht ordnet Schadensersatz an

160.000 Euro für 30 Jahre Hausarbeit: Mann muss Ex-Frau bezahlen

Nach 30 Ehejahren trennt sich ein Mann von seiner Frau – sie steht finanziell vor dem Nichts. Doch das Gericht entscheidet: Er muss ihr 160.000 Euro zahlen.

Buenos Aires – Weil sich ein Mann von seiner Ex-Frau scheiden lassen hat, hat ihn nun ein Gericht dazu verdonnert, der 60-Jährigen acht Millionen argentinische Pesos zu zahlen. Der Grund: Die Richterinnen und Richter haben entschieden, dass sie mit ihrer Hausarbeit einen „Job“ ausgeübt hatte und zu dessen Gunsten jegliche finanzielle Sicherheit verloren hätte. Umgerechnet muss der Mann rund 160.000 Euro für die jahrelange „Arbeit“ zahlen. Schließlich sei sie mindestens einem Minijob, für den sich 2022 einiges ändert*, nachgegangen.

LandArgentien
PräsidentAlberto Ángel Fernández
Bevölkerung45,38 Millionen
HauptstadtBuenos Aires

30 Jahre Hausarbeit: Mann muss Ex-Frau 160.000 Euro „Gehalt“ zahlen

30 Jahre lang habe die Frau laut Gericht auf ihre Karriere verzichtet. Denn sie entschied sich dafür, sich um ihre Familie zu kümmern. Ihr Mann hingegen ging arbeiten. Dabei war die Frau eigentlich keinesfalls auf ihren Ex-Mann angewiesen, denn mit ihrem absolviertem Studium hätte sie durchaus gute Aussichten in der Arbeitswelt haben können.

Ein Gericht spricht einer Frau Schadensersatz zu, weil sie Hausarbeiten für ihren Ex-Mann verrichtet hatte.

Als es nach 30 Jahren Ehe also zur Trennung kam, habe ihr Ex-Mann das gesamte Vermögen mitgenommen. Die 60-Jährige war hingegen pleite. Auch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt wären angesichts ihres Alters wohl eher gering gewesen. Deshalb sei sie aus Verzweiflung vor Gericht gezogen. Sie habe finanziell plötzlich vor dem Nichts gestanden. Auf so kuriose Wege wie die Frau, die Tausende Euro verdient, indem sie online ihre Fürze verkauft*, wollte die Frau verständlicherweise verzichten.

Gericht entscheidet: Frau auf Geld von Ex-Mann angewiesen

Das Gericht gab der Frau recht. Sie sei auf die finanzielle Unterstützung ihres Ex-Mannes angewiesen, das Vermögen habe er zudem nur anhäufen können, weil sich die Frau um die Kinder und den Haushalt gekümmert hatte. Die Richterin sah es also als angemessen an, den Mann zu einer Zahlung von 8 Millionen argentinische Peso zu verdonnern. In Gelsenkirchen kam es ebenfalls zu einem kuriosen Gerichtsurteil. Dort darf ein Mann seine Nachbarin nicht mehr Rüdiger nennen. In Australien zog eine Veganerin gegen Nachbarn vor Gericht – nur, weil er Fleich grillte*.* kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich

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