Internet-Attacken

Kerber: Beleidigungen machen mich stärker

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Angelique Kerber.

Frankfurt/Main - Angelique Kerber hat den Schock über die üblen Internet-Beleidigungen nach ihrem überraschenden Zweitrunden-Aus in Wimbledon inzwischen verdaut.

 „Es ist keine schöne Erfahrung. Aber es ist eine Erfahrung, so dass es mich beim nächsten Mal nicht mehr so mitnehmen würde. Durch so etwas wird man auch stärker“, sagte die Weltranglisten-Neunte  und meinte: „Man muss lernen, es abzukönnen.“ Die 25-jährige Kerber gibt zu, dass sie „schon ein paar Tage“ gebraucht habe, um die verbalen Attacken zu verarbeiten. „Natürlich nimmt einen so etwas mit. Aber ich habe versucht, es nicht so sehr an mich heranzulassen“, berichtete die deutsche Nummer eins, die bei einem Kurzurlaub auf Mallorca Abstand fand.

Nach ihrer Dreisatz-Niederlage gegen die Estin Kaia Kanepi in Wimbledon sah sich Kerber sogar Todesdrohungen ausgesetzt. Auf ihrer Facebook-Seite wünschten anonyme User der Kielerin „gebrochene Hände“ und beleidigten sie zutiefst. Hinter den Angriffen wurden enttäuschte Sport-Wetter vermutet, die durch Kerbers überraschende Niederlage Geld verloren hatten. Die US-Open-Halbfinalistin von 2011 wird in der kommenden Woche mit einer Wildcard ausgestattet beim Hartplatz-Turnier in Washington an den Start gehen. Bevor es zu den US Open (26. August bis 9. September) nach New York geht, hat die Fed-Cup-Spielerin noch für die Masters-Tournaments in Toronto und Cincinnati gemeldet.

Bloß nichts Wabbeliges! Angelique Kerber von A bis Z

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Mit ihrer bislang eher durchwachsenen Saison ist Kerber, die in der Weltrangliste von Platz fünf auf den neunten Rang abgerutscht ist, angesichts ihrer körperlichen Wehwehchen (u.a. Bauchmuskelzerrung, Schulterblessur) nicht unzufrieden. Dennoch räumte sie Fehler ein. „Ich hatte mir die Messlatte am Anfang des Jahres sehr hoch gelegt. Ich wollte einfach noch mehr. Ich habe mir selbst Druck gemacht, obwohl der Druck von außen schon sehr groß war“, meinte „Angie“ und gab zu: „Das war ein Fehler. Ich bin verkrampft und in alte Muster verfallen.“

sid

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