Nicht ausgepackt wie erwartet

Oprah von Armstrong "überrascht"

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Lance Armstrong

New York - Lance Armstrong hat bei Oprah erstmals über die Dopingvorwürfe gesprochen. Ohne Inhalte der aufgezeichneten Sendung preiszugeben, zeigte sich die Talkmasterin von dem Ex-Profi „überrascht“.

Ex-Radprofi Lance Armstrong hat über Doping gesprochen - aber womöglich nicht so offen wie von US-Talkerin Oprah Winfrey erhofft. „Ich würde sagen, er hat nicht so ausgepackt, wie ich es erwartet hatte“, sagte die Talkshow-Gastgeberin nach der Aufzeichnung des Interviews am Dienstag im Sender CBS. Zuvor hatten US-Medien berichtet, Armstrong habe erstmals die Einnahme verbotener Mittel, für die ihm alle Tour-de-France-Siege aberkannt worden waren, zugegeben. Das bestätigte Winfrey jedoch erwartungsgemäß noch nicht - schließlich will sie die Spannung bis zuletzt hoch halten. Sie sagte lediglich: „Die wichtigsten Fragen wurde alle beantwortet.“

Das lange erwartete Interview soll nun gleich auf zwei Abende verteilt ausgestrahlt werden. „Ich hatte 112 Fragen und wir haben zweieinhalb Stunden gesprochen. In einer 90-Minuten-Sendung bleiben 65 Minuten für das tatsächliche Interview. Wir konnten einfach nicht die 150 Minuten eines faszinierenden Gesprächs auf 65 zusammenkürzen“, erklärte sie. Daher werde zum geplanten Sendetermin am Donnerstag noch der Freitagabend (Ortszeit) hinzukommen.

Armstrong sei sehr freundlich und entgegenkommend gewesen. „Es war nicht leicht für ihn“, berichtete Winfrey. Auf den vorab gezeigten kurzen Einspielfilmchen wirkt der Sportler - im blauen Anzug mit hellblauem Hemd und ohne Krawatte - nervös. „Ich glaube aber, dass er mit sich ins Reine kommen wollte. Er war jetzt einfach bereit für solch ein Interview.“ Dabei habe er sie zum Teil völlig „überrascht“. „Wir waren richtig fasziniert von einigen seiner Antworten.“

Winfrey sagte, dass sie sich mit Armstrong zuerst in ihrem Haus in Hawaii getroffen hätte. Der ehemalige Radsport-Dominator habe auf einer Nachbarinsel ein Anwesen und sei zu ihr rübergeflogen. „Ich habe alle aus meinem Haus rausgeschmissen und gesagt: Geht zum Strand, mindestens vier Stunden! Der einzige Mensch, den Armstrong die ganze Zeit sah, war ein Radfahrer auf der Straße“, erzählte sie.

Beim Interview selbst in Austin, unweit von Armstrongs Haus, habe sie seine Anwälte nicht im Raum haben wollen. „Wenn Ihr etwas dazu sagen wollt, sagt es später, aber unterbrecht uns nicht.“ Nach dem Gespräch seien beide „ziemlich erschöpft“ gewesen. „Zur Pause fragte er mich: Wo bleiben die leichten Fragen?“

Medienprofi Winfrey sagte über das Interview: „Es gibt eine Menge Antworten. Ihr werdet zufrieden sein.“ Gemessen an der Zuschauerzahl werde das Gespräch wohl das größte ihrer Karriere sein.

Ullrich von Armstrong-Beichte nicht überrascht

Ex-Radprofi Jan Ullrich ist von der angeblichen Doping-Beichte seines einstigen Rivalen Lance Armstrong nicht überrascht. „Das ist alles für mich nichts Neues. Ich nehme es zur Kenntnis. Aber die Zeit von Lance und mir im Radsport liegt schon so lange zurück, dass das auf mein Leben keinen Einfluss hat“, sagte Ullrich der Bild-Zeitung.

Ullrich war im Februar 2012 wegen der Verwicklung in die Affäre um den mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes schuldig gesprochen worden, gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen zu haben. Der internationale Sportgerichtshof CAS hatte den Tour-de-France-Sieger von 1997 für zwei Jahre gesperrt. Sämtliche Ergebnisse Ullrichs seit dem 1. Mai 2005 waren daraufhin gestrichen worden. Der 39-Jährige hatte anschließend von großen Fehlern gesprochen, eine klares Dopingbekenntnis aber unterlassen.

dpa/sid

"Auf der Titanic waren alle gesund": Die Sport-Sprüche des Jahres

"Auf der Titanic waren alle gesund": Die Sport-Sprüche des Jahres

„Uli, ich wünsch dir, bleib gesund. Gesundheit ist das Wichtigste im Leben. Na fast: Die auf der Titanic waren alle gesund - aber sie hatten kein Glück.“ (Franz Beckenbauer am 13.1. zu seinem Präsidenten-Nachfolger Uli Hoeneß bei der Gala zu dessen 60. Geburtstag) © dpa
Es gab drei Leute im Stadion, die es nicht gesehen haben. Und die, die am Bierstand waren.“ (Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Allofs am 21. Januar nach dem 0:0 beim 1. FC Kaiserslautern über den nicht geahndeten Tritt von FCK-Stürmer Dorge Kouemaha an den Kopf von Sebastian Prödl) © dpa
Mainz ist sehr gut organisiert. Wir haben ja nicht gegen den FC Hönnetepöpp gespielt.“ (Schalkes Trainer Huub Stevens am 4. Februar nach dem 1:1 gegen Mainz 05) © dpa
„Da können drei Otto Rehhagel auf der Bank sitzen und José Mourinho noch dazu - wenn wir so weiterspielen, dann kann uns keiner helfen.“ (Hertha-Kapitän André Mijatovic am 25. Februar nach dem 0:3 in Augsburg) © dpa
„In Euro.“ (Schalkes Manager Horst Heldt am 1. März auf die Frage, ob er das Vertragsangebot für Raúl in Deutsch, Englisch oder Spanisch verfasst habe.) © dpa
„Wie das auch im echten Leben ist, gibt es noch ein paar Gurken, die auf der Strecke rumfahren.“ (Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel über die Kollision mit HRT-Pilot Narain Karthikeyan beim Großen Preis von Malaysia am 25. März) © dpa
„Das wär' nicht schlecht. Haben Sie einen?“ (Hoffenheims Trainer Markus Babbel am 21. April auf die Frage eines Journalisten, ob Hoffenheim nicht einen braucht, der die Tore macht) © dpa
„Halb Angst... Ich habe 1943 in einem Keller im Ruhrgebiet gesessen, als uns die Amerikaner bombardiert haben.“ (Hertha-Trainer Otto Rehhagel am 25. Mai auf die Frage, ob er bei den Ausschreitungen in der Schlussphase des Relegationsspiels in Düsseldorf Angst gehabt habe) © dpa
„Mir blieb nichts anderes übrig, als den Ball reinzuschießen. Ich hätte 80 Meter wieder zurücklaufen müssen.“ (Deutschland Matchwinner Lars Bender am 18. Juni in Danzig zu seinem EM-Siegtor gegen Dänemark) © dpa
„Ich kannte seinen Namen nicht. Ich habe Chirac zu ihm gesagt.“ (Der Führende der Tour-de-France Bradley Wiggins am 20. Juli nach der Siegerehrung, die Frankreichs Staatspräsident François Hollande als Ehrengast vornahm) © dpa
„Ich muss jetzt ganz schnell betäubende Mittel in mich reinschütten.“ (Hockey-Nationalspieler Philipp Zeller nach dem Gewinn der olympischen Goldmedaille) © dapd
„Ich habe Klaas-Jan Huntelaar meinen Vertrag vorgelegt, und ich nehme seinen. Da hat er aber doof geguckt.“ (Schalkes Sportvorstand Horst Heldt am 17. August zu den Vertragsverhandlungen mit dem Bundesliga-Torschützenkönig.) © dpa
„Ich habe eigentlich gesagt, dass ich Samuel Eto'o haben will. Jetzt ist es Edu geworden. Da gab es wohl eine Verwechslung.“ (Fürths Trainer Mike Büskens am 31. August zur Verpflichtung des Schalkers Edu) © dpa
„Deutsche Ärzte haben mir so viel Blut gegeben, dass ich eigentlich einen deutschen Pass bekommen sollte.“ (Der frühere Formel-1-Fahrer Alessandro Zanardi aus Italien, der 2001 auf dem Lausitzring beide Beine verlor und bei den Paralympics in London die Goldmedaille im Zeitfahren gewann, am 5. September) © dpa
„Wer weiß, vielleicht ist es diesmal ja für immer.“ (Michael Schumacher im Scherz bei seiner Formel-1-Rücktrittserklärung am 4. Oktober in Suzuka) © dpa
„Lance Armstrong ist wie der Weihnachtsmann: Wenn man größer ist, merkt man, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt.“ (Radprofi Bradley Wiggins bei der Tour-Präsentation am 23. Oktober in Paris über den wegen jahrelangen Dopings verurteilten Amerikaner) © dpa
„Die Aussagen des holländischen Nationaltrainers sind so relevant, wie wenn in Peking ein Fahrrad umkippen würde.“ (Bayern-Trainer Jupp Heynckes am 2. November zur Kritik von Louis van Gaal, der Vereinspräsident Uli Hoeneß attackiert hatte) © dpa
„Schnee-Weiß Bethlehem.“ (Bayern-Trainer Jupp Heynckes am 4.12. auf die Frage, ob er einen Wunschgegner für das Champions-League-Achtelfinale habe) © dpa
„Ein Mann, der nicht nur Trainer, Manager und Sportdirektor sein möchte, sondern möglichst auch noch Herausgeber der Vereinszeitung.“ (Bayern-Präsident Uli Hoeneß am 9. November über den beim VfL Wolfsburg entlassenen Trainer Felix Magath) © dpa
„Dass Theo Zwanziger kein guter Präsident ist, wusste ich schon lange. Dieses Buch wird ihn nach seinem mehr als peinlichen Rücktritt endgültig in die Isolation treiben.“ (Bayern-Präsident Uli Hoeneß am 11. November zur Autobiografie von Theo Zwanziger, in der auch er vom ehemaligen DFB-Präsidenten scharf kritisiert wird) © dpa
„Ich bin nicht Gott, sondern nur ein Trainer mit Laufschuhen an.“ (Schalkes Trainer Huub Stevens am 20. November auf die Frage, ob Torjäger Klaas-Jan Huntelaar im folgenden Champions-League-Spiel gegen Olympiakos Piräus wieder treffen werde.) © dpa
„Bei Chelsea ist eine Trainerentlassung nur wie jeder andere Tag im Büro.“ (Chelseas Ex-Trainer André Villas-Boas, heute in Diensten von Tottenham Hotspur, am 22. November über die Entlassung seines Nachfolgers Roberto Di Matteo.) © dpa
„Ich kenn' Pokalendspiele oder Champions-League-Endspiele oder Uefa-Cup-Endspiele. Das sind Spiele, da geht es um alles oder nichts. So viel ich weiß, gibt es für uns aber nach Bremen noch Spiele.“ (Hoffenheims Bundesliga-Trainer Markus Babbel am 30.11. auf die Frage, ob die Partie gegen Werder Bremen ein Endspiel für ihn ist. Nach der anschließenden Niederlage trennte sich der Club von ihm) © dpa
„Hätte er den auch rein gemacht, hieße er jetzt Julian Heber.“ (Trainer Jürgen Klopp am 5.12. über den gescheiterten Versuch des Dortmunder Angreifers Julian Schieber, den Torhüter von Manchester City kurz nach dem Treffer zum 1:0 mit einem Heber zu überlisten) © dpa
„Wir haben versucht, mit der Polizei zu sprechen, damit sie Messi festnimmt.“ (Carlos Gonzalez, Präsident des spanischen Fußball-Zweitligisten Real Club Deportivo Córdoba am 11.12. vor dem Pokalspiel gegen den FC Barcelona mit Weltfußballer Lionel Messi, Foto) © dpa

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