Entthronter Weltmeister Tschechien tröstet sich mit Bronze

Tschechien Eishockey WM
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Freude auch über Bronze: Tschechiens Eishockey-Team bezwang Russland im Spiel um Platz 3.

Bratislava - Der entthronte Weltmeister Tschechien hat sich bei der WM in der Slowakei mit Bronze getröstet. Russland verlor das Spiel um Platz 3.

Das Team um Altstar Jaromir Jagr setzte sich im kleinen Finale gegen den Rekordchampion Russland mit 7:4 (2:3, 3:1, 2:0) durch. Es war bereits der 20. dritte Platz für den zwölfmaligen Titelträger. Die Russen mit dem enttäuschenden Superstar Alexander Owetschkin blieben erstmals unter Trainer Wjatscheslaw Bykow bei einer WM ohne Medaille. In den vier Jahren zuvor hatten sie zweimal Gold sowie je einmal Silber und Bronze gesammelt.

„Wir waren klar die beste Mannschaft hier“, sagte der dreifache Torschütze Roman Cervenka, „aber leider haben wir zur falschen Zeit einen schlechten Tag gehabt.“ Im Halbfinale waren die zuvor überragenden Tschechen überraschend mit 2:5 an Schweden gescheitert.

„Es war eine unglückliche WM für uns, obwohl wir einen der besten Spieler hatten“, sagte Bykow und fügte mit Blick auf Superstar Owetschkin, der nicht einen einzigen Scorerpunkt verbuchte, hinzu: „Ich glaube, Alexander ist selbst nicht froh über seine Leistung. Aber einer alleine ist nicht verantwortlich. Wir haben viele Fehler gemacht, obwohl alle Spieler sehr erfahren sind.“

Frei von taktischen Zwängen boten die alten Rivalen den 9283 Zuschauern in der Ondrej Nepela Arena ein Offenivspektakel. Bei der frühen Führung der Tschechen durch Cervenka war noch Glück im Spiel, als Fjodor Tjutin den Puck ins eigene Tor bugsierte (4.). Dann ging es drunter und drüber, als binnen 57 Sekunden drei Tore fielen: Torjäger Ilja Kowaltschuk und Verteidiger Dimitri Kulikow drehten innerhalb von 15 Sekunden das Spiel (10.), doch Petr Prucha glich postwendend aus (11.).

Mit seinem zweiten Tor brachte Kowaltschuk erstmals die Russen in Führung (19.), die währte jedoch nicht lange. Prucha traf zum 3: 3 (23.). Dann gewann Cervenka ein Laufduell mit Verteidiger Witali Atjuschow, spielte auch noch Torwart Konstantin Barulin aus, und prompt lag der Rekordweltmeister wieder hinten (31.).

Glück hatte Barulin, als Tomas Rolinek nur zwei Minuten später die Latte traf. Beim 5:3 der Tschechen war der Torhüter machtlos, nach dem dritten Treffer von Cervenka flogen die Mützen aufs Eis, um den Hattrick des Russland-Legionärs zu feiern (36.). Wladimir Tarasenko machte es noch einmal spannend (37.), ehe Jan Marek für die Entscheidung sorgte (47.). Tomas Plekanec traf zudem ins leere Tor (59.).

sid

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