DSV-Adler wollen bei Tournee in die Top Ten

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Severin Freund hofft auf eine gute Vierschanzentournee.

Engelberg - Die deutschen Skispringer haben sich in Engelberg zwar ohne Podestplatzierung in die Weihnachtspause verabschiedet, trotzdem ist die Vorfreude auf die Vierschanzentournee riesig.

Während sich Severin Freund und Richard Freitag auf besinnliche Tage bei ihren Familien freuen, hat für Werner Schuster längst die Vierschanzentournee begonnen. „Sie geht eigentlich schon vor dem ersten Weltcup in Kuusamo los, nicht erst in Oberstdorf“, sagt der Skisprung-Bundestrainer: „Die ganze Zeit ist sehr wichtig für ein gutes Ergebnis.“

Seine DSV-Adler scheinen die Worte verinnerlicht zu haben und zeigten sich bis zur Generalprobe in Engelberg zwölf Tage vor dem Auftaktspringen in Oberstdorf in guter Form. Nachdem beim Saison-Highlight (29. Dezember bis 6. Januar) im Vorjahr keine Top-Ten-Platzierung gelungen war, schicken sich in Freund (Rastbüchl) und Freitag (Aue) nun zwei Springer an, weit vorne zu landen.

„Wir haben zum ersten Mal die komfortable Situation, mit zwei Athleten vorn mitspringen zu können. Das ist äußerst positiv“, sagte Schuster, der seinen beiden jungen Vorfliegern aber keinen Druck macht.

Auch in Engelberg lief nicht alles rund, und so landete Freitag eine Woche nach seinem ersten Weltcupsieg zunächst „nur“ auf Rang 17 und vergab einen Tag später eine fast sichere Podestplatzierung mit einer schlechten Landung. „Die Sprünge stimmen, das ist das Wichtigste. Ich gehe mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause“, sagte Freitag nach Rang sechs.

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Elise Christie (Großbritannien, Shorttrack) © Getty for Adidas
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Tanith Belbin (Kanada, Eiskunstlauf) © Getty
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Gretchen Bleiler (USA, Snowboard) © AP
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Julia Mancuso (USA, Ski Alpin) © Getty
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Lindsey Vonn (USA, Ski Alpin) © dpa
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Jessica Dubé (Kanada, Eiskunstlauf) © AP
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Tessa Virtue (USA, Eiskunstlauf) © Getty
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Freund landete nach Platz sechs am Samstag im zweiten Wettbewerb auf Rang 18. „Davon geht die Welt nicht unter. Ich weiß, was ich falsch gemacht habe“, sagte der zweimalige Weltcupsieger: „Für die Tournee komme ich nicht ins Zweifeln. Ich weiß, dass ich mein Potenzial abrufen kann.“

Das konnten in der Schweiz überraschend auch Team-Olympiasieger Stephan Hocke (Schmiedefeld/Ränge 19 und 18) und Maximilian Mechler (Isny/Platz 21 und 15). „Super, dass mein System funktioniert“, sagte Hocke: „So kann es bei der Tournee gern weitergehen.“

Abzuwarten bleibt, wie sich Altmeister Martin Schmitt bis Jahresende in Form bringen kann. Der 33-Jährige gehörte in Engelberg nicht zum DSV-Aufgebot, wird aber in Oberstdorf dabei sein und soll im Herbst seiner Karriere noch einmal Akzente setzen.

„Deutschland ist hungrig auf Skispringen“, sagt Schuster. Zehn Jahre nach dem Triumph von Sven Hannawald, der 2001/2002 alle vier Springen gewann, will aber niemand vom Tourneesieg sprechen. „Ich habe erst einen Weltcup gewonnen, da muss man realistisch bleiben“, sagt der 20 Jahre alte Freitag, der unter die besten Zehn kommen will. Freund schielt zwar in Richtung Podium, von einem Triumph will auch der 23-Jährige nicht sprechen.

Im Vorjahr landete Michael Uhrmann als bester Deutscher direkt vor Freund auf dem elften Rang. „Jetzt freuen wir uns darauf, angreifen zu können“, sagt Schuster.

Dafür soll nach zwei Trainingstagen zuhause bei den Familien Kraft getankt werden. Freitag: „Die Geschenke werden unter dem Baum liegen. Ich freue mich auf ein paar besinnliche Tage.“ Genau wie Zimmerkollege Freund: „Da ist dann hoffentlich mal wenig Skispringen angesagt.“ Denn davon steht anschließend wieder ausreichend auf dem Programm.

SID

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