Rebensburg überzeugt

Traum-Comeback von Vonn überstrahlt alles

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Lindsey Vonn

Lake Louise - Lindsey Vonn hat mit ihrem beeindruckenden Comeback alles in den Schatten gestellt. Dabei konnte auch Viktoria Rebensburg als Vierte überzeugen. Felix Neureuther und Fritz Dopfer verpassen Top-Platzierung.

Beim Wahnsinn um das märchenhafte Comeback von Lindsey Vonn waren selbst die beachtlichen Ergebnisse von Viktoria Rebensburg nur Nebensache. Rebensburg, schon am Samstag in der Abfahrt Fünfte, belegte beim Super G im kanadischen Lake Louise einen starken vierten Platz.

Dagegen vergaben Felix Neureuther und Fritz Dopfer am Sonntag im Riesenslalom in Beaver Creek die Chance auf bessere Platzierungen. Neureuther (30) aus Partenkirchen, dessen Start wegen seiner Rückenprobleme lange offen war, fiel beim erneuten Triumph von Ted Ligety (USA) noch von Rang fünf auf acht zurück.

Dennoch war Neureuther angesichts der Umstände „sehr glücklich. Das geht total in Ordnung“, sagte er. Dagegen war Dopfer (Garmisch/27), beim ersten Riesenslalom des Winters in Sölden noch Zweiter, nach Platz zehn „ratlos. Ich verstehe den großen Rückstand nicht.“ Noch größer waren allerdings die Enttäuschungen bei den Abfahrern des Deutschen Skiverbandes (DSV) gewesen.

Doch das alpine Wochenende stand ohnehin ganz im Zeichen von Vonn. Die 30 Jahre alte US-Amerikanerin triumphierte am Samstag am „Lake Lindsey“ bei ihrer Rückkehr nach knapp einjähriger Verletzungspause in der Abfahrt. Am Sonntag unterstrich Vonn ihre Ausnahmestellung mit einem beeindruckenden zweiten Platz im Super G hinter Siegerin Lara Gut aus der Schweiz.

„Das war das perfekte Comeback“, sagte sie nach ihrem 60. Weltcupsieg, „das ist wirklich unglaublich und emotional.“ Es war ihr anzusehen: Tränen kullerten über ihre Wangen. Nur noch zwei Erfolge fehlen der Amerikanerin zum Welt(cup)-Rekord.

„Ich habe soviel gekämpft“, erzählte Vonn vor Freude schluchzend: „Ich wusste, dass ich gewinnen kann. Aber es kam dann doch so überraschend.“ Dass mit ihr aber wieder zu rechnen ist, zeigte sie gleich am Sonntag. „Für das erste Rennen im Super G war es fantatsisch“, meinte sie.

Zufrieden war auch Rebensburg. Dass sie zweimal das Podium knapp verpasste, fand sie zwar „ein bisschen ärgerlich“. Es überwog bei ihr aber der Stolz „über ein tolles Wochenende für mich. Das ist eine Bestätigung, dass ich auch im Speedbereich gut trainiert habe“, sagte die Riesenslalom-Spezialistin mit einem breiten Lächeln.

Nicht ganz so gut war die Laune bei Neureuther und Dopfer. Beim fünften Riesenslalom-Sieg von Ligety in Serie in Beaver Creek, der auf der WM-Piste „Birds of Prey“ in 2:34,07 Minuten gewann, lagen die beiden Deutschen 1,14 bzw. 1,39 Sekunden zurück.

Noch viel enttäuschender war am Freitag und Samstag jedoch die WM-Generalprobe für die Abfahrtsläufer verlaufen. Nicht unwahrscheinlich, dass ab 3. Februar 2015 nur die Techniker um Neureuther zurückkehren werden auf die „Raubvögel“-Strecke.

„Ich will jetzt hier gar niemanden in die Tonne treten, aber das Resultat ist gesamthaft gesehen nicht gut genug, vor allem, wenn man berücksichtigt, was wir in die Fahrer investieren, was wir ihnen an Trainern zur Verfügung stellen“, sagte ein enttäuschter DSV-Sportdirektor Wolfgang Maier.

Die vier Speed-Rennen im kanadischen Lake Louise und nun in Beaver Creek zusammengenommen, ergibt sich eine trostlose Momentaufnahme: Kein Abfahrer hat bislang die interne WM-Norm erfüllt (2-mal unter die ersten 15 im Weltcup), Josef Ferstl (Hammer) hat sie zur Hälfte erreicht als 14. in Lake Louise, aber das war es dann auch.

SID

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