Schüttler und Kohlschreiber stark - Kerber mutig

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Rainer Schüttler (33) hat gegen den an Weltranglisten-Nummer 25 gesetzten Sam Querrey einen unerwarteten 6:3, 2:6, 6:4, 6:3-Erfolg gefeiert.

Melbourne - Für die deutschen Tennisprofis schien bei den Australian Open nach dem verregneten Eröffnungstag am Dienstag die Sonne. Wer weiter ist und für wen Endstation ist.

Bei sommerlichen 24 Grad und wenigen Wolken fühlte sich vor allem der 33-jährige Rainer Schüttler sichtlich wohl und feierte gegen den an Nummer 25 gesetzten Sam Querrey einen unerwarteten 6:3, 2:6, 6:4, 6:3-Erfolg. Auch Philipp Kohlschreiber und Qualifikantin Angelique Kerber überzeugten. Der Augsburger gewann die tags zuvor im Regen von Melbourne im zweiten Satz beim Stand von 4:3 und 0:15 aus seiner Sicht unterbrochene Erstrunden-Partie gegen den überforderten Argentinier Horacio Zeballos mit 6:1, 7:5, 6:1. Kerber setzte sich 6:3, 6:3 gegen Olga Goworzowa aus Weißrussland durch, die in der Weltrangliste als Nummer 54 um 64 Plätze besser eingestuft ist.

“Das war nicht so schlecht für einen alten Mann, oder?“, sagte Trainer Dirk Hordorff schmunzelnd in Anspielung auf die Kritiker, die Schüttler längst in Tennis-Rente sehen. Nächster Gegner des Korbachers ist sein Doppel-Partner Feliciano Lopez aus Spanien, gegen den er in sieben Vergleichen nur einmal, 2004 beim World Team Cup in Düsseldorf, als Sieger vom Platz gegangen ist.

Kohlschreiber, der bei dem ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres an Nummer 27 gesetzt ist, bekommt es in dem Amerikaner Wayne Odesnik wieder mit einem Linkshänder zu tun. “Von der Papierform her sollte ich vielleicht gewinnen“, meinte der 26-Jährige, auf den dann ein Center-Court-Match gegen Titelverteidiger Rafael Nadal warten könnte.

Auch die Saarländerin Kristina Barrois hat bei den Australian Open die zweite Runde erreicht. Die Tennisspielerin aus Bous setzte sich am Dienstag mit 6:0, 7:6 (8:6) gegen Akgul Amanmuradova aus Usbekistan durch. Nach prächtigem Beginn verlor die Weltranglisten-81. im zweiten Durchgang den Faden und musste hart kämpfen, um die drei Plätze schlechter notierte Usbekin in einem knappen Tiebreak schlagen zu können.

Die Kielerin Kerber schließlich erwartet die an Nummer 26 gesetzte Französin Aravane Rezai, die im Doppel mit der Berlinerin Sabine Lisicki antritt. “Da kann ich mir wohl ein paar Tipps von Sabine holen“, meinte die glückliche Angelique Kerber. Mutig und selbstbewusst ergänzte sie: “Die Auslosung scheint nicht so schlecht zu sein, die nächste Runde kann ich auch noch schaffen.“

Ausgeschieden sind der Hamburger Mischa Zverev, Daniel Brands und die Qualifikanten Kathrin Wörle und Dieter Kindlmann. Der Münchner Kindlmann kassierte gegen Weltmeister Nikolai Dawydenko aus Russland die erwartete 1:6, 0:6, 3:6-Niederlage. Nur im dritten Satz, den er mit einem Break und 2:0-Führung begann, konnte der 24-Jährige für kurze Zeit mithalten. Der Deggendorfer Brands verlor gegen den Weltranglisten-53. Jewgeni Korolew mit 2:6, 5:7, 5:7; Zverev unterlag Lukasz Kubot aus Polen 3:6, 3:6, 3:6. Kathrin Wörle aus Nonnenhorn musste sich Alona Bondarenko aus der Ukraine 2:6, 2:6 beugen.

dpa

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