Skistar fordert Rückkehr zu den Wurzeln

"Wahnsinnig traurig": Neureuther erneuert IOC-Kritik

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Felix Neureuther.

Ski-Rennläufer Felix Neureuther hat seine Kritik am Internationalen Olympischen Komitee in Sachen Olympische Spiele erneuert.

München - "Das IOC hat dieses wunderschöne Produkt mit Füßen getreten, das macht mich wahnsinnig traurig", sagte Neureuther im ZDF-Sportstudio.

Das Resultat sei, "dass Olympia in Sotschi, Pyeongchang oder Peking stattfindet, wo Milliarden ausgegeben werden müssen. Das kann nicht sein. Man sollte mehr zu den Wurzeln zurückgehen, der Kommerz nicht immer im Vordergrund stehen, sondern der Sport."

Neureuther forderte einen "kompletten Umbruch" im Funktionärswesen, "nicht nur im IOC, in der FIFA ist es genau das Gleiche. Das System muss neu aufgebaut werden ohne Korruption, dass der normale Zuschauer und wir Sportler nicht mehr das Gefühl haben, die streichen nur die Kohle ein."

Verletzter Neureuther: Das Wichtigste ist Geduld

Die IOC-Entscheidung, die russische Mannschaft nach dem dortigen Staatsdoping nur teilweise von Olympia in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) auszuschließen, begrüßte der 33-Jährige. Es wäre "Wahnsinn" für ungedopte Sportler, dürften sie dort nicht starten, sagte er. Neureuther selbst fällt nach seinem Kreuzbandriss für die Spiele aus.

"Es gibt ein Ziel im Kopf, aber das Wichtigste ist, geduldig zu sein", sagte er, "mir läuft die Zeit nicht davon, ob ich im Juni, Juli oder August im Schnee stehe, ist nicht von Bedeutung. Wichtig ist, dass das Knie und der Neureuther wieder hundertprozentig funktionieren." Er wolle "so lange Skifahren, wie es wirklich sinnvoll ist und bis es mir schwer fällt, von zu Hause wegzufahren".

sid

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