NADA lehnt Pechsteins Langzeittest ab

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Claudia Pechstein wollte mit Hilfe einer Langzeitstudie Licht ins Dunkel bringen.

Berlin - Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat das von Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein eingereichte Konzept einer Langzeitstudie abgelehnt.

Die wegen auffälliger Blutwerte gesperrte Berlinerin hoffte, so ihre schwankenden Retikulozyten-Werte erklären zu können.

“Vertreter der NADA haben in einem Gespräch mit Claudia Pechstein Argumente für und wider die von ihr vorgeschlagene Langzeitstudie und deren Begleitung durch die NADA ausgetauscht. Dabei ist einvernehmlich festgestellt worden, dass die Sportlerin sich einer vollständigen Quarantäne über mehrere Wochen nicht unterziehen kann, und dass die NADA auch keine lückenlose Überwachung über einen längeren Zeitraum gewährleisten könnte“, heißt es in der Erklärung der NADA. Schlussfolgerungen aus einer solchen Testserie würden aber voraussetzen, dass jedwede Manipulation von vornherein absolut ausgeschlossen werden könnte. Die Langzeitstudie sei damit gegenstandslos geworden.

Als Beitrag zur Aufklärung des Sachverhalts ist die NADA jedoch weiterhin bereit, alle Werte von Claudia Pechstein, die bereits vorliegen oder die sie gegebenenfalls noch erlangt, den Verfahrensbeteiligten zur Verfügung zu stellen.

dpa

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