In Trondheim

Kombinierer Rydzek gewinnt Weltcup

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Johannes Rydzek

Trondheim - Johannes Rydzek liefert in Trondheim einen starken Auftritt ab und steht zum dritten Mal in seiner Laufbahn ganz oben auf dem Weltcup-Podest. Gleich fünf deutsche Nordische Kombinierer landen in den Top Ten.

Mit einem unwiderstehlichen Antritt am letzten Berg ließ Johannes Rydzek sogar Doppel-Olympiasieger Jörgen Graabak stehen, wenig später bejubelte der Oberstdorfer ausgelassen seinen dritten Karrieresieg. Der 22-Jährige krönte am Donnerstag mit dem zweiten Erfolg innerhalb einer Woche den Gala-Auftritt der deutschen Nordischen Kombinierer beim Weltcup in Trondheim und rückte in der Gesamtwertung auf den zweiten Rang hinter Eric Frenzel vor. Der bereits als Gesamtsieger feststehende Sachse sicherte sich hinter den Norwegern Graabak und Magnus Moan im Fotofinish Platz vier vor Teamkollege Tino Edelmann. Manuel Faißt auf Rang acht und Björn Kircheisen als Neunter komplettierten das hervorragende Abschneiden der DSV-Kombinierer.

„Wahnsinn! Fünf Mann in den Top Ten - das hat es schon ewig nicht mehr gegeben, wenn überhaupt. Das war grandios“, lobte Trainer Ronny Ackermann seine Schützlinge. Die bauten ihren Vorsprung in der Nationenwertung mit 3816 Punkten vor Norwegen (3685) weiter aus. „Es zeichnet den Geist dieser Mannschaft aus, dass sie auch nach Olympia, wo es allen schwerfällt, immer ihre beste Leistung abrufen will“, stellte Ackermann seinen Schützlingen ein sehr gutes Zeugnis aus.

Nach einem Sprung auf 129 Meter schien Olympiasieger Frenzel, der 22 Sekunden nach dem Tschechen Tomas Portyk als Vierter in die Loipe ging, zunächst die besten Karten in der Hand zu halten. Schnell fand sich eine fünfköpfige Spitzengruppe, die jedoch nach gut der Hälfte des Rennens von neun Verfolgern eingeholt wurde.

Darunter befand sich auch Rydzek, der nach dem Springen Neunter war. Da das Tempo an der Spitze gemächlich blieb, kam sogar Kircheisen noch einmal ins Geschäft. Der Routinier, mit 1:21 Minuten Rückstand gestartet, lieferte eine tolle Aufholjagd und schaffte bei Kilometer 7,5 den Anschluss.

Kurz vor Schluss forcierte dann Rydzek, der schon am vergangenen Freitag in Lahti ganz oben auf dem Podest gestanden hatte, das Tempo. Selbst Graabak, der von den Fans lautstark angetrieben wurde, vermochte dem Allgäuer nicht zu folgen. „Johannes ist schon die gesamte Saison sehr beständig. Er hat noch die nötige Frische und Power“, sagte Ackermann.

Für Rydzek zahlt sich die Spätform aus, kassierte er doch allein in den letzten drei Wettbewerben 20 000 Schweizer Franken an Prämien. Zeit zum Feiern blieb ihm jedoch nicht, denn schon am Abend hob der Flieger gen Oslo ab. Am Holmenkollen will Rydzek beim Klassiker an diesem Samstag erneut glänzen.

dpa

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