Lorenzo siegt

MotoGP: Frühes Aus für Stefan Bradl

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Stefan Bradl, hier auf einem Foto vom Samstag.

Le Mans - Für Stefan Bradl war der Große Preis von Frankreich schon nach wenigen Kilometern beendet.

Philipp Öttl strahlte wie lange nicht. Der 19 Jahre alte Moto3-Pilot fuhr am Sonntag in Le Mans beim Weltmeisterschaftslauf von Frankreich nach einer starken Leistung auf Rang zehn und damit zum ersten Mal in dieser Saison in die Top Ten. „Das war auf jeden Fall eines meiner besten Rennen. Der Speed war gut. Ich bin einfach gefahren, was gegangen ist. Immer am Limit. Am Anfang war ich vielleicht etwas zu wütend“, sagte der KTM-Fahrer aus Ainring im TV-Sender Eurosport. Beim fünften WM-Lauf zeigte er eine überzeugende Aufholjagd. Auf Startplatz 33 als Vorletzter ins Rennen gegangen, machte er Platz um Platz gut und wurde am Ende belohnt.

Zwei Wochen zuvor in Jerez war er noch ausgeschieden und hatte in Le Mans wegen einsetzenden Regens die Qualifikationszeit nicht geschafft. So angriffslustig wie Öttl fuhr in der kleinsten Klasse nur der Brite Danny Kent, der sich von Rang 31 auf Platz vier verbesserte. Der in der WM-Wertung führende Honda-Fahrer aus dem deutschen Leopard-Racing-Team der Kiefer-Brüder musste sich nur einem italienischen Trio beugen. Romano Fenati fuhr als Erster über die Ziellinie vor Enea Bastianini und Francesco Bagnaia.

In der Moto2-Klasse hatten die deutschen Piloten hingegen nichts zu bestellen. Beim Sieg des Schweizer Thomas Lüthi belegten Marcel Schrötter (Pflugdorf) und Sandro Cortese (Berkheim) abgeschlagen mit über einer halben Minute Rückstand die Ränge 13 und 14.

Der wegen einer Scharlach-Erkrankung, die mit Antibiotika behandelt wird, geschwächt in den fünften Grand Prix dieses Jahres gegangene Jonas Folger kam erst gar nicht ins Ziel. Der zweimalige Saisonsieger aus Schwindegg schied nach einem Sturz in Runde 10 aus, blieb aber unverletzt. „Abhaken, vergessen“, sagte der 21-Jährige.

Folger fiel in der Gesamtwertung nach fünf WM-Läufen mit 57 Punkten auf den dritten Platz zurück. An der Spitze baute der Franzose Johan Zarco, der in Le Mans Dritter wurde, seine Führung mit 89 Zählern vor Lüthi (68) aus.

In der Königsklasse MotoGP lief es für Stefan Bradl auch diesmal nicht. Der Zahlinger klagte erneut über technische Probleme an seiner Yamaha und ging auf Startplatz 16 in das Rennen, das für ihn nach einem Sturz bereits in der zweiten Runde beendet war.

Der Sieg in der Königsklasse ging wie schon zwei Wochen zuvor im spanischen Jerez an Jorge Lorenzo. Der ehemalige Weltmeister aus Spanien setzte sich vor seinem Yamaha-Teamkollegen Valentino Rossi aus Italien durch, der die Führung im Gesamtklassement behauptete. Titelverteidiger Marc Marquez aus Spanien musste sich hinter Andrea Dovizioso (Italien) mit Platz vier begnügen.

dpa

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