Herren in der Pflicht

Hockey-WM: Deutsche müssen Schippe drauflegen

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Gegen Südafrika schlugen sich die deutschen Hockey-Herren ganz gut - doch der nächste Gegener ist ein härterer Brocken.

Den Haag - Bereits im zweiten WM-Vorrundenspiel erwartet die deutschen Hockey-Herren die erste Standortbestimmung. Gegen Argentinien wird der Olympiasieger am Dienstag eine Schippe drauflegen müssen.

Auf den ersten Blick sieht alles nach einem gelungenen WM-Auftakt aus. Die deutschen Hockey-Herren führen nach dem ersten Vorrunden-Spieltag in Den Haag die Gruppe B an, haben bereits vier Tore erzielt und noch keines kassiert. Dennoch ist sich das Team des Olympiasiegers im Klaren darüber, dass nach dem 4:0-Startsieg über Südafrika eine gewaltige Steigerung nötig ist, wenn am 15. Juni tatsächlich das historische Triple, bestehend aus Olympia-, WM- und EM-Sieg, geholt werden soll.

„Das nächste Spiel wird anders aussehen“, versprach Bundestrainer Markus Weise vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Argentinien an diesem Dienstag (16.00 Uhr). Nicht nur für den Coach ist die Partie gegen die Südamerikaner eine wichtige Standortbestimmung bei dieser WM. „Die Argentinier sind körperlich stark und auch insgesamt auf dem aufsteigenden Ast. Hier müssen wir im Spielaufbau früh stören, denn viele Chancen wird es nicht geben“, sagte Kapitän Max Müller.

Seit Damen-Trainer Carlos Retegui, der in Den Haag nun beide argentinische Teams coacht, die Herren nach den Olympischen Spielen von London übernommen hat, zeigt die Formkurve steil nach oben. „Argentinien ist jetzt deutlich stärker und auch taktisch disziplinierter“, lobte Deutschlands Torjäger Christopher Zeller. „Das ist ein Team, mit dem man rechnen muss, da kann alles passieren.“ Der 29-Jährige weiß, wovon er spricht. Im Vorjahr kamen die Deutschen im Vorrundenspiel beim Halbfinalturnier der World League im malaysischen Johor Bahru nicht über ein 1:1 hinaus.

Auch im Finale hatten die Deutschen ihre Probleme mit den griffigen Südamerikanern. Bis drei Minuten vor Schluss stand die Partie 2:2, ehe Florian Fuchs und Christopher Wesley den Olympiasieger mit ihren Treffern zum Turniersieg schossen. Im Januar beim Spiel um Platz sieben im Endturnier der World League in Neu Delhi mühte sich der Weltranglisten-Zweite jüngst zu einem 2:1-Erfolg.

In seinem ersten WM-Spiel hielt der Panamerikameister auch gegen die starken Niederländer lange gut mit, am Ende mussten sich „Los Leones“ mit 1:3 geschlagen geben. „Das ist die richtige Aufgabe zum richtigen Zeitpunkt“, sagte Welthockey-Spieler Tobias Hauke. Für das deutsche Team kommt Argentinien als Gradmesser gerade recht.

Die deutschen Damen stehen dagegen nach dem mauen 1:1 im Auftaktduell mit China im zweiten Gruppenspiel am Dienstag (10.30 Uhr) gegen Südafrika unter Druck. Mit Blick auf die Qualifikation fürs Halbfinale ist ein Sieg fast schon Pflicht. „Wir haben jetzt einen Punkt und Dienstag gibt es wieder drei, die holen wir uns“, kündigte Damen-Bundestrainer Jamilon Mülders an.

dpa

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