French Open

Ein Traum wird wahr: Friedsam fordert Vorbild Williams

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Ein Traum wird wahr: Anna-Lena Friedsam fordert Vorbild Williams.

Paris - Anna-Lena Friedsam hat sich in Paris einen Kindheitstraum erfüllt: ein Match gegen Serena Williams. Bisher kannte Friedsam den Superstar aus den USA nur aus dem Fernsehen.

Bislang hat Anna-Lena Friedsam nur eine vage Vorstellung davon, was im größten Match ihrer jungen Karriere auf sie zukommt. „Man hört, sie hat unfassbare Schläge“, sagt Friedsam, „aber ich weiß ja nicht, wie sich das auf der anderen Seite anfühlt. Ich kenne Serena Williams ja nur aus dem Fernsehen.“

Das wird sich am Donnerstag in der zweiten Runde der French Open in Paris ändern. Dann wird sie live und in ihrer ganzen Pracht vor ihr stehen: der Superstar aus den USA, dekoriert mit 19 Grand-Slam-Titeln und auf dem besten Weg, Steffi Graf als erfolgreichste Spielerin der modernen Tennis-Geschichte abzulösen.

„Ich habe schon nach der Auslosung an Serena gedacht“, gab die 21 Jahre junge Friedsam nach dem 6:2, 4:6, 6:4 gegen Williams' Landsfrau Alexa Glatch zu. Es war ihr erster Erfolg bei einem der vier Majors - und die Erfüllung eines Traums: „Jeder Profi sollte einmal gegen solch einen Champion spielen. Sie ist mein Vorbild, seitdem ich auf der Tour bin.“

Friedsam gehört zur zweiten Garde des deutschen Frauentennis, gemeinsam mit Carina Witthöft, Annika Beck und Antonia Lottner soll sie irgendwann Kerber, Petkovic und Co. beerben. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, den sie seit knapp zwei Monaten mit ihrem neuen Trainer Sascha Müller geht. Gemeinsam arbeiten sie am Gesamtpaket: Schläge, Beweglichkeit, Selbstvertrauen. „Ich könnte noch klarer meine Stärken ausspielen“, sagt Friedsam und meint ihr kompromissloses Angriffstennis.

Damit will sie auch Williams (33) unter Druck setzen, sie habe ja nichts zu verlieren. „Und wenn sie ins Laufen kommt“, meint Friedsam, „ist sie ja auch gar nicht mehr so stark“. Letztlich gibt es sowieso keinen besseren Grand-Slam-Ort als Roland Garros, um der Weltranglistenersten zu begegnen. Auf der roten Asche in Paris hat Williams „erst“ zweimal (2002 und 2013) gewonnen. „Die Nervosität wird mich sicher nicht lähmen, ich gehe ins Match, um Spaß zu haben“, sagte Friedsam.

Williams dagegen geht mit der Hoffnung ins Match, schnell wieder im heimischen Apartment an der Seine zu sein. Sie kümmert sich kein bisschen um die junge deutsche Außenseiterin auf der anderen Seite des Netzes. „Ich weiß nichts über sie“, sagte Williams bei der Pressekonferenz nach ihrem lockeren Auftaktsieg über die Tschechin Andrea Hlavackova (6:2, 6:3): „Und wenn ihr mir einen Gefallen tun könntet: erzählt mir nichts von ihr.“

sid

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