Antidepressiva schon mit 19

Schwimm-Olympiasieger Thorpe ist schwul

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Ian Thorpe ist schwul - und das ist auch gut so.

Sydney - Seit er ein Teenager war, hat Ian Thorpe betont, er sei heterosexuell. Doch das war ein Lüge, die die australische Schwimm-Ikone krank machte. Jetzt outete sich Thorpe in einem TV-Interview.

Der 31-Jährige antwortete am Sonntag auf eine entsprechende Frage des Senders Channel 10: „Ich bin nicht hetero.“ Das habe er seinem engsten Umfeld erst in den vergangenen zwei Wochen sagen können. Thorpe hatte trotz anhaltender Gerüchte in seiner Autobiografie und einmal sogar per Pressemitteilung stets betont, nicht schwul zu sein.

Nun bezog er in dem TV-Interview ausführlich Stellung zu seiner Sexualität. Bereits als Absolvent einer Jungen-Schule habe er verneint, schwul zu sein. „Die Lüge wurde dann so groß, dass ich meine Integrität infrage gestellt sah“, erklärte Thorpe. Nun sei er so weit zu sagen: „Ich bin ein schwuler Mann und ich möchte nicht, dass junge Leute sich so fühlen müssen wie ich.“ In dem Interview sagte Thorpe zudem, er habe mit 19 das erste Mal Antidepressiva genommen.

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Thorpe war 2006 war vom Leistungssport zurückgetreten. Er kündigte 2011 sein Comeback an, konnte sich aber nicht für Olympia 2012 qualifizieren. Anfang dieses Jahres hatte sich Thorpe wegen Depressionen in einer Klinik behandeln lassen. Hinzu kam eine schwere Infektion nach einer Schulter-Operation.

Vor dem fünffachen Olympiasieger und elffachen Weltmeister hatten sich bereits andere schwuler Spitzensportler geoutet, unter anderem Großbritanniens Wasserspringer Tom Daley und einige US-Athleten. Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger hatte sich Anfang des Jahres nach Ende seiner Laufbahn erstmals zu seiner Homosexualität geäußert.

dpa

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