Steffen Deibler holt 6. Platz

Schwimm-WM: 16-Jährige knackt Weltrekord

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Die 16-jährige Olympiasiegerin Ruta Meilutyte schwamm über 100 Meter Brust Rekordzeit

Barcelona - Für Steffen Deibler hat es über 50 Meter Schmetterling nur für einen 6. Platz bei der Schwimm-WM in Barcelona. Die 16-jährige Olympiasiegerin Meilutyte schwamm im Halfinale Weltrekord.

Steffen Deibler ärgerte sich nur kurz über seinen 6. Platz über 50 Meter Schmetterling

Enttäuscht schaute Steffen Deibler nicht auf die Anzeigetafel, aber rundum glücklich konnte er auch nicht sein. Zwar lächelte er nach Rang sechs und 23,28 Sekunden über 50 Meter Schmetterling gleich nach dem Finale wieder, sein deutscher Rekord von 23,02 Sekunden aus dem Halbfinale hätte beim Sieg des Brasilianers Cesar Cielo (23,01) aber zu Silber gereicht. „Schade natürlich. Das Feld war saueng. Aber das ist in Ordnung“, bekannte der Hamburger. „Die Zeit ist okay, das war schneller als die Bestzeit mit der ich hier angereist bin.“

Besser Chancen hat Deibler über die 100 Meter Schmetterling über die er die Weltjahresbestenliste anführt. „Steffen ist in einer super Form“, betonte Chefbundestrainer Henning Lambertz.

Paul Biedermann, wie auch der zurückgetretene US-Superstar Michael Phelps nur als Zuschauer vor Ort, durfte als ARD-Gast vor dem Deibler-Auftritt im Palau Sant Jordi erst einmal zwei Weltmeister beobachten. Über 100 Meter Brust der Männer schlug der Australier Christian Sprenger nach 58,79 Sekunden als Erster an und wurde als Goldmedaillengewinner Nachfolger des vor einem Jahr gestorbenen Norwegers Alexander Dale Oen. Der Essener Hendrik Feldwehr war nach guter Vorstellung im Halbfinale ausgeschieden. Bei den Damen jubelte die 19-jährige Schwedin Sarah Sjöström nach dem Finale über Gold über 100 Schmetterling.

Einen Weltrekord gab es unter dem Jubel der Zuschauer auch noch. Im Halbfinale über 100 Meter Brust schwamm die 16-jährige Olympiasiegerin Ruta Meilutyte in 1:04,35 eine Zehntelsekunde schneller als die Amerikanerin Jessica Hardy bei ihrer vier Jahre alten Bestmarke.

Einen Tag nach der ernüchternden Freistil-Staffel um Britta Steffen gab es am Montag schon nach den Vorläufen Tränen, als sechs von sieben Starter ausschieden. Einzig Clemens Rapp überstand die Rennen am Vormittag und durfte am Montagabend im Halbfinale über die Biedermann-Strecke 200 Meter Freistil noch mal ran.

Reichlich Ratlosigkeit gab es bereits nach den Vorläufen. Rapp hatte als einziger von sieben deutschen Schwimmern am Montagvormittag die Qualifikation überstanden. Verheult kletterte Selina Hocke aus dem Becken. In 1:02,94 Minuten war die Berlinerin als Vorlauf-31. über 100 Meter Rücken klar über ihrer Zeit von den deutschen Meisterschaften (1:01,52) Ende April geblieben. Lisa Graf wird an ihrer Stelle die Lagen-Staffel schwimmen. Rund eine Sekunde blieb auch Felix Wolf in 55,88 Sekunden über seiner DM-Zeit von 54,93. Das reichte für Platz 27.

Während Meilutyte im Vorlauf in 1:04,52 über 100 Meter Brust Europarekord schwamm, schied Caroline Ruhnau nach 1:08,62 aus. Letztlich stand Rang 22 zu Buche. „Das ist wirklich scheiße“, sagte Ruhnau. Über 1500 Meter Freistil verfehlten Leonie Antonia Beck in 16:17,12 Minuten und Sarah Köhler nach 16:24,42 erwartungsgemäß das Finale. Während Rapp weiterkam, war der Wettkampf über 200 Meter Freistil für Dimitri Colupaev nach 1:48,50 Minuten vorbei.

dpa

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