Zwischenfall bei Berlin-Marathon

Polizei ermittelt gegen diesen Störenfried

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Der Gewinner, Wilson Kipsang (2.v.r.), kommt beim 40. Berlin-Marathon über die Ziellinie, während ein Zuschauer vor ihm ins Ziel läuft.

Berlin - Die Polizei hat gegen den Störenfried beim Zieleinlauf des Berlin-Marathons ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet.

Ein Provokateur hat beim Berlin-Marathon für Ärger beim Sieger Wilson Kipsang und einen Schock bei den Rennorganisatoren gesorgt. Ein Mann stürmte wenige Meter vor dem Ziel auf die Strecke und überquerte vor dem neuen Weltrekordmann aus Kenia die Ziellinie. „Wir haben ihn der Polizei übergeben und haben ihm Hausverbot erteilt“, sagte Renndirektor Mark Milde zu dem Vorfall. Dass der 35-Jährige schon am vergangenen Wochenende beim Bundesligaspiel Hannover gegen Augsburg den Rasen betreten hatte, war Milde nicht bekannt. Wie ein Sprecher der Polizei sagte, wurde gegen den Mann noch am Sonntag Anzeige erstattet, die Ermittlungen liefen.

Der Störenfried trug beim Zieldurchlauf des Berlin-Marathons eine Startnummer F7527, die für eine Läuferin aus Niedersachsen in der Altersklasse W35 ausgestellt war. Zwischenzeiten wurden am Sonntag für diese Startnummer nicht registriert. Männer-Sieger Kipsang wurde durch die Aktion auch die traditionelle Durchquerung des Zielbandes verwehrt. Erst hinter dem Ziel konnten Ordnungskräfte den Mann stoppen. Alles Weitere übernehme jetzt die Polizei, sagte Renndirektor Milde.

Erschreckend ist der Vorfall vor allem unter dem Sicherheitsaspekt. Die Veranstalter des Berlin-Rennens hatten nach dem Bombenattentat im April beim Boston-Marathon, bei dem drei Menschen starben, die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Erstmals war der Tiergarten komplett eingezäunt worden, die Zuschauer des Start- und Zielbereichs wurden stichprobenartig kontrolliert. „Wir wollen keinen Hochsicherheitstrakt, aber alle sollen sich sicher fühlen“, hatte Geschäftsführer Jürgen Lock vom Veranstalter SCC-Events angekündigt.

dpa

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