Luke Prokop setzt Meilenstein

Erster NHL-Profi outet sich als schwul - „Habe keine Angst mehr, zu zeigen, wer ich bin“

NHL-Profi Luke Prokop bekennt sich als erster Spieler seiner Liga zu seiner Homosexualität. Der 19-Jährige outete sich auf Instagram.

Nashville - Ein weiterer Meilenstein ist gesetzt: Jetzt hat auch die NHL ihr erstes Coming-Out. Luke Prokop von den Nashville Predators hat als erster Profi in der höchsten amerikanischen Eishockeyliga seine Homosexualität öffentlich gemacht.

Bereits vor einem Monat hatte sich Carl Nassib als erster NFL-Profi geoutet*, nun hat er in Prokop den ersten prominenten Nachahmer gefunden, der sich möglicherweise ermutigt fühlte. „Ich könnte nicht glücklicher sein mit meiner Entscheidung, mich zu outen“, schrieb Prokop erleichtert.

Premiere in der NHL: Erster Profi outet sich als schwul

„Ich habe keine Angst mehr, zu zeigen, wer ich bin“, schreibt er weiter. „Schon von klein auf habe ich den Traum verfolgt, NHL-Profi zu sein. Ich glaube, wenn ich mein Leben authentisch lebe, kann ich mich auf dem Eis voll und ganz einbringen und meine Träume wahr werden lassen.“

NHL-Profi Luke Prokop bekannte sich zu seiner Homosexualität.

Für seinen mutigen Schritt erhält er viel Zuspruch - neben Freunden und Familie auch von Eishockey-Fans auf der ganzen Welt. „Die gesamte NHL unterstützt dich, Luke!“, bekannte die Liga selbst in einem Kommentar. San-José-Profi Kurtis Gabriel betonte: „Wir stehen alle hinter dir!“

NHL-Outing: Bald auch erstes Coming-Out in der Bundesliga?

Der Nachwuchsspieler wurde 2020 von den Predators gedraftet, hat aber noch kein NHL-Spiel absolviert. NHL-Commissioner Gary Bettman sprach mit Prokop am Telefon und stellte klar: „Jeder in der NHL soll wissen, dass er einen Platz in unserer Familie hat.“

In der Geschichte der NHL gab es bislang noch keinen Spieler, der seine Homosexualität öffentlich gemacht hatte. Möglicherweise kommt jetzt langsam ein Stein ins Rollen - nicht nur in den USA, sondern vielleicht auch in Deutschland? Unter 800 aktiven Profifußballern in Deutschland befindet sich kein einziger, der offen geoutet lebt. Philipp Lahm riet jüngst Spielern von diesem Schritt ab, im Fußball fehle dafür die Akzeptanz. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Instagram

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