Brustschwimmer Koch "ohne Wumms" zu Silber

Marco Koch (M) holt sich über 200 Meter Brust den dritten Platz. Foto: Ali Haider
1 von 5
Marco Koch (M) holt sich über 200 Meter Brust den dritten Platz. Foto: Ali Haider
Marco Koch (l) wurde Zweiter hinter Daniel Gyurta (M) und vor Kirill Prigoda. Foto: Ali Haider
2 von 5
Marco Koch (l) wurde Zweiter hinter Daniel Gyurta (M) und vor Kirill Prigoda. Foto: Ali Haider
Philip Heintz schwamm über 200 Meter Lagen persönliche Bestzeit. Foto: EPA
3 von 5
Philip Heintz schwamm über 200 Meter Lagen persönliche Bestzeit. Foto: EPA
Die Ungarin Katinka Hosszu hat für zwei weitere Weltrekorde gesorgt. Foto: Ali Haider
4 von 5
Die Ungarin Katinka Hosszu hat für zwei weitere Weltrekorde gesorgt. Foto: Ali Haider
Der Franzose Florent Manaudou freut sich über seinen Sieg und den Weltrekord. Foto: Ali Haider
5 von 5
Der Franzose Florent Manaudou freut sich über seinen Sieg und den Weltrekord. Foto: Ali Haider

Doha (dpa) - Erschöpft, aber glücklich stand Marco Koch auf dem Siegerpodest und hielt die Silbermedaille hoch. Wieder einmal war auf den Brustschwimmer Verlass.

Nachdem der 24-Jährige in den vergangenen beiden Jahren bei den Titelkämpfen auf der Langbahn als Vize-Weltmeister und Europameister überzeugte, sorgte der Darmstädter auch bei der Kurzbahn-WM in Doha für ein ersehntes deutsches Erfolgserlebnis. Über seine Paradestrecke 200 Meter Brust musste sich Koch am Freitag in 2:01,91 Minuten nur dem ungarischen Olympiasieger und Weltmeister Daniel Gyurta (2:01,49) geschlagen geben.

"Ich hätte gedacht, dass man schneller schwimmen muss, um zu gewinnen. Ich habe einfach noch nicht so den Wumms", sagte der Student der Wirtschaftspsychologie, für den nach den Titelkämpfen eine Leisten-OP ansteht. Koch fühlte in Doha noch die Nachwirkungen eines Höhentrainingslagers, kämpfte sich aber bravourös zur nächsten Top-Platzierung.

Beim Festival der Weltrekorde in Katar stellten die Ungarin Katinka Hosszu über 200 Meter Rücken und 100 Meter Lagen, der Franzose Florent Manaudou über 50 Meter Freistil und Dänemarks Frauen-Staffel über 4 x 50 Meter Lagen Bestzeiten auf. Das glückte auch der Staffel über 4 x 100 Meter Freistil der Niederlande (3:26,53). Anna Stephanie Dietterle, Annika Bruhn, Marlene Hüther und Daniela Schreiber blieben auf Rang acht in 3:34,71 Minuten zwei Hundertstelsekunden über dem deutschen Rekord. Beim Sieg des Japaners Kosuke Hagino in 1:50,47 Minuten über 200 Meter Lagen vor dem Amerikaner Ryan Lochte (+0,84) schwamm Philip Heintz (Heidelberg) in 1:52,81 Minuten persönliche Bestzeit.

Nach Bronze durch Franziska Hentke über 200 Meter Schmetterling bedeutete der zweite Platz von Koch das zweite deutsche Edelmetall in der Hauptstadt des Emirats. An die Bilanz der Titelkämpfe 2012 in Istanbul wird der Deutsche Schwimm-Verband in Doha nicht herankommen, aber vor zwei Jahren waren auch Paul Biedermann und Britta Steffen an allen vier Medaillen (2-1-1) beteiligt. Steffen hat längst die Karriere beendet, Biedermann nach gesundheitsbedingten Trainingspausen bereits die vorolympische Langbahn-Saison ins Visier genommen.

Bei der Jagd nach Spitzenzeiten unterstrich die Ungarin Hosszu ihre Extra-Klasse. Wie schon über 100 Meter Rücken am Vortag schwamm die Gesamtweltcupsiegerin auch über 200 Meter Rücken Weltrekord. In 1:59,23 Minuten unterbot sie die drei Jahre alte Marke der Amerikanerin Melissa Franklin von 2:00,03 klar. Keine Stunde später machte sie in 56,70 Sekunden über 100 Meter Lagen die nächste Bestzeit perfekt. Olympiasieger Manaudou verbesserte über 50 Meter Freistil in 20,26 Sekunden gar eine über fünf Jahre alte Bestmarke aus der Zeit der Hightech-Anzüge (20,30). Dänemarks Frauen schlugen mit der Lagen-Staffel über 4 x 50 Meter nach 1:44,04 Minuten und fast zwei Sekunden unter der bisherigen Marke (1:45,92) an.

In Abwesenheit von Titelverteidiger Biedermann gewann der Ungar Peter Bernek über 400 Meter Freistil in 3:34,32 Minuten. Den Titel über 100 Meter Freistil holte sich die Niederländerin Femke Heemskerk in 51,37 Sekunden, ihr zweiter Erfolg in Doha. Über 50 Meter Schmetterling war die Schwedin Sarah Sjöström in 24,58 Sekunden zu schnell für die Konkurrenz. Ihren vierten Sieg in Katar holte sich Mireia Belmonte nach 3:55,76 Minuten über 400 Meter Freistil.

Einen Tag nach Platz fünf über 100 Meter und der um neun Hundertstelsekunden verpassten Medaille war das Finale über 50 Meter für Rückenschwimmer Christian Diener zu weit weg.

WM-Ergebnisse

WM-Zeitplan

WM-Vorläufe und Starter mit Meldezeiten

Weltjahresbestenliste 25-Meter-Bahn

WM-Nominierungsrichtlinien mit Normzeiten

Deutsche Jahresbestenliste 25-Meter-Bahn

Vorschau Schwimmverband FINA

Ergebnisse WM 2012

Das könnte Sie auch interessieren

Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

Mit Laserpistolen und Radarfallen macht die Polizei Jagd auf Temposünder. Dabei kommt es auch zu ungewöhnliche Radarfotos. Klicken Sie sich durch die …
Kuriose Blitzer-Bilder: Die verrücktesten Radarfotos

Kurios: So tierisch kann ein Stau sein

Stau, Stau und noch mehr Stau - Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann auf Stillstand eigentlich verzichten. Doch manchmal sind die Gründe dafür …
Kurios: So tierisch kann ein Stau sein

Werder-Training am Donnerstag

Die Vorbereitung auf das Spiel gegen Hannover 96 (Sonntag, 19. November, 18 Uhr) läuft auf Hochtouren. Am Donnerstag traten die Profis um 10 Uhr zum …
Werder-Training am Donnerstag

14. Ausbildungsmesse der BBS Rotenburg schlägt alle bisherigen Rekorde

Die 14. Ausbildungsmesse der Berufsbildenden Schulen Rotenburg schlägt alle bisherigen Rekorde. Die Macher der Messe um den Teamleiter Markus Reupke …
14. Ausbildungsmesse der BBS Rotenburg schlägt alle bisherigen Rekorde

Meistgelesene Artikel

NBA: Schröder führt Atlanta zu Rekordsieg - Zipsers Bulls verlieren erneut

NBA: Schröder führt Atlanta zu Rekordsieg - Zipsers Bulls verlieren erneut

Hochzeitsparty gegen den Frust: Zverev will ATP-Finale abhaken

Hochzeitsparty gegen den Frust: Zverev will ATP-Finale abhaken

ATP-Finale: Thiem scheitert gegen Goffin

ATP-Finale: Thiem scheitert gegen Goffin

Kerber zieht Konsequenzen und verpflichtet neuen Coach

Kerber zieht Konsequenzen und verpflichtet neuen Coach