Mercedes holt Coulthard in die DTM

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Mercedes holt den früheren Formel 1-Star David Coulthard in die DTM.

Hamburg - Mercedes hat in David Coulthard einen weiteren ehemaligen Formel-1-Star für das Deutsche Tourenwagen Masters verpflichtet.

“David ist ein Sympathieträger. Das ist eine enorme Bereicherung für die DTM“, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug der Nachrichtenagentur dpa am Samstag in Sepang. “Er ist einer der erfahrendsten und bekanntesten Grand-Prix-Piloten.“ Der Schotte, der für den britischen TV-Sender BBC als Formel-1-Experte arbeitet, hatte sich am Rande der Qualifikation zum Großen Preis von Malaysia verplappert und seinen DTM-Einstieg als perfekt mitgeteilt. Da lag noch keine offizielle Bestätigung des Stuttgarter Konzerns vor.

Haug sagte nun: “David erhält einen Einjahresvertrag, um zu sehen, wie das läuft.“ Coulthard wird bei der am 25. April in Hockenheim startenden Saison in der populären Tourenwagen-Serie einen Mercedes- Jahreswagen fahren. Haug stellte klar, dass der 39 Jahre alte DTM- Neuling erst eine “Lernphase“ durchlaufen müsse. “Er kann nicht in die DTM kommen und gleich Bäume ausreißen.“ Bei den zwei Tests habe Coulthard überzeugt.

“Das spannende DTM-Saisonfinale im Vorjahr hat mir den Kick gegeben, dort zu starten“, erklärte Coulthard in der BBC die Rückkehr in den Motorsport. “Ich habe immer gesagt, dass ich meinen Helm nicht für immer an den Nagel hänge. Ich war nicht rennmüde. Ich wusste nur, dass meine Zeit als Formel-1-Fahrer vorbei ist.“ Ende 2008 hatte “DC“ nach 15 Jahren seine Grand-Prix-Karriere beendet. Sebastian Vettel (Heppenheim) übernahm sein Cockpit bei Red Bull. Für das Team war Coulthard von 2005 an gefahren.

Die Formel-1-Weltmeister der vergangenen 40 Jahre

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre. © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

Der Williams-Rennstall hatte das Talent 1994 in die Königsklasse geholt. Nach zwei Jahren wechselte Coulthard zu McLaren-Mercedes. Dem einstigen britisch-schwäbischen “Dreamteam“ hielt er neun Jahre lang die Treue. Im Silberpfeil wurde er 2001 Vize-Weltmeister. Insgesamt brachte es der sympathische und charmante Gentleman-Fahrer in 246 Grand Prix auf 13 Siege und 12 Pole Positionen.

Coulthard ist neben Ralf Schumacher in der neuen Saison der zweite Ex-Formel-1-Pilot bei Mercedes. Davor gaben auch der zweimalige Weltmeister Mika Häkkinen und der Franzose Jean Alesi DTM-Gastspiele bei den Schwaben. Michael Schumacher fuhr 1991 insgesamt viermal einen Tourenwagen-Mercedes, ehe er in die Formel 1 aufstieg.

Coulthard pflegte auch nach seinem Wechsel zu Red Bull enge Kontakte zu Mercedes. Zudem sicherte sich der clevere Brite mit seinem TV-Engagement ein zweites Standbein. Da sich die DTM-Rennen und die Formel-1-Termine nicht überschneiden, kann Coulthard weiterhin fürs Fernsehen arbeiten.

Von Elmar Dreher und Claas Hennig

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