Paralympics-Star Schaffelhuber

Schön und erfolgreich: Münchens Gold-Heldin

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Anna Schaffelhuber, hier bei einer Gala.

Sotschi - Zweites Rennen, zweites Gold: Anna Schaffelhuber, die aus Regensburg stammt und in München wohnt, avanciert zum Star bei den Winter-Paralympics in Sotschi.

Sexy, schlau und super schnell: Anna Schaffelhuber rast der Konkurrenz bei den Winter-Paralympics mühelos davon und avanciert zum Star von Sotschi. Die Monoski-Rennfahrerin rockte nach der Abfahrt auch den Super-G und wurde im Ziel von den 7500 Zuschauern im ausverkauften Alpin-Stadion von Rosa Chutor frenetisch gefeiert.

„Anna wird eine ganz Große, da bin ich sicher“, sagt Friedhelm Julius Beucher, Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS): „Sie ist ja noch sehr jung, ihre Entwicklung noch längst nicht am Ende. Aber trotzdem bringt sie diese Coolness mit. Sie ist bodenständig und sympathisch.“

Schaffelhuber ist nicht nur sympathisch, sondern auch super schnell, intelligent und sieht blendend aus. Ihr Lächeln begeistert die Fans, Schaffelhuber bringt alles mit, um nach dem Rücktritt von Verena Bentele zum neuen Covergirl des deutschen Behindertensports aufzusteigen. „Der Rummel ist schon ungewohnt“, sagt sie, „aber natürlich ist die Aufmerksamkeit auch schön.“

Die erst 21 Jahre alte Athletin kam mit einer Querschnittlähmung auf die Welt. „Bei manchen wurde die Ursache gefunden, bei mir nicht. Aber es interessiert mich auch nicht. Es würde sich nichts ändern, wenn ich es wüsste“, sagt Schaffelhuber, die in München Jura studiert. Ihre Behinderung hat die vierfache Weltmeisterin nie als solche empfunden. „Ich kann alles machen, was meine Freunde auch können“, sagte sie der Bild-Zeitung: „Ich hadere mit nichts. Das ist eine Einstellungssache zum Leben.“

Schon mit fünf Jahren düste sie die Hänge in ihrer Heimat Bayern herunter. „Wo ist der Unterschied, ob ich die Straße entlangrolle oder laufe? Oder auf einem oder zwei Ski den Berg runterfahre?“, sagt die Bayerbacherin, die zum Ausgleich Querflöte spielt, wenn sie einmal nicht trainiert: „Für mich wird die Behinderung durch die Gesellschaft gemacht, wenn ich durch Treppen behindert werde oder auf meine Behinderung hingewiesen werde.“

In Sotschi kann das Golden-Girl nun zum Star werden. Die Konkurrenz glaubt nicht mehr daran, dass sich Schaffelhuber noch aufhalten lässt. „Es wäre eine sehr große Überraschung, wenn sie hier nicht fünf Mal Gold holt“, sagt ihre Rivalin Claudia Lösch. Die Österreicherin holte hinter Schaffelhuber Silber im Super-G - mit mehr als zwei Sekunden Rückstand.

Bis zum Sonntag stehen für die Überfliegerin noch Starts in der Super-Kombination, dem Slalom und Riesenslalom auf dem Programm. Erst danach hat Schaffelhuber Zeit zum Durchschnaufen und vielleicht einen Urlaub - in ihrem Lieblingsland Neuseeland.

sid

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