Boris-Becker-Schützling

Djokovic gewinnt zum fünften Mal die Australian Open

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Seriensieger Novak Djokovic

Melbourne - Andy Murray hat seinen Melbourne-Fluch gegen Novak Djokovic nicht stoppen können. Der Weltranglisten-Erste aus Serbien triumphierte zum fünften Mal bei den Australian Open.

Novak Djokovic hat zum fünften Mal nach 2008, 2011, 2012 und 2013 die Australian Open gewonnen. Der von Boris Becker trainierte Serbe setzte sich am Sonntag im Endspiel gegen den Schotten Andy Murray mit 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:3, 6:0 durch und feierte seinen insgesamt achten Titel bei einem Grand-Slam-Turnier.

„Danke an mein Team, das mich in guten und schlechten Zeiten unterstützt“, sagte der 27-Jährige bei der Siegerehrung und wünschte seinem Kontrahenten und dessen Verlobter Kim Sears „eine wunderschöne Hochzeit und viele Kinder“. Nach einem hochklassigen Finale über 3:39 Stunden nutzte der Weltranglisten-Erste vor 15 000 begeisterten Zuschauern in der Rod-Laver-Arena seinen zweiten Matchball.

Im 24. Vergleich mit dem Olympiasieger war es der 16. Sieg für Djokovic und der fünfte nacheinander. Für seinen Titel kassiert der 27-Jährige ein Preisgeld von umgerechnet rund 2,1 Millionen Euro. Murray kann sich mit 1,1 Millionen Euro trösten. In Melbourne bleibt er damit sieglos gegen seinen nur eine Woche jüngeren Kontrahenten. Wie schon 2011 und 2013 unterlag Murray dem am Ende stärkeren Djokovic im Endspiel. 2012 hatte er im Halbfinale verloren.

„Glückwunsch an Novak, es ist ein unglaublicher Rekord. Er hat es verdient“, sagte Murray. Djokovic gelangen als erstem Spieler in der Geschichte des Profi-Tennis fünf Australian-Open-Siege.

Zweieinhalb Sätze lang lieferten sich die Nummer eins und die neue Nummer vier der Welt ein Spektakel auf Augenhöhe. 72 Minuten dauerte der erste Satz, 80 Minuten der zweite. Djokovic-Coach Becker und Murray-Trainerin Amélie Mauresmo verfolgten das Match mit angespannten Mienen. Als der Serbe beim Stand von 3:3 im dritten Satz einen Breakball abwehrte, animierte er die Fans mit auslandenden Handbewegungen zu mehr Spektakel. Wenig später nahm er Murray das Aufschlagsspiel zum 5:3 ab - was der Wimbledonsieger von 2013 und US-Open-Champion von 2012 mit einem wütenden Schlägerhämmern quittierte. Beim Seitenwechsel fluchte er „So unnötig, so unnötig“.

Im vierten Satz schwanden bei Murray dann die Kräfte, Djokovic erhöhte noch einmal Tempo und Aggressivität. Wirkte der Jung-Vater bei seinem mühsamen Halbfinalsieg gegen Titelverteidiger Stan Wawrinka noch unkonzentriert und körperlich labil, ließ er nun seinem Gegenüber keine Chance mehr. Nach nur weiteren 28 Minuten pustete er einmal kräftig durch, reckte beide Arme in die Höhe und schickte einen Handkuss in Richtung Spielerbox. Für das Duo Becker-Djokovic war es der zweite gemeinsame Grand-Slam-Titel nach Wimbledon 2014.

dpa

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