Ohrfeige für deutsche Biathleten

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Chef-Bundestrainer Uwe Müssiggang

Östersund - Für die Biathleten ging der Auftakt gründlich daneben. Doch schon bei den nächsten Weltcup-Rennen ab Mittwoch in Östersund soll der mit der Mixed-Staffel verpatzte Start vergessen gemacht werden.

Für Florian Graf war der verpatzte Biathlon-Auftakt „gefühlt mehr als eine große Ohrfeige“, Andrea Henkel bemühte nach Platz sieben mit der Mixed-Staffel das Prinzip Hoffnung. „Das war nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Ich hoffe das funktioniert am Mittwoch beim 'Einzel' wieder besser“, meinte die achtmalige Weltmeisterin nach dem Saison-Start am Sonntag beim Weltcup in Östersund. Chef-Bundestrainer Uwe Müssiggang forderte am Montag: „So schnell wie möglich abhaken.“

In der einzigen Mixed-Staffel vor Olympia in Sotschi lag das deutsche Quartett nach insgesamt 18 Fehlschüssen und fünf Strafrunden von Graf über drei Minuten hinter Sieger Tschechien. „Wir werden das Ergebnis nicht überbewerten. Wir haben das erste Rennen gemacht aus einem harten Trainingslager heraus. Generell kann man sagen, dass wir mit den Schießleistungen nicht zufrieden waren“, sagte Müssiggang. Und so hat schon früh eine Diskussion Fahrt aufgenommen, die sich die Biathleten nach der vor allem am Schießstand verpatzten letzten WM nur zu gern erspart hätten.

„Defizite würde ich da nicht hineininterpretieren. Da haben uns gerade die Rennen, die wir in der letzten Woche hatten, etwas ganz anderes gezeigt. Diesen positiven Schwung sollten wir mitnehmen“, meinte Damen-Trainer Ricco Groß im Blickpunkt Sport. „Die Mannschaft hat hart gearbeitet. Und das wird auch sichtbar werden in dieser Saison. Es werden andere Ergebnisse kommen“, meinte Müssiggang.

Schon am Mittwoch (17.15 Uhr) im 15-Kilometer-Einzel will das Damen-Team mit Andrea Henkel, Evi Sachenbacher-Stehle, Franziska Hildebrand, Laura Dahlmeier, Franziska Preuß und möglicherweise auch schon mit der im Sommer nach einem Fahrradunfall schwer verletzt gewesenen Miriam Gössner den Anfang machen. Mit zwei Erfolgen in Sjuesonen hatte Henkel sich am vorletzten Wochenende bei stark besetzten Tests „selbst überrascht“. „Die Siege haben mir gezeigt, dass ich noch in der Lage bin, vorne anzukommen“, erklärte die 35-Jährige. Auch nach ihren vier Nachladern in der Mixed-Staffel hat sich an dieser Einschätzung nichts geändert.

Bei den Männern bestreiten neben Peiffer und Graf noch Andreas Birnbacher, Erik Lesser, Christoph Stephan und Daniel Böhm die 20 Kilometer am Donnerstag. In Schweden stehen dann noch Sprint und Verfolgung auf dem Programm. Simon Schempp wird nach seiner langen Krankheitspause erst in Hochfilzen im Dezember angreifen.

„Die Laufform passt bei mir und auch bei Flo. Das ist die Basis“, meinte Peiffer. Während Graf am Schießstand einen echten Blackout erlebte, war Peiffer im Pech. „Wenn die eine Scheibe noch fällt, dann sagt jeder: toll gemacht. Und so sagen alle: Das war enttäuschend“, sagte Müssiggang. Wie schnell es im Biathlon gehen kann, zeigt das Beispiel des letztjährigen Dominators Martin Fourcade: Als Schlussläufer war er mit 52,5 Sekunden Vorsprung losgelaufen, nach seinen Patzern am Schießstand kam Frankreich nicht auf das Podest.

dpa

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