"Will nicht mehr kämpfen"

Lippok beendet ihre Karriere

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Silke Lippok.

Köln - Im Alter von gerade einmal 21 Jahren beendet die dreimalige Schwimm-Europameisterin Silke Lippok ihre Karriere.

„Ich habe in den vergangenen Jahren viele Rückschläge hinnehmen müssen“, sagte die immer wieder von Verletzungen und Infekten gebeutelte Hamburgerin: „Ich habe immer wieder versucht, mich ranzukämpfen und alles dafür gegeben. Aber nun bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich nicht mehr kämpfen will.“

Dennoch fühle sich die Entscheidung gut an, sagte die gebürtige Pforzheimerin: „Ich blicke voller Stolz auf meine Schwimmkarriere zurück. Ich habe unglaubliche Momente erleben dürfen und tolle Erfolge gefeiert.“ Künftig will sich die Freistil-Spezialistin auf ihr Psychologie-Studium fokussieren und freut sich auf das Leben nach dem Leistungssport: „Es gibt noch so viele tolle Dinge, die ich entdecken kann und die mich begeistern.“

„Es ist schade, eine Schwimmerin zu verlieren, die bereits 1:56 in ganz jungen Jahren geschwommen ist. Aber es ist auch verständlich. Silke war sehr oft krank, der Körper wollte nicht mehr mitmachen. Irgendwann hatte sie keine Lust mehr, sich wieder und wieder rankämpfen zu müssen“, sagte Bundestrainer Henning Lambertz dem SID und fügte hinzu: „Natürlich verliere ich nach Markus Deibler, Tim Wallburger und Dimitri Colupaev nun eine vierte Topkraft.“ Das Trio war im Winter zurückgetreten.

Lippok feierte ihre größten Erfolge auf ihrer Spezialstrecke 200 m Freistil, über die sie zweimal EM-Silber (2010 und 2012) sowie einmal EM-Gold auf der Kurzbahn (2011) gewann. Zudem triumphierte Lippok mit der 4x100m-Staffel bei den Europameisterschaften 2010 und 2012.

sid

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