Weltranglistenerste

Sieg im ersten Spiel als Nummer eins: Kerber bewahrt Nerven

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Angelique Kerber ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere.

Wuhan - Angelique Kerber hat ihre erste Prüfung als Nummer eins der Tennis-Welt bestanden - und bekam schon die nächste Auszeichnung.

Nach ihrem gelungenen Debüt als Nummer eins der Tennis-Welt erhielt Angelique Kerber prompt die nächste Auszeichnung. Noch bevor die euphorischen chinesischen Fans mit ausgefahrenen Ellbogen um ein Selfie mit der deutschen Tennis-Queen kämpfen konnten, verneigten sich die Offiziellen des WTA-Turniers in Wuhan mit einer Schachtel voller roter Rosen. "Das ist eine schöne Überraschung", sagte Kerber lächelnd über das leicht kitschige Präsent.

Beim 6:7 (4:7), 6:1, 6:4 im Zweitrunden-Duell mit der Französin Kristina Mladenovic hatte Kerber ihr erstes Match nach dem Sprung an die Spitze der Weltrangliste erfolgreich bestritten. Trotz anfänglicher Probleme siegte die 28-Jährige aus Kiel letztlich souverän. "Ich bin glücklich, zurück zu sein", sagte Kerber nach dem nicht fehlerfreien Spiel.

Zwei Wochen nach dem Gewinn der US Open hatte Kerber gegen Außenseiterin Mladenovic zunächst Mühe. Die Australian-Open-Siegerin fand kaum in ihren Rhythmus, folglich vollendete Mladenovic nach 58 Minuten zum eigenen Satzgewinn.

Im zweiten Satz gelang Kerber die Wende. Das frühere Break zum 2:0 brachte ihr die Sicherheit zurück, anschließend dominierte Kerber ihre Gegnerin mit ihrem schnellen Spiel über weite Strecken und verwandelte nach 2:16 Stunden ihren ersten Matchball.

"Ich habe im zweiten Satz meinen Rhythmus wiedergefunden. Ich wollte aggressiver spielen, das ist mir gelungen", sagte Kerber.

Im Achtelfinale trifft sie auf die an Nummer 14 gesetzte Tschechin Petra Kvitova, die sie zuletzt auf dem Weg zum Titel in Flushing Meadows in der Runde der letzten 16 bezwungen hatte. In der ersten Runde in Wuhan hatte die topgesetzte Kerber ein Freilos gehabt.

Das Duell mit Mladenovic war Kerbers erstes Spiel nach einer wohlverdienten Erholungspause. Nach dem Gewinn der Silbermedaille bei Olympia in Rio, ihrem Triumph bei den US Open und dem Sprung an die Spitze des WTA-Rankings hatte Kerber bei ihren Großeltern in Puszczykowo/Polen abgeschaltet. Nach der Ankunft im Reich der Mitte stand sie dagegen umgehend wieder im Rampenlicht, auch der Besuch eines Delfinariums am Montag wurde lokal zum medialen Großereignis.

Kerber ist die einzige im Turnier verbliebene deutsche Starterin in Wuhan, nachdem Laura Siegemund (Metzingen) ihr Zweitrundenmatch gegen Dominika Cibulkova (Slowakei) am Dienstag mit 6:2, 3:6, 4:6 verlor. Die ehemalige Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki (Berlin), Annika Beck (Bonn) und Julia Görges (Bad Oldesloe) waren bereits in der ersten Runde ausgeschieden.

sid

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