Dritter Wettbewerb in Innsbruck

Vierschanzentournee: Kobayashi siegt erneut - Eisenbichler deutlich geschlagen

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Der Herr der Lüfte: Ryoyu Kobayashi siegt auch in Innsbruck.

Markus Eisenbichler muss seine Hoffnungen auf den Triumph bei der Vierschanzentournee nach einem enttäuschenden Wettbewerb in Innsbruck begraben. Ryoyu Kobayashi springt in einer eigenen Liga.

Innsbruck - Skispringer Markus Eisenbichler hat im Kampf um den Gesamtsieg bei der 67. Vierschanzentournee gegenüber Ryoyu Kobayashi wohl entscheidend an Boden verloren. Während der Japaner in Innsbruck zum dritten Mal nicht zu schlagen war, musste sich der Bayer mit Rang 13 begnügen. Sein Rückstand auf Kobayashi in der Gesamtwertung wuchs von 2,3 nun 45,5 Punkte an - umgerechnet gut 25 Meter.

"Heute war mehr drin. Aber ich bin nicht unglücklich. Heute hatte ich nicht das Selbstvertrauen. Und der Kobayashi ist halt einfach brutal", sagte Eisenbichler in der ARD. Dominator Kobayashi gewann klar vor Stefan Kraft (Österreich), Andreas Stjernen (Norwegen) und Stephan Leyhe (Willingen) und kann am Sonntag in Bischofshofen sogar den "Grand Slam" schaffen. Bislang haben nur Sven Hannawald (2001/2002) und der Pole Kamil Stoch (2017/2018) bei einer Tournee alle vier Wettbewerbe gewonnen.

Vierschanzentournee in Innsbruck: Leyhe verpasst Podium nur knapp

Als bester DSV-Adler verpasste Leyhe (Willingen) das Podest nur um zwei Meter. Auch Richard Freitag (Aue), der 2015 in Innsbruck gewonnen hatte und dort vor einem Jahr gestürzt war, reihte sich als Achter mit seinem besten Saisonergebnis noch vor Eisenbichler ein.

Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) schaffte es als 20. erstmals bei der Tournee in den zweiten Durchgang, vor allem sein zweiter Sprung auf 121,0 machte dem 23-Jährigen wieder etwas Mut. Wellinger landete noch vor Engelberg-Sieger Karl Geiger (Oberstdorf/24.) und David Siegel (Baiersbronn/28.).

Geschlagen: Markus Eisenbichler (r., hier mit Andreas Wellinger) landet nur auf Rang 13.

Zyla scheitert schon im ersten Durchgang

Constantin Schmid (Oberaudorf) schaffte es als einziger DSV-Adler nicht in den zweiten Durchgang. Nach nur einem Sprung die Koffer packen musste überraschend auch der Pole Piotr Zyla, bis dahin Achter der Gesamtwertung.

Für Kobayashi ist die Führung rein statistisch schon mehr als die halbe Miete auf dem Weg zum Gesamtsieg. Seit 1993 lagen 21 von 25 nach Innsbruck führende Springer auch in der Endabrechnung vorne. Bei den vergangenen 19 Auflagen verspielte sogar nur noch der Norweger Daniel Andre Tande (2016/17) seinen Vorsprung.

Die Entscheidung im Kampf um den Goldenen Adler fällt am Sonntag (17.00 Uhr/ZDF und Eurosport) in Bischofshofen. Schon am Samstag steht dort die Qualifikation für das Finale an.

sid

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