Nur zwei DTB-Herren weiter

US Open: So verlief Tag zwei für die Deutschen

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Philipp Kohlschreiber musste aufgeben.

New York - 18 deutsche Tennisprofis standen im Hauptfeld der US Open. Acht haben es in die zweite Runde geschafft. Bei den Herren lief's wieder einmal nicht so gut. Nur ein Bruderpaar kam weiter.

Die deutschen Herren haben am zweiten Tag der US Open für zahlreiche Enttäuschungen gesorgt. Von den anfangs acht Männern aus dem Aufgebot des Deutschen Tennis Bundes haben es beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison nur zwei in die zweite Runde geschafft.

Einen Tag nach dem Aus von Dustin Brown scheiterten am Dienstag in New York auch die Routiniers Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer und Benjamin Becker sowie Daniel Brands und Jan-Lennard Struff. In der zweiten Runde stehen nur das 19 Jahre alte Top-Talent Alexander Zverev und dessen zehn Jahre älterer Bruder Mischa.

Bei den Damen folgten Annika Beck, Julia Görges und Laura Siegemund dem am Eröffnungstag erfolgreichen Trio aus Angelique Kerber, Andrea Petkovic und Carina Witthöft in die nächste Runde. Insgesamt fällt die Auftaktbilanz für den DTB gemischt aus: Acht von 18 Profis sind weiter, zehn nach den ersten Partien schon wieder draußen.

Eine starke Vorstellung zeigte am Dienstag Julia Görges gegen Yanina Wickmayer. Die Weltranglisten-38. aus Belgien hatte im Juli noch das Hartplatz-Turnier in Washington gewonnen. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Vorstellung gegen eine unangenehme Gegnerin“, sagte die 27-Jährige aus Bad Oldesloe nach dem überzeugenden 6:3, 6:2-Erfolg.

Im Kampf um den Einzug in die dritte Runde trifft Görges am Donnerstag auf die frühere Weltranglisten-Erste und zweimalige US-Open-Siegerin Venus Williams. „Wenn ich so spiele wie heute, habe ich auch gegen sie eine gute Chance. Ich weiß, ich habe das Zeug, sie zu schlagen“, sagte die Nummer 64 der Tennis-Welt selbstbewusst und ergänzte schmunzelnd: „Es ist schön, bei den US Open in New York gegen eine Amerikanerin mit so einem Nachnamen zu spielen.“

Venus' jüngere Schwester Serena erledigte ihre Erstrunden-Pflichtaufgabe in der Night Session souverän. Die Weltranglisten-Erste und 22-malige Grand-Slam-Siegerin setzte sich gegen die Russin Jekaterina Makarowa mit 6:3, 6:3 durch.

Siegemund drehte nach einem Satzrückstand noch die Partie gegen die Rumänin Patricia Maria Tig. Die Weltranglisten-27. kam zu einem schwer erkämpften 3:6, 6:3, 6:2-Erfolg und spielt jetzt in einem weiteren deutsch-amerikanischen Duell gegen Nicole Gibbs. Beck bezwang die argentinische Qualifikantin Nadia Podoroska 7:6 (8:6), 6:3 und bekommt es nun mit Jelena Wesnina aus Russland zu tun.

Qualifikantin Antonia Lottner dagegen scheiterte bei ihrem Grand-Slam-Debüt an Vania King aus den USA mit 6:7 (2:7), 3:6 und schied als vierte deutsche Spielerin nach Sabine Lisicki, Mona Barthel und Anna-Lena Friedsam am Vortag aus.

So stöhn ist das Damen-Tennis! Wir zeigen die lautesten Spielerinnen

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Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
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Hier sehen Sie die Queen des lauten Schreis: Maria Scharapowa. © Getty
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Die schöne Russin bringt es auf unfassbare 101 Dezibel. Das entspricht einer lauten Motorsäge und liegt knapp unter der Schmerzgrenze - für manche ihrer Gegnerinnen auch deutlich darüber. © Getty
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Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
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Doch sie ist bei weitem nicht die einzige Spielerin, die grunzt, schreit oder stöhnt. © Getty
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Dinara Safina, die Schwester von Marat Safin, unterstrich ihre Schläge oft mit einem Ä-Ton. © Getty
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Auch Elena Dementieva gab gern Laute von sich, die vor allem männliche Fans grübeln ließen © Getty
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Obacht, gleich kommt's! © Getty
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Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
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Denn auch bei wahren Kraftpaketen wie den Williams-Schwestern, hier Venus, geht es lautstark zur Sache © Getty
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Serena steht ihrer Schwester auch da in nichts nach. © Getty
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Duelle unter den Schwestern sind ein wahrer Ohrenschmaus. © Getty
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Andrea Petkovic (l.) kann nicht nur gut tanzen, nein, ...  © Getty
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... vor ihren Siegen gibt sie lautstark alles! © Getty
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Auch Victoria Azarenka konnte glatt als Sirene durchgehen. © Getty
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Michelle Larcher de Brito schlug sie alle! Zwar nicht im Tennis, sondern im Schreien. © Getty
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Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
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Und wer hat's erfunden? Hier sehen Sie die Mutter des Stöhnens, Monica Seles. © Getty
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Schon in ihren Duellen mit Steffi Graf ging sie deutschen Zuschauern damals gehörig auf den Zeiger. © Getty
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Kommen wir zu den tieferen Tonlagen. © Getty
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Francesca Schiavones Urschreie waren deutlich tiefer als die der Konkurrenz. © Getty
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Und jetzt kommen wir zu den ganz tiefen Tönen. Denn wer denkt, dass nur Frauen stöhnen, liegt falsch. © Getty
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Die weltbesten Männer tun's auch, zum Beispiel Novak Djokovic. © Getty
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Oder Rafael Nadal, der seine Schläge ebenfalls akustisch untermalt © Getty
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Genau so! Roger Federer ist übrigens mucksmäuschenstill. © Getty
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Auch bei den Männern gibt es zwei Ur-Stöhner. © Getty
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... und Andre Agassi.  © Getty
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Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

Der deutsche Bundestrainer Michael Kohlmann steht nun vor der schwierigen Aufgabe, ein Team für das Davis-Cup-Relegationsspiel gegen Polen Mitte September zu finden. Hinter dem Einsatz des verletzten Kohlschreiber steht ein großes Fragezeichen. Alexander Zverev ließ sein Mitwirken - zumindest offiziell - offen.

„Es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen. Mit mir hat noch keiner geredet“, sagte der 19-Jährige. Dass er auf dem ungeliebten Sand dabei sein wird, gilt aber als sehr unwahrscheinlich.

dpa

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