Tour de France: Cavendish erneut nicht zu schlagen

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Mark Cavendish

Gueugnon - Sprint-Ass Mark Cavendish hat die 6. Etappe der Tour de France gewonnen und damit seinen zweiten Erfolg hintereinander eingefahren.

Zweiter Streich von Mark Cavendish: Innerhalb von 24 Stunden hat der Überflieger des Vorjahres alle Zweifel an seiner Form ausgeräumt und im Massensprint in Gueugnon alle Rivalen in die Schranken gewiesen. Auf dem Weg in die Alpen wiederholte der 25 Jahre alte Brite seinen Etappensieg vom Vortag.

Damit schraubte der als Heißsporn verschriene Radprofi aus dem Columbia-Rennstall seine Ausbeute bei der Tour de France auf 12 Tagessiege und zog mit seinem Lehrmeister und deutschen Rekordhalter Erik Zabel gleich. “Die Jungs haben perfekt gearbeitet. Am Ende war es sehr hart. Denn wir haben heute 2000 Meter gemacht, das glaubt man nicht“, lobte der Brite sein Team.

Cavendish, bei dem offensichtlich der Knoten geplatzt ist, entschied die mit 227,5 Kilometern längste Tour-Etappe im Massensprint vor dem Amerikaner Tyler Farrar, der bei einem Sturz zum Tour-Auftakt einen Haarriss im Handgelenk erlitt, und Altmeister Alessandro Petacchi (Italien) für sich. Zabel war im Ziel mit einem Küsschen auf die Wange wieder Cavendishs erster Gratulant. “Gestern hat sich seine Blockade gelöst. Das war heute eine ganz starke Arbeit des Teams“, lobte Zabel.

Diesmal kam der Milram-Sprinter Gerald Ciolek dem Tagessieger nicht so gefährlich nahe wie am Vortag in Montargis, wo der Pulheimer auf Rang zwei durchs Ziel geschossen war. Ciolek landete diesmal auf dem fünften Platz. In der Zielpassage mit zwei gefährlichen Stellen leistete HTC Columbia für ihren Sprint-Chef wieder vorbildliche Arbeit. Als letzter Anfahrer entließ Mark Renshaw Cavendish 200 Meter vor dem Ziel in den Windschatten. Der 25 Jahre alte Brite ließ keinen mehr an sich vorbei und ist für seinen Teamkollegen Tony Martin “ab jetzt im Sprint nicht mehr zu schlagen“.

Das interne Match zwischen den beiden schnellsten Männern im Peloton der Tour 2010, Cavendish und Petacchi, steht jetzt 2:2. Im Vorjahr gewann Cavendish sechs Etappen - diese Rate wird er in diesem Jahr allerdings kaum noch schaffen. Seinen Traum vom Grünen Trikot, das Zabel sechsmal bis nach Paris trug, hat er noch nicht ausgeträumt. “Bei dem starken Wind war die Sprintvorbereitung heute sehr schwierig - aber es hat super geklappt“, meinte Cavendish.

Wahrscheinlich zum letzten Mal änderte sich im Gesamtklassement nichts. Auf der ersten Alpenetappe an diesem Samstag wird mit erheblichen Verschiebungen gerechnet. Der Schweizer Fabian Cancellara beendete die sechste Etappe am Freitag bei drückend schwüler Witterung im Gelben Trikot und weiter 23 Sekunden Vorsprung vor dem Briten Geraint Thomas. Weltmeister Cadel Evans (Australien), schon zweimal Zweiter der Tour, liegt mit 39 Sekunden Rückstand auf dem dritten Platz. Bester deutscher Profi auf dem 21. Platz bleibt Cavendishs Teamkollege Tony Martin aus Eschborn.

Auch die sechste Etappe lief wieder unter ähnlicher Regie wie an den vorangegangenen Tagen. Früh bildete sich eine Ausreißergruppe, die im Finale der Tempoarbeit der Verfolger nicht stand hielt. Drei Fahrer, unter ihnen der Erfurter Sebastian Lang, hatten sich wenige Minuten nach dem Startschuss abgesetzt. Zehn Kilometer vor dem Ziel übernahmen wieder die Teams der aussichtsreichen Sprinter das Kommando.

dpa

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