Erfolge in Wimbledon

Lisicki und Haas im Achtelfinale

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Sabine Lisicki steht beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon im Achtelfinale.

London - Tommy Haas und Sabine Lisicki sind geschlossen in die zweite Woche von Wimbledon eingezogen. Beide deutschen Tennisprofis lösten knifflige Aufgaben in Runde drei und treffen im Achtelfinale nun voraussichtlich auf die Top-Favoriten.

Tommy Haas und Sabine Lisicki sind in Wimbledon im Gleichschritt ins Achtelfinale eingezogen: Die beiden letzten deutschen Tennisprofis im Turnier überwanden in ihren Drittrunden-Matches Anlaufschwierigkeiten, lösten jeweils eine knifflige Aufgabe und haben nun noch höhere Hürden zu meistern: Auf Haas wartet am Montag der Weltranglistenerste Novak Djokovic, Lisicki trifft auf die momentan alles überragende US-Amerikanerin Serena Williams.

Routinier Haas, im All England Club an Position 13 gesetzt, gewann gegen den Spanier Feliciano Lopez 4:6, 6:2, 7:5, 6:4 und ist auf dem besten Weg, wieder unter die Top 10 der Weltrangliste einzuziehen. Lisicki setzte sich auf dem Centre Court gegen die frühere US-Open-Siegerin Samantha Stosur (Australien/Nr. 14) 4:6, 6: 2, 6:1 durch.

„Ich bin so glücklich, das ist auf der ganzen Welt mein absoluter Lieblingsplatz“, sagte Lisicki nach dem Matchball und strahlte: „Sam hat fantastisch gespielt, es war sehr hart für mich. Aber ich habe um jeden Punkt gekämpft.“ Zu Beginn unterliefen ihr dabei noch zahlreiche Fehler, Lisicki hatte Probleme mit Stosurs Rückhand-Slice.

Im zweiten und dritten Satz dominierte die 23-Jährige die Begegnung jedoch mit ihrem Aufschlag und den starken Grundschlägen, mit denen sie nur noch drei unerzwungene Fehler produzierte. Damit hat die Weltranglisten-24. aus Berlin am Montag die Chance, bei ihrer vierten Wimbledon-Teilnahme in Folge das Viertelfinale zu erreichen. In der Runde der besten 16 wartet allerdings zunächst Williams, die am späten Samstagabend gegen die 42-jährige Japanerin Kimiko Date-Krumm ihren 34. Sieg in Folge feierte und ihre Rekordserie damit ausbaute.

Haas sammelte derweil gehörig Selbstvertrauen für das Duell mit Djokovic, der gegen Jeremy Chardy (Frankreich/Nr. 28) keine Probleme hatte. Der gebürtige Hamburger Haas hielt den offensivstarken Lopez, der im Vorfeld von Wimbledon das Rasenturnier in Eastbourne gewonnen hatte, in Schach und zog zum dritten Mal an der Church Road ins Achtelfinale ein.

„Ich hatte ein schlechtes Aufschlagspiel im ersten Satz, danach habe ich mehr Bälle ins Feld gespielt und mich auch beim eigenen Aufschlag gesteigert“, sagte Haas, der zu Beginn des Matches mit ungewohnten Problemen zu kämpfen hatte. Zwei Doppelfehler unterliefen ihm beim Stand von 1:1, einen Ballwechsel spielte er nicht zu Ende, weil er dachte, der Ball sei im Aus gewesen. Schon hatte er das erste Break kassiert und bald später den ersten Satz verloren.

„So dumm, Haasi, so dumm“, schimpfte er sich aus - und drehte im zweiten Durchgang auf. Mit brillanten Grundschlägen und variablem Angriffs-Tennis setzte er den 31 Jahre alten Lopez unter Druck und verwandelte nach 2:22 Stunden seinen ersten Matchball. „Jetzt versuche ich, das Match erst einmal zu genießen. Morgen beim Training kann ich noch genug über Djokovic nachdenken“, sagte Haas, der schon zweimal in diesem Jahr gegen den serbischen Wimbledonsieger von 2011 gespielt hat. Das erste Duell gewann Haas beim ATP-Masters in Miami, zuletzt revanchierte sich Djokovic im Viertelfinale der French Open.

sid

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