Handball

Champions League: Kiel einziger deutscher Viertelfinalist

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Kiels Domagoj Duvnjak (l) und sein Teamkollege Steffen Weinhold feiern einen Treffer.

Köln - Der THW Kiel hat als einzige deutsche Mannschaft das Viertelfinale in der Handball-Champions-League erreicht.

Die Kieler gewannen nach dem überraschend deutlichen 30: 21 im Hinspiel auch das Achtelfinal-Rückspiel gegen den verletzungsbedingt stark ersatzgeschwächten Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt mit 33:28 (16:10) und marschierten souverän in die Runde der letzten Acht. Ebenso wie Flensburg ereilte die Rhein-Neckar Löwen nach zwei Niederlagen gegen den ungarischen Vertreter Pick Szeged (30:34/29:31) das Aus im Achtelfinale.

Der Deutsche Handballbund (DHB) ist damit zum ersten Mal seit der Einführung des aktuellen Champions-League-Modus' im Jahr 2009 nur mit einer Mannschaft im Viertelfinale vertreten. Seit 2011 waren sogar stets zwei deutsche Teams beim Final Four in Köln dabei, 2014 scheiterte der dreimalige Champions-League-Gewinner Kiel im Endspiel an Flensburg. Seinen Viertelfinalgegner erfährt der THW bei der Auslosung am Dienstag in Wien. Möglich sind Vardar Skopje/Mazedonien, Pick Szeged/Ungarn, Paris St. Germain mit dem langjährigen Kieler Meistertorwart Thierry Omeyer und RK Zagreb/Kroatien.

Nicht ganz so erdrückend dominant wie im Hinspiel, aber jederzeit souverän und kontrolliert präsentierte sich der THW auch im Achtelfinal-Rückspiel gegen Flensburg. „Kiel wird in dieser Form mit Sicherheit das Final Four erreichen, alles andere ist unvorstellbar“, sagte der frühere Nationalspieler Martin Schwalb als Co-Kommentator bei Sky. Ein großartiger Linksaußen Dominik Klein hatte einen gehörigen Anteil am nie gefährdeten Sieg der Gastgeber, relativierte die Leistung und das Ergebnis aber umgehend: „Wir müssen auf jeden Fall die Kirche im Dorf lassen, jetzt haben wir noch ein Viertelfinale, und dann sehen wir weiter.“

Der Tabellenzweite Rhein-Neckar Löwen hatte sich nach der überraschenden 30:34-Niederlage im Hinspiel gegen Pick Szeged für das Rückspiel in Ungarn viel vorgenommen, scheiterte aber an der Abschlussschwäche vor dem gegnerischen Tor und an der bisweilen zu zögerlich agierenden Abwehr. Zwölf Tore von Nationalspieler Uwe Gensheimer reichten den Mannheimern letztlich nicht, um die Aufholjagd erfolgreich abzuschließen. „Das war insgesamt einfach zu wenig, was die Löwen gezeigt haben“, sagte der frühere Bundestrainer Heiner Brand in seiner Eigenschaft als Sky-Experte.

Neben Kapitän Gensheimer, der von der Linksaußen-Position seine zwölf Treffer erzielte, war Kreisläufer Bjarte Myrhol mit fünf Toren zweitbester Werfer des Bundesligisten. Für Szeged waren Zsolt Balogh und Dean Bombac je achtmal erfolgreich.

sid

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