Vorbereitung auf Heim-EM 

Lichtblick Schröder stellt Nowitzki in den Schatten 

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Junger Leader: Schon mit 21 Jahren ist NBA-Profi Dennis Schröder einer der Anführer im deutschen Team. 

Hamburg/Köln - Dennis Schröder hat in der EM-Vorbereitung bislang Superstar Dirk Nowitzki die Show gestohlen. Auch beim Supercup in Hamburg sind die Erwartungen an den jungen NBA-Profi groß.

Schnell hat sich Dennis Schröder in den Mittelpunkt gespielt. Selbst der große Dirk Nowitzki steht nach seinem Comeback in der Nationalmannschaft im Schatten des NBA-Kollegen, der vom ein oder anderen schon als „neues Gesicht des deutschen Basketballs“ gefeiert wird. Eines ist der Braunschweiger ganz sicher: der bislang einzige echte Lichtblick der EM-Vorbereitung.

Schröder, 21, trägt als Taktgeber eine große Verantwortung. Viel wird bei der EuroBasket (5. bis 20. September) mit der Vorrunde in Berlin vom Point Guard der Atlanta Hawks abhängen, dies zeigte sich am vergangenen Wochenende. Schröder gefiel, obwohl es zwei Niederlagen gegen Kroatien setzte und der Rest der Mannschaft nicht wie erwünscht funktionierte.

„Er hat sich wahnsinnig gemacht, er wird für uns eine große Rolle bei der EM spielen. Dennis ist der, der das Tempo bestimmen kann“, lobte Nowitzki den jungen Mitspieler. Er selbst sucht in der Mannschaft auf dem Feld noch nach Bindung, auch zu Schröder. Ab Freitag beim Supercup in Hamburg soll das besser laufen.

Während der Superstar bislang nicht wirklich in Tritt gekommen ist, hat Schröder seine Form aus der abgelaufenen NBA-Saison einfach in die Nationalmannschaft transportiert. Schon im Vorjahr hatte der flinke Aufbauspieler überzeugt, als sich die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) in der Qualifikation zum EM-Ticket quälte. In diesem Sommer sieht es ähnlich aus.

Schröder hat in seinem zweiten NBA-Jahr einen Sprung gemacht. Nowitzki schätzt seine Athletik, und nicht nur das: „Da ist eine Präsenz da - und das mit 21. Das finde ich beeindruckend. Er spielt schnell, behält aber trotzdem noch die Übersicht für den offenen Mann.“

"Unsere Teamchemie ist super"

In der Hamburger InselParkhalle wird Schröder gegen Lettland, Polen und EM-Gegner Türkei erneut versuchen, das Spiel an sich zu reißen - und Tempo zu machen. Er denkt positiv, auch wenn es in den Spielen gegen die Kroaten, besonders am Sonntag in Bremen (63:80), nicht lief.

„Unsere Teamchemie ist super, wir sind auf einem sehr guten Weg“, so Schröder. Dass der Schuh an einigen Stellen drückt, weiß der Hoffnungsträger natürlich auch: „Wir haben noch viel zu lernen und müssen uns zusammenfinden.“

"Selbstbewusstsein hatte ich schon immer" 

Viel lastet auf den Schultern des 13-maligen Nationalspielers, Schröder schüttelt das problemlos ab. „Selbstbewusstsein hatte ich von klein auf. So was brauchst du in der NBA“, sagte der frühere Bundesligaprofi im NDR. Er könnte sicher damit leben, die zentrale Figur zu sein - auch wenn ein Dirk Nowitzki neben ihm steht („Es ist eine große Ehre, mit ihm spielen zu dürfen“).

Klare Ziele: Sowohl mit der Nationalmannschaft als auch mit den Hawks 

Im Nationalteam ist Schröder etabliert, in der NBA nach einer schwierigen Rookie-Saison ebenfalls. Im Anschluss an die EM geht es für den Bankspieler der Hawks direkt zurück nach Atlanta, mit klaren Zielen. „Ich will einen Starting-Spot bekommen“, betont er, denkt aber sogar schon weiter: „Irgendwann will ich Allstar werden und die Championship holen.“

Erst einmal geht es darum, im Trikot mit dem Adler erfolgreich zu sein. Der Traum vom Olympia-Ticket lebt, genau darum geht es im kommenden Monat. An seine Mannschaft glaubt Schröder, auch wenn es zuletzt Probleme gab: „Wir haben noch ein bisschen Zeit.“

sid

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