Lisicki weiter - Görges verpasst Überraschung

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Sabine Lisicki schaffte es beim ATP- und WTA-Turnier in Miami souverän in die dritte Runde

Miami - Während sich das deutsche Quintett beim ATP- und WTA-Turnier über Siege freuen darf, verpasste Deutschlands Nummer vier Julia Görges die Überraschung. Eine Kollegin hatte es besonders eilig.

Die deutschen Damen setzen unter der Sonne Floridas ihren Tennis-Aufschwung fort, die Herren sind endlich ein wenig aus dem Schatten vergangener Tage herausgetreten. Am „deutschen“ Donnerstag schafften beim hochklassig besetzten Hartplatz-Turnier von Miami in Mona Barthel, Sabine Lisicki, Benjamin Becker, Cedrik-Marcel Stebe und Björn Phau gleich fünf Profis des DTB den Sprung in die nächste Runde. Einzig Julia Görges verließ trotz einer guten Leistung in ihrem Zweitrunden-Duell gegen die ehemalige Weltranglisten-Erste und viermalige Grand Slam-Gewinnerin Kim Clijsters aus Belgien als Verliererin den Platz (2:6, 5:7).

Das größte Ausrufezeichen setzte Mona Barthel, die beim 6:0, 6:3 in der zweiten Runde den einstigen Branchenprimus Jelena Jankovic (Serbien) eine Stunde lang regelrecht vorführte und darüber genauso verblüfft war wie die Zuschauer. „Ich habe nicht erwartet, dass es so leicht wird“, meinte Barthel nach ihrer „Happy Hour“. Für die 21-Jährige aus Neumünster war der Erfolg gegen die Weltranglisten-15. neben dem Turniersieg zu Jahresbeginn in Hobart ein weiterer Meilenstein in ihrer noch jungen Karriere.

Erstmals besiegte Barthel eine Spielerin aus den Top 20. „Es ist wirklich schön, dass ich allmählich dorthin komme, wo ich hin möchte.“ Den nächsten Schritt kann die Norddeutsche in Runde drei des mit 4,8 Millionen Dollar dotierten Events gegen Jekaterina Makarowa (Russland) machen.

So stöhn ist das Damen-Tennis!

So stöhn ist das Damen-Tennis! Wir zeigen die lautesten Spielerinnen

So stöhn ist das Damentennis!
Seien Sie froh, dass diese Fotostrecke keinen Ton hat - aber dafür ganz viel Foto: So stöhn ist das Damentennis! © Getty
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Hier sehen Sie die Queen des lauten Schreis: Maria Scharapowa. © Getty
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Die schöne Russin bringt es auf unfassbare 101 Dezibel. Das entspricht einer lauten Motorsäge und liegt knapp unter der Schmerzgrenze - für manche ihrer Gegnerinnen auch deutlich darüber. © Getty
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Bei so viel Geschrei geraten die spielerischen Fähigkeiten Scharapowas fast in den Hintergrund. © Getty
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Doch sie ist bei weitem nicht die einzige Spielerin, die grunzt, schreit oder stöhnt. © Getty
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Dinara Safina, die Schwester von Marat Safin, unterstrich ihre Schläge oft mit einem Ä-Ton. © Getty
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Ääääääääh! © Getty
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Auch Elena Dementieva gab gern Laute von sich, die vor allem männliche Fans grübeln ließen © Getty
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Obacht, gleich kommt's! © Getty
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Die Sache mit dem Stöhnen hat übrigens nicht zwangsläufig etwas mit Extrakraft zu tun. © Getty
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Denn auch bei wahren Kraftpaketen wie den Williams-Schwestern, hier Venus, geht es lautstark zur Sache © Getty
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Serena steht ihrer Schwester auch da in nichts nach. © Getty
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Duelle unter den Schwestern sind ein wahrer Ohrenschmaus. © Getty
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Andrea Petkovic (l.) kann nicht nur gut tanzen, nein, ... © Getty
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... vor ihren Siegen gibt sie lautstark alles! © Getty
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Auch Victoria Azarenka konnte glatt als Sirene durchgehen. © Getty
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Das hier war allerdings ein Jubelschrei. © Getty
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Michelle Larcher de Brito schlug sie alle! Zwar nicht im Tennis, sondern im Schreien. © Getty
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Mit 109 Dezibel war sie die lauteste Spielerin von allen. © Getty
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Und wer hat's erfunden? Hier sehen Sie die Mutter des Stöhnens, Monica Seles. © Getty
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Schon in ihren Duellen mit Steffi Graf ging sie deutschen Zuschauern damals gehörig auf den Zeiger. © Getty
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Kommen wir zu den tieferen Tonlagen. © Getty
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Francesca Schiavones Urschreie waren deutlich tiefer als die der Konkurrenz. © Getty
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Und jetzt kommen wir zu den ganz tiefen Tönen. Denn wer denkt, dass nur Frauen stöhnen, liegt falsch. © Getty
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Die weltbesten Männer tun's auch, zum Beispiel Novak Djokovic. © Getty
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Oder Rafael Nadal, der seine Schläge ebenfalls akustisch untermalt © Getty
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Genau so! Roger Federer ist übrigens mucksmäuschenstill. © Getty
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Auch bei den Männern gibt es zwei Ur-Stöhner. © Getty
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Jimmy Connors ... © Getty
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... und Andre Agassi. © Getty
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Bei ihm beschwerten sich die Gegner Ende der 80er-Jahre als Erstes, aber noch immer gibt es keine Lautstärkeregeln. Und so bleibt das Gestöhne ein Teil des Tennis! Nur auf den Tribünen gilt weiterhin: Quiet, please! © Getty

Ein kleiner Aufwärtstrend ist bei Sabine Lisicki erkennbar. In ihrer Wahlheimat Florida spielte die zuletzt enttäuschende Weltranglisten-13. endlich mal selbstbewusst und vielversprechend auf und ließ der Schwedin Sofia Arvidsson beim 6:3, 6:2 keine Chance. Ob der Trend anhält, wird sich gegen die an Nummer 17 gesetzte Chinesin Peng Shuai zeigen.

Einen Hoffnungsschimmer gab es in den Erstrunden-Begegnungen der deutschen Herren. Vor allem Benjamin Becker sorgte nach langer Zeit wieder für positive Schlagzeilen. Sein Dreisatz-Sieg (5:7, 6:3, 6:2) gegen den in der Weltrangliste 113 Plätze vor ihm geführten Belgier Olivier Rochus tat dem Mettlacher sichtlich gut. „Für mich ist derzeit jeder Sieg wichtig, der gibt neues Selbstvertrauen“, betonte Becker. Im Vorjahr musste er sich zwei Ellenbogen-Operationen unterziehen, konnte dadurch nur vier Monate spielen.

Als nach dem ersten Eingriff kein Fortschritt erkennbar war, kam in ihm erstmals die Frage auf, ob er jemals wieder spielen werde. Derartige Sorgen sind mittlerweile vorbei. Es sei schön, wieder dabei sein zu können und keine Schmerzen mehr zu haben, so der 30-Jährige, dessen nächster Gegner Julien Benneteau (Frankreich) heißt. In der Weltrangliste ist Becker auf Position 165 abgerutscht. „Für mich geht es darum, wieder dort hinzukommen, wo ich vor der Operation war - unter die Top 100.“

Dort steht Cedrik-Marcel Stebe als 91. Der Davis Cup-Spieler aus Vaihingen an der Enz gewann sein Auftaktmatch gegen Flavio Cipolla aus Italien mit 6:3, 7:5 und muss sich als nächstes gegen Richard Gasquet (Frankreich) bewähren. Björn Phau, der erst durch die Qualifikation den Sprung ins Hauptfeld schaffte, behielt gegen den Argentinier Carlos Berlocq mit 6:4, 6:2 die Oberhand und sieht sich nun dem Spanier Fernando Verdasco gegenüber.

dpa/SID

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