Mission erfüllt

Olympia-Gold für Kombinierer Eric Frenzel

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Eric Frenzel (vorne) jubelt bei seinem Zieleinlauf, dahinter der geschlagene Japaner Akito Watabe.

Krasnaja Poljana - Eric Frenzel hat sich zum Kombinations-König von Sotschi gekrönt und gleich im ersten olympischen Wettkampf das erwartete Gold geholt.

Mit einem Traumsprung und einer taktischen Meisterleistung in der Loipe ließ der Weltmeister der Konkurrenz keine Chance und hat nach seinem ersten Olympiasieg im Alter von nur 25 Jahres alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.

Für Frenzel könnte es der Auftakt olympischer Festspiele gewesen sein: Im Einzel von der Großschanze am Dienstag ist der Sachse ebenso Topfavorit wie zwei Tage später mit dem deutschen Team im Mannschafts-Wettbewerb. Drei Olympiasiege in einem Jahr hat noch kein Kombinierer gefeiert, als einzigem deutscher Wintersportler gelang dieses Kunststück Biathlet Michael Greis 2006 in Turin.

Frenzel ist fünfter deutscher Kombinations-Olympiasieger im Einzel. Zuvor hatten Georg Thoma (1960), Franz Keller (1968), DDR-Athlet Ulrich Wehling (1972, 1976, 1980) und Georg Hettich (2006) triumphiert.

Hinter Frenzel sicherten sich der Japaner Akito Watabe und Magnus Krog (Norwegen) Silber und Bronze. Johannes Rydzek (Oberstdorf), Fabian Rießler (Breitnau) und Tino Edelmann (Zalla-Mehlis) landeten auf den Plätzen sechs, acht und neun.

Bei frühlingshaften Temperaturen zeigte sich Frenzel am Fuße der kaukasischen Berge in der Form, die ihn in der olympischen Saison zu sieben Weltcupsiegen geführt hatte. Schon im Springen demonstrierte „Effe“ seine ganze Stärke, sorgte mit 103,0 m für die Tagesbestweite und sicherte sich damit die Spitzenposition für den abschließenden Langlauf.

Eric Frenzel ist ein Musterschüler ohne Allüren

„Ein Hund ist er schon, dass er so einen raushaut“, sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch: „Aber es ist bei den geringen Abständen noch nichts gewonnen. Das wird spannend, ich bin richtig nervös.“ Der zweitplatzierte Japaner Watabe hatte sechs Sekunden Rückstand, Edelmann (6.) und Rydzek (12.) lagen ebenfalls noch auf Schlagdistanz zu den Medaillen.

Auf der sehr selektiven Strecke mit Start und Ziel im Sprungstadion ließ Frenzel zügig Watabe auflaufen, beide arbeiteten in der Folge perfekt zusammen und hielten die große Verfolgergruppe mit den drei anderen Deutschen auf rund 20 Sekunden Abstand. In den Abfahrten wurde dabei deutlich, dass Frenzel einen richtig guten Ski hatte.

Bis kurz vor dem Ziel ließ Frenzel seinen japanischen Gefährten mithalten, dann zündete er seinen berühmten Turbo - und wurde mit Überqueren der Ziellinie endgültig zu einem der Größten in der Geschichte seiner Sportart.

Triumphator Frenzel ist der Gegenentwurf zur mitunter grellen, extrovertierten Sportler-Generation, ein Musterschüler ohne Allüren. Bundestrainer Weinbuch lobte den jungen Familienvater in Sotschi als „total gefestigten“ Sportsmann: „Er ist immer noch der gleiche, ruhige, lustige Bursche, der unheimlich hilfsbereit ist und sehr wichtig für das Team. Ich kann nur positiv über ihn sprechen, das hat sich auch null geändert“, sagte Weinbuch.

SID

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