Skispringer in Olympiaform

Freund überzeugt - Wellinger auch

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Severin Freund landete beim letzten Skisprung-Weltcup vor den olympischen Spielen in Sotschi auf einem starken zweiten Platz

Willingen - Skispringer Severin Freund hat die Olympia-Generalprobe mit Bravour bestanden. Auch ein anderer Deutscher zeigte eine gute Form.

Skispringer Severin Freund hat die Olympia-Generalprobe mit Bravour bestanden. Der 25-Jährige landete am Heim-Wochenende in Willingen zweimal auf dem zweiten Platz und meldete sich in der Weltspitze zurück. „Zweimal auf dem Podest, das ist schon sehr sehr cool“, sagte Freund und schickte eine Kampfansage hinterher: „Jetzt wollen wir auch in Sotschi etwas holen.“

Freund musste sich in der Party-Hochburg in Hessen an beiden Tagen nur Weltmeister Kamil Stoch aus Polen geschlagen geben, der gleichzeitig die Führung im Gesamtweltcup übernahm. „Es war gerade nach der Tournee, wo es nicht ganz einfach für mich war, ein sehr schönes Erlebnis, wieder auf dem Podium zu stehen“, sagte Freund, der nun auf Olympia hofft: „Es gibt nie die Garantie, aber versuchen werden wir es.“

Gut in Form präsentierte sich auch Andreas Wellinger (Ruhpolding), der auf den Plätzen acht und zehn zweimal in die Top 10 flog. Die übrigen deutschen Olympia-Fahrer zeigten dagegen noch Luft nach oben. Richard Freitag (Aue), Andreas Wank (Oberhof) und Marinus Kraus (Oberaudorf) blieben am Sonntag auf den Plätzen 21, 23 und 26 allesamt hinter den Erwartungen zurück.

Schon am Samstag war Freund nur knapp am Sieg vorbei geschrammt, nur ein Punkt fehlte auf Stoch. „Das kam genau zur richtigen Zeit. Ich hatte bisher nur einen Podestplatz, das war der Sieg in Lillehammer. Und der ist lange her“, sagte der Willingen-Sieger von 2011: „Das war ein sehr schönes Ergebnis, das ich mit nach Russland nehmen werde.“

Wellinger auf Rang acht und gleich sechs DSV-Adler unter den besten 16 ließen am Samstag auch Bundestrainer Werner Schuster etwas hoffnungsvoller als zuletzt in Richtung Sotschi schauen. Die Zielsetzung bleibe jedoch die alte: „Wir wollen zwei Medaillen machen - eine im Einzel, eine im Team. Das ist ein hohes, aber realistisches Ziel“, sagte Schuster, der bereits am Montag nach Sotschi reist. Zwei Tage später folgt die Mannschaft.

Emotionaler Höhepunkt des Wochenendes war jedoch der Abschied von Martin Schmitt. Der viermalige Weltmeister hatte bereits am Freitag seinen Rücktritt erklärt, am Samstag sagte er auch seinen teilweise zu Tränen gerührten Fans Adieu. „Wahnsinn, was ich hier erleben durfte. Danke für alles“, sagte der 36-Jährige mit stockender Stimme.

Schmitt hatte das Ticket nach Sotschi verpasst, in Russland werden nun Freund und Co. um Medaillen kämpfen. Schuster jedenfalls glaubt spätestens seit dem Wochenende daran, die Kehrtwende geschafft zu haben. „Die Zeichen stehen gut, dass wir in Sotschi das Puzzle zusammen kriegen“, sagte der Bundestrainer.

SID

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