Nach zwei von vier Läufen

Rodeln: Loch übernimmt Führung

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Felix Loch liegt in Führung.

Sotschi - Gold-Hoffnung Felix Loch ist am ersten Tag seines Olympia-Rennens seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Mit einem fulminanten zweiten Lauf setzte er sich zur Halbzeit an die Spitze.

Nach leichten Anlaufschwierigkeiten hat Rodel-Olympiasieger Felix Loch bei den Winterspielen in Sotschi Kurs auf seinen zweiten Gold-Triumph genommen. Der 24-Jährige aus Berchtesgaden verdrängte am Samstag im zweiten Lauf auf der Olympia-Eisrinne von Krasnaja Poljana den führenden Russen Albert Demtschenko auf den zweiten Platz. Bei knapp drei Zehntelsekunden Vorsprung darf Loch nun am Sonntag auf seinen zweiten Coup bei Winterspielen hoffen.

Den dritten Platz erreichte der zweimalige Olympiasieger Armin Zöggeler. Der Italiener fährt mit bereits deutlichem Rückstand seiner sechsten Medaille bei Winterspielen entgegen. Andi Langenhan verbesserte sich im zweiten Durchgang und hat als Vierter mit mehr als einer Sekunde hinter Loch zumindest noch Bronzechancen. David Möller liegt hingegen außerhalb der Top 10 abgeschlagen zurück.

Mit gelöstem Gesichtsausdruck winkte Loch als Führender in die TV-Kameras und zeigte den erhobenen linken Daumen. „Im ersten Lauf waren ein paar Kleinigkeiten drin, die nicht optimal waren. Der zweite Lauf war dann richtig ok“, analysierte der viermalige Weltmeister, der sich noch nicht in Sicherheit wähnte: „Allerdings hatte Albert auch einen richtigen Bock.“ In der Pause hatte sich der bekennende FC-Bayern-Fan über dem Zwischenstand der Münchner in der Bundesliga-Partie beim 1. FC Nürnberg informieren lassen.

Vor vier Jahren bei seinem Gold-Coup von Vancouver hatte Loch die gesamte Konkurrenz im ersten Durchgang mit einem fulminanten Bahnrekord geschockt. Im Flutlicht-Rennen im Sanki Sliding Center lief es zunächst aber nicht ganz nach Plan. Der viermalige Weltmeister leistete sich in Lauf eins mehrere kleine Fehler und musste sich erst einmal mit 15 Tausendstelsekunden Rückstand hinter dem 42 Jahre alten Russen einreihen. Lochs Mentor Georg Hackl quittierte den überraschenden Zwischenstand mit einem alles andere als glücklichen Gesichtsausdruck.

Doch in Durchgang zwei durfte der dreimalige Olympiasieger, der inzwischen Loch und Co. als Trainer zur Seite steht, entspannter dreinschauen. Sein Schützling setzte sich mit einem fulminanten Lauf im Zwischenklassement vor den Olympia-Zweiten Demtschenko. Allerdings hat auch der russische Altmeister trotz mehrerer Rutscher im zweiten Lauf bei seinen Heimspielen am Sonntag noch Chancen auf sein erstes Olympia-Gold.

Anders als Loch kamen die beiden anderen deutschen Medaillen-Hoffnungen zunächst nicht richtig in Fahrt: Der Olympia-Zweite Möller war am Start zwar wie gewohnt stark, doch der Thüringer leistete sich wie schon im Training in der Bahn mehrere Fehler. „Ich hätte mir gewünscht, ernsthafter in den Medaillenkampf eingreifen können. Jetzt hilft nur noch ein Bierchen über Nacht“, sagte Möller und sprach von einem „verkorksten Rennen“.

Tempo-Freak Langenhan nahm dann aber im zweiten Durchgang wie erhofft Fahrt auf. „Wir wurden etwas überrascht von den Eisverhältnissen. Sie waren weicher als erwartet“, berichtete er. Mit knapp drei Zehntelsekunden Rückstand auf Zöggeler machte Langenhan sich noch Hoffnungen auf den dritten Platz: „Der ist noch in greifbarer Nähe.“

dpa

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