Radsport

Deutscher Degenkolb gewinnt Klassiker Mailand-Sanremo

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Der deutsche Radprofi John Degenkolb.

Sanremo - Radprofi John Degenkolb hat als vierter Deutscher den seit 1907 gefahrenen Klassiker Mailand-Sanremo gewonnen.

John Degenkolb war nach fast sieben Stunden im Sattel am Ziel seiner Träume: Der 26 Jahre alte Radprofi aus Frankfurt gewann am Sonntag die 106. Auflage des ersten und längsten Frühjahrs-Klassikers Mailand-Sanremo. Nach 293 Kilometern war der Profi aus dem deutschen Giant-Alpecin-Team im Sprint einer etwa 30 Fahrer starken Gruppe vor dem Vojahressieger Alexander Kristoff aus Norwegen und dem Australier Michael Matthews der Schnellste. Degenkolb siegte als vierter deutscher Profi in Sanremo nach Rudi Altig, Erik Zabel und Gerald Ciolek, der vor zwei Jahren triumphierte.

Vor dem Rennen hatte Degenkolb einen Erfolg bei der „Primavera“ über einen Tour-Etappensieg gestellt. Nun war er bei strahlendem Sonnenschein überwältigt. „Ich kann das Gefühl nicht beschreiben. Das ist mein erster Sieg bei einem Monument, ich bin überglücklich. So viele große Namen haben hier auf der Via Roma gewonnen und nun habe auch ich es geschafft“, sagte er bei „Eurosport“. Sein Teamkollege Tom Dumoulin erklärte der Deutschen Presse-Agentur: „John hat den Lohn geerntet für die harte Arbeit im Winter. Wir haben ihn lange aus dem Wind gehalten, die letzten Kilometer war er aber auf sich allein gestellt.“

Degenkolb hatte sich beim letzten entscheidenden Anstieg auf den 162 Meter hohen Poggio immer vorne gehalten und nahm die letzten drei Kilometer Richtung Ziel im Vorderfeld einer etwa 30 Fahrer starken Gruppe auf. Im Schlussspurt wartete er auf den entscheidenden Moment und griff genau zum richtigen Zeitpunkt an.

„Das Finale war sehr hektisch. Ich habe den richtigen Moment erwischt, um kurz vor dem Ziel loszufahren und das Rennen zu gewinnen. Letztes Jahr war das hier vielleicht die größte Enttäuschung meiner Karriere. Umso schöner ist es, hier heute zu gewinnen“, sagte Degenkolb weiter. Zum ersten Mal hatte der gebürtige Geraer in Sanremo 2012 aufhorchen lassen, als er Fünfter geworden war und höchstes Lob vom vierfachen Sieger Zabel erhalten hatte.

Im Rennfinale der letzten 30 Kilometer hatte es zahlreiche Stürze gegeben, denen auch die beiden deutschen Profis Paul Voss und Gerald Ciolek zum Opfer fielen, genau wie Weltmeister Michal Kwiatkowski aus Polen. Ciolek stürzte bei der Abfahrt vom Poggio di Sanremo 3,5 Kilometer vor dem Ziel und warf sein demoliertes Rad wutentbrannt zu Boden.

Lange hatten elf Ausreißer das Rennen, das anfangs unter widrigen Bedingungen mit Regen und kühler Witterung litt, bestimmt. Aber 25 Kilometer vor dem Ziel waren deren Kräfte aufgebraucht und das Rennen begann von neuem.

sid

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