Mauer: „Wir wissen was wir können“

Playoffs der DEL starten: Schafft München den Titel-Hattrick? 

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EHC Red Bull München will den dritten Titel in Folge. 

Die meisten Nationalspieler auf dem Eis, den erfolgreichsten Trainer der Liga an der Bande, den Titel-Hattrick vor Augen: Red Bull München entwickelt sich immer mehr zum FC Bayern des Eishockeys

München - Die meisten Nationalspieler auf dem Eis, den erfolgreichsten Trainer der Liga an der Bande, den Titel-Hattrick vor Augen: Red Bull München entwickelt sich immer mehr zum FC Bayern des Eishockeys. Doch so früh wie die Fußballerkollegen wird der Liga-Dominator mit den sieben Olympiahelden um Jungstar Dominik Kahun nicht die erneute deutsche Meisterschaft feiern können. Denn die souveräne Tabellenführung in der Hauptrunde zählt nichts mehr, wenn die Play-offs beginnen.

"Wir sind Favorit", sagte Mittelstürmer Kahun vor dem Viertelfinalstart am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen den krassen Außenseiter Fischtown Pinguins Bremerhaven dem Sport-Informations-Dienst (SID), "aber es fühlt sich immer schwerer und schwerer an. Denn die Gegner geben gegen uns nicht 100, sondern 150 Prozent." Zweimal schon sind die Münchner als Hauptrundenkrösus in die Meisterrunde gestartet - beide Male holten sie am Ende den Silberpokal der Deutschen Eishockey Liga (DEL).

"Es muss einfach alles passen, um München zu schlagen"

Während die Fußballer um die Weltmeister Thomas Müller und Mats Hummels schon am kommenden Wochenende erneut deutscher Meister werden könnten, müssten Kahun und Co. zumindest bis zum 20. April warten - wenn sie nur vier Finalspiele zum erneuten Triumph bräuchten. Der Eishockey-Modus mit drei Play-off-Runden, die jeweils vier Siege erfordern, macht den Titelkampf spannender als im Fußball - doch die Dominanz der Münchner ist ähnlich.

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"Sie sind eingespielt, gut gecoacht und haben in den letzten Jahren viel Erfahrung gesammelt", sagte Bundestrainer Marco Sturm dem SID: "Es muss einfach alles passen, um München zu schlagen." Zu den Titelgewinnen in den letzten beiden Jahren kommt jetzt auch noch die Silber-Sensation von Pyeongchang. Gleich sieben Münchner stärkten in Südkorea ihr ohnehin schon großes Selbstbewusstsein weiter. "Wir wissen, was wir können", sagte Stürmer Frank Mauer, "wir wissen, worauf es ankommt."

Wie der FC Bayern hat auch der Münchner Eishockey-Klub die besten wirtschaftlichen Voraussetzungen seiner Liga. Beim Fußball-Rekordmeister speist sich die ökonomische Überlegenheit aus den sportlichen Erfolgen der vergangenen Jahrzehnte, bei Red Bull dagegen aus den üppigen Zuwendungen des österreichischen Brause-Milliardärs Dietrich Mateschitz.

"Natürlich ist es ein großer Druck", sagte Torhüter Danny aus den Birken

Der höchste Etat der DEL (12,5 Millionen Euro) hat nicht nur Erfolgstrainer Don Jackson, der seinen achten Titel anstrebt, angelockt, sondern auch die Vielzahl von Nationalspielern. Hinzu kommen starke Ausländer wie der Topscorer Keith Aucoin oder extrem erfahrene Spieler wie der 37-jährige Michael Wolf, der sich mit dem Nürnberger Patrick Reimer ein packendes Rennen um Platz eins in der ewigen Torjägerliste der DEL liefert. "Wir haben einen guten Mix", sagte Mauer.

Dass mit jeder Million, jedem Titel und jedem prominenten Neuzugang die Erwartungen wachsen, haben die Münchner wie ihre Fußballerkollegen längst verinnerlicht. "Natürlich ist es ein großer Druck", sagte Torhüter Danny aus den Birken dem SID: "Aber wir können mit Druck sehr gut umgehen."

In einem haben die Eishockeyspieler aber noch großen Nachholbedarf - in Sachen Popularität in der Landeshauptstadt. "Es dreht sich alles um Bayern", sagte aus den Birken. Doch mit dem historischen Olympia-Erfolg hofft er auf mehr Anerkennung: "Ich glaube, jetzt kommt auch ein bisschen Eishockey durch. Wir werden schon ein bisschen mehr in München erkannt als vorher."

SID

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