Trauer um Maximilian Reinelt

Deutscher Olympiasieger (✝30) gestorben: Familie äußert in Todesanzeige einen besonderen Wunsch

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Maximilian Reinelt ist tot. Er wurde nur 30 Jahre alt.

Der deutsche Ruderer und Olympiasieger Maximilian Reinelt ist am Samstag gestorben. Reinelt wurde nur 30 Jahre alt. Jetzt ist eine Todesanzeige online.

Update vom 14. Februar: Mittlerweile gibt es eine Todesanzeige, welche die Südwestpresse auf ihrem Portal veröffentlicht hat. Mit den Worten „Bei herrlichem Langlaufwetter verstarb unser geliebter Maximilian Josef Reinelt“ verabschieden sich die Angehörigen bei ihm. 

Die Familie hat zudem Informationen zur Trauerfeier in der Todesanzeige bekannt gegeben. In Ulm-Böfingen findet das Requiem am Donnerstag um 18.30 Uhr statt. Die Trauerfeier ist auf Freitag um 12 Uhr angesetzt. „Anstelle von Blumen freuen wir uns über eine Spende zugunsten der Stiftung Deutsche Sporthilfe“, wünscht sich die Familie. 

Die Todesursache bei Maximilian Reinelt ist immer noch klar.

Deutscher Olympiasieger (✝30) gestorben: Herzzerreißende Abschiedsbotschaft seines Teams

Update vom 12. Februar 2019: Die ehemaligen Trainingskollegen von Maximilian Reinelt (✝30) trauern um den Olympiasieger: Auf Twitter veröffentlichten sie eine herzzereißende Nachricht: „Der Tod unseres Kameraden und Freundes Maximilian Reinelt beschäftigt uns weiterhin. Wir sind schockiert und traurig. Trotzdem haben wir heute wieder trainiert – auch Maximilian hätte das so gewollt. Das Rudern war seine Leidenschaft und er rudert in unseren Herzen jetzt mit."

Augenzeuge schildert dramatische Szenen

Die News vom 11. Februar, 21.17 Uhr: Als er starb, war Olympiasieger Maximilian Reinelt offenbar alleine auf der Langlauf-Loipe unterwegs. Ein Augenzeuge, der offenbar kurz nach dem tragischen Vorfall an der Unglücksstelle eintraf, hat sich gegenüber der Bild geäußert. „Er hat schon am Boden gelegen. Meine Frau und ich haben Erste Hilfe geleistet“, berichtet der 32-jährige Sergio Marchesi. 

Bereits nach zehn Minuten sei ein Rettungswagen da gewesen, um zu helfen. Ein Hubschrauber, der über der Unglücksstelle kreiste, habe laut Aussage des Zeugen aufgrund von Starkstromleitungen nicht landen können.

Deutscher Olympiasieger mit 30 Jahren gestorben - Polizei nennt Details

17.48 Uhr: "Mit großer Bestürzung haben wir erfahren, dass Maximilian Reinelt beim Wintersport aus dem Leben gerissen wurde. Der Ausnahmeathlet hat die deutsche Olympiamannschaft in London und Rio de Janeiro herausragend vertreten, er blieb seinem Sport auch nach dem Karriereende eng verbunden. Die Gedanken von Team D sind bei seiner Familie und seinen Freunden, wir trauern gemeinsam mit dem Deutschland-Achter und dem deutschen Rudersport", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Maximilian Reinelt (✝30): IOC-Präsident Thomas Bach reagiert bestürzt

15.18 Uhr: Auch IOC-Präsident Thomas Bach reagierte bestürzt auf den Tod von Maximilian Reinelt: „Er ist einer der ganz großen Athleten des deutschen Rudersports und darüber hinaus ein sehr sympathischer Mensch, dem es gelungen ist, Leistungssport und seine berufliche Ausbildung zum Arzt mit großem Erfolg zu verbinden. Dies macht seinen Tod beim Sport so besonders tragisch. Mein Beileid gilt seiner Familie und seinen vielen Freunden", sagte der Chef des Internationalen Olympischen Komitees. Bach hatte Reinelt 2016 in Rio die Silbermedaille überreicht.

Maximilian Reinelt (✝30): Polizei nennt Details zu Todesumständen

Update von 14.45 Uhr: Die Kantonspolizei Graubünden in Chur hat gegenüber tz.de Details zu den Todesumständen geschildert. „Es war kein Unfall, wie überall geschrieben steht, sondern es gab eine medizinische Ursache. Und es war auch nicht beim Skifahren, sondern beim Langlaufen“, erklärt Sprecherin Anita Senti.

Passiert sei der Zwischenfall am Samstagnachmittag. „Wir waren vor Ort, um Hilfe zu leisten und die Rettungskräfte einzuweisen“, so die Polizeisprecherin. „Wir wurden gerufen, weil jemand aufgefunden wurde, er war zusammengebrochen.“

Ob Maximilian Reinelt direkt vor Ort oder in der Klinik gestorben ist, konnte zunächst nicht gesagt werden. Die Todesursache ist noch nicht bekannt. Aber klar ist nun: Es war kein Ski-Unfall, sondern ein medizinischer Notfall, der Maximilian Reinelt das Leben kostete.

Update von 14.28 Uhr: Die Bild will aus Ruderer-Kreisen erfahren haben, dass das Drama beim Langlaufen passiert sein soll.

Maximilian Reinelt: Deutscher Olympiasieger mit nur 30 Jahren gestorben

Unsere Erstmeldung:

St. Moritz - Ruder-Olympiasieger Maximilian Reinelt ist im Alter von nur 30 Jahren beim Skifahren ums Leben gekommen. Das teilte das Team Deutschland-Achter mit. Der gebürtige Ulmer starb demnach am Sonntag in St. Moritz. Reinelt war 2012 in London mit dem Achter Olympiasieger geworden. 2016 holte er mit dem deutschen Flaggschiff in Rio de Janeiro noch einmal Silber und beendete anschließend seine Karriere.

"Sein überraschender und viel zu früher Tod macht mich unendlich traurig", sagte Siegfried Kaidel, Vorsitzender des Deutschen Ruderverbandes (DRV): "Jeder, der ihn kennenlernen durfte, war eingenommen von seiner verbindlichen und freundlichen Art. Er wird uns fehlen. Ich wünsche seiner Verlobten und Familie für diese schwierige Zeit viel Kraft und Mut."

Der zweimalige Weltmeister Reinelt hatte sich nach seiner Karriere auf sein Medizinstudium konzentriert. Schon nächste Woche wollte er das U23-Team als Mannschaftsarzt ins Trainingslager nach Mequinenza (Spanien) begleiten.

Der deutsche Achter, mit Maximilian Reinelt (5.v.r.), bei den Olympischen Spielen von Rio. 

Team Deutschland-Achter zum Tod von Maximilian Reinelt: „Beherrschen uns Unglaube und Fassungslosigkeit“

"Seit wir heute von seinem viel zu frühen Tod erfahren mussten, beherrschen uns Unglaube und Fassungslosigkeit", teilte das Team Deutschland-Achter mit: "Im Moment fällt es uns unheimlich schwer, die angemessenen Worte zu finden, um Maximilians Leben zu würdigen, denn dass er nicht mehr Teil unserer Gemeinschaft sein kann, übersteigt unsere Vorstellungskraft."

Reinelt war 2010 erstmals in den Deutschland-Achter berufen worden, seither gehörte er zum festen Stamm. Am 1. November 2016 war er von Bundespräsident Gauck mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet worden.

Lesen Sie auch: Familienkrieg nach Assauers Tod: Eine Tochter darf offenbar nicht zur Beerdigung kommen

SID

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