Tschechin brennen die Sicherungen durch

Tennis-Skandal im Video: Ehemalige Nummer eins dreht nach krasser Fehlentscheidung völlig durch

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Karolina Pliskova war nach einem Match gegen Maria Sakkari nicht gut gelaunt.

Karolina Pliskova ist bekannt für tolles Tennis, zwischenzeitlich war sie sogar an der Spitze der Weltrangliste. Nun ist die ehemalige Nummer eins bei einem Turnier aber völlig durchgedreht. 

Rom - Eigentlich sind zweite Runden bei WTA-Turnieren wenig spektakulär. Meist setzt sich der Favorit gegen einen No-Name durch und es wird erst ab dem Viertelfinale einigermaßen spannend. Doch nun hat Karolina Pliskova, die zur absoluten Weltspitze gehört, für einen Eklat gesorgt. Sie traf in der zweiten Runde auf die Griechin Maria Sakkari. Pliskova, momentan die Nummer fünf der Welt, tat sich gegen Sakkari, Nummer 42, sehr schwer. 

Beim Spiel stand es 1:1 nach Sätzen (6:3; 3:6). Im dritten und entscheidenden Satz hatte Pliskova beim Stand von 5:5 und Einstand eigenen Aufschlag. Sakkari traf den Return nur mit dem Rahmen. Pliskova rückte ans Netz vor und platzierte einen Überkopfball perfekt ins Eck - dachten alle auf dem Court, nur nicht das Schiedsgericht. Sogar der Trainerstab von Pliskova musste beruhigt werden. Einer der Betreuer zeigte der Kamera sogar den Mittelfinger. Nicht nur im Live-Bild, sondern auch in allen Wiederholungen war zu sehen, dass der Ball klar und deutlich im Feld gelandet war. 

„Der Ball ist so weit drin“, sagte die Tschechin zur Schiedsrichterin, während sie ihre Finger fünf Zentimeter auseinander schob. Darauf antwortete die Unparteiische mit den Worten: „Ja, ich weiß. Ich verstehe, was du sagst.“ Die Haupt-Schiedsrichterin verließ sich aber anscheinend auf das Urteil einer Linienrichterin. Außerdem konnte der Tschechin kein Beweis gezeigt werden, bei dem der Ball im Aus war. Eine kuriose Situation. Aber sehen Sie selbst:

Kein Handschlag nach dem Match

Eigentlich hätte es „Vorteil Pliskova“ heißen müssen. Die Schiedsrichterin war aber anderer Meinung und gab den Ball aus. Sakkari hatte nun den Vorteil. Es kam, wie es kommen musste - die Griechin gewann auch den nächsten Ballwechsel. Somit stand es 6:5 für Sakkari, die nun selbst aufschlagen durfte. Nachdem die Nummer 42 der Rangliste letztendlich 7:5 gewann und das Match für sich entschied, ging es zum obligatorischen Handschlag ans Netz. 

Im Anschluss ist es Gang und Gäbe, dass die Konkurrentinnen noch jeweils der Schiedsrichterin die Hand geben. Pliskova täuschte ein „Shake Hands“ an. Danach brannten der Tschechin aber die Sicherungen durch. Mit ihrem Schläger drosch sie auf die Plastikverkleidung des Schiedsrichterstuhls ein. Sakkari machte einen Schritt zurück und ging erst anschließend zur Unparteiischen. Sicherlich muss sich die Tschechin da im Griff haben. Allerdings sieht man solche Fehlentscheidungen selten. Und ein Hawk-Eye kommt nur bei den größten Turnieren zum Einsatz. 

ank

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