DSV-Adler zeigen ihr gutes Gesicht

Freund und Co. in Lahti Zweiter - Norwegen siegt

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Markus Eisenbichler griff bei der Landung seines zweiten Sprungs in den Schnee.

Lahti - Die deutschen Skispringer um Weltmeister Severin Freund haben sich nur eine Woche nach dem Absturz im WM-Teamwettbewerb von Falun zurückgemeldet.

Im finnischen Lahti wurde das DSV-Quartett beim vorletzten Mannschaftsspringen der Saison Zweiter und zeigte dabei ein ganz anderes Gesicht als beim fünften Platz in Schweden.

„Das war heute ein guter Wettkampf“, sagte Freund (Rastbüchl) im ZDF, nachdem sich der deutsche Vierer nur Team-Weltmeister Norwegen hatte geschlagen geben müssen: „Wenn wir mit einem “Rodler' vom Markus und einer schlechten Landung von mir im zweiten Durchgang Zweiter werden, können wir durchaus zufrieden sein.„

Der `Rodler“ von Markus Eisenbichler (Siegsdorf) im zweitem Sprung hatte das DSV-Quartett alle Siegchancen gekostet, der Aufsteiger der Saison musste bei der Landung in den Schnee greifen und erhielt deutliche Abzüge. „Ich habe bei der Landung ein bisschen verschnitten“, sagte der 23-Jährige: „Das ist total ärgerlich, das ist mir ewig nicht mehr passiert. Das nervt mich.“

Mit 1040,2 Punkten lagen Richard Freitag (Aue/123,5+124,0 m), Marinus Kraus (Oberaudorf/121,0+120,5), Eisenbichler (121,0+122,5) und Freund (127,5+125,0) somit letztlich klar hinter den Norwegern (1069,1). Platz drei ging an Japan (1031,7). Kraus war nach der WM-Pleite als einziger Springer neu ins Team gerückt, für ihn blieb Routinier Michael Neumayer (Berchtesgaden) draußen.

Zur Halbzeit hatte das deutsche Team noch knapp vor den Norwegern in Führung gelegen, die Auswahl der Skandinavier um Normalschanzen-Weltmeister Rune Velta sprang in der Folge aber erneut fehlerfrei - auch ohne Eisenbichlers Rodel-Einlage hätte es für Deutschland wohl kaum zum Sieg gereicht.

Die Schützlinge von Bundestrainer Werner Schuster haben dennoch eine eindrucksvolle Bilanz in den Teamspringen der Weltcup-Saison vorzuweisen. In Klingenthal und Zakopane gewannen sie, in Willingen und nun in Lahti gab es Platz zwei. Nur beim Saisonhöhepunkt in Falun blieb der deutsche Erfolgsvierer hinter den Erwartungen zurück.

Am Sonntag (14.00 Uhr/ZDF und Eurosport) steht in Lahti ein Einzelwettkampf an. Für Freund beginnt damit die heiße Phase im Kampf um den Gesamtweltcup. „Der bedeutet mir sehr viel, denn damit wird die Leistung über eine gesamte Saison gewürdigt“, sagte Freund. Hinter dem Slowenen Peter Prevc (1265) und dem Österreicher Stefan Kraft (1208) geht Freund (1163) als Dritter in die letzten sieben Springen.

SID

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