Eishockey-Krimi in Überlänge

Seidenbergs Bruins verlieren erstes Finale

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Dennis Seidenberg (l.) im Schwitzkasten

Chicago - In den Finalspielen der NHL haben die Boston Bruins mit Nationalspieler Dennis Seidenberg die erste Partie bei den Chicago Blackhawks unglücklich verloren.

Mit einem Eishockey-Krimi in Überlänge, aber ohne Happy End ist Dennis Seidenberg in sein zweites Finale um den Stanley Cup gestartet. Zwei Jahre nach seinem ersten Titelgewinn in der nordamerikanischen Profiliga NHL verlor der Nationalspieler mit den Boston Bruins im ersten Play-off-Endspiel bei den Chicago Blackhawks 3:4 nach Verlängerung. Vier Siege benötigt der 31-Jährige, um zum zweiten Mal die begehrteste Eishockey-Trophäe der Welt in den Händen zu halten.

„Das war ein langes, hartes Spiel. Wir sind schon enttäuscht, wir haben unglücklich verloren, aber ich denke, nach der Leistung können wir trotzdem stolz sein und erhobenen Hauptes in das nächste Spiel gehen“, sagte Seidenberg dem Sport-Informations-Dienst (SID). Milan Lucic (14. und 21.) und Patrice Bergeron (47.) brachten den sechsmaligen NHL-Meister Boston in einem hochklassigen, temporeichen Spiel bei einem Gegentor von Brandon Saad (24.) mit 3: 1 in Führung. Doch Dave Bolland (48.) und Johnny Oduya (53.) glichen für den Vorrundenersten Chicago aus. Andrew Shaw sorgte nach Großchancen auf beiden Seiten in der dritten Overtime für die Entscheidung (113.). Spiel zwei wird in der Nacht zu Sonntag ebenfalls in Chicago ausgetragen.

Seidenberg konnte in der Partie den ersten Torschuss abgeben

Verteidiger Seidenberg, der insgesamt 48:36 Minuten auf dem Eis stand und neun Schüsse blockte, gab nach 50 Sekunden den ersten Torschuss des Spiels ab. Vor dem 1:0 der Bruins leitete der gebürtige Schwenninger den Angriff mit einem langen Pass aus dem eigenen Drittel ein. Beim ersten Gegentor für seinen Torhüter Tuukka Rask nach 129:36 Minuten kam Seidenberg zu spät. Im Halbfinale gegen den Titelfavoriten Pittburgh Penguins mit Superstar Sidney Crosby hatte Boston in vier Spielen nur zwei Gegentore zugelassen.

Dann verteidigte der Ex-Mannheimer an der Seite von Kapitän Zdeno Chara die 2:1-Führung der „Braunbären“ 77 Sekunden lang erfolgreich in 3:5-Unterzahl (30.). Nach dem Powerplay-Tor von Bergeron sah alles nach einem klaren Auftaktsieg der Gäste aus. Doch Chicago, Meister von 2010, erzwang noch die Verlängerung.

SID/dpa

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