Raten Sie mal, wo der FC Bayern liegt

Bei welchem Klub die Profis am meisten verdienen

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Edin Dzeko verdient bei Manchester City am meisten. Chelsea ist "nur" Achter.

Köln - Die Fußball-Profis von Manchester City sacken weltweit den üppigsten Lohn im Vereinssport ein. In der sportart-übergreifenden Gehaltsrangliste „schafft“ es Champions-League-Sieger Bayern München nur knapp in die Top 10.

Es gibt also doch noch Ranglisten, in denen Bayern München 2013 nicht ganz oben steht. Allein, in dieser einen können sie vermutlich ganz gut damit leben: Durchschnittlich rund 120.000 Euro zahlt Manchester City seinen Fußball-Profis - und das pro Woche. Damit thront der englische Premier-League-Klub an der Spitze einer sportart-übergreifenden Tabelle, die aufgrund einer Studie von Sportingintelligence in Kooperation mit ESPN erstellt wurde.

„Es regnet einfach Geld in dieser Branche“, sagt der renommierte Sportökonom Prof. Dr. Bernd Frick im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID), „ManCity ist aufgrund des steinreichen Scheichs natürlich ein Sonderfall.“ Die Bayern liegen mit durchschnittlich rund 91.000 Wochengehalt auf Rang neun. Aufs Jahr gesehen sind die 4,71 Millionen Euro im Vergleich mit den 6,17 Millionen, die City zahlt, aber eine andere Hausnummer.

Interessant ist, was aus deutscher Sicht dahinter kommt: lange nichts. Champions-League-Finalist Borussia Dortmund folgt als zweitteuerste Bundesliga-Mannschaft auf Platz 56 (54.000 Euro wöchentlich/2,79 Millionen im Jahr), Schalke 04 belegt den 61. Rang (52.000/2,71 Millionen). Das zeigt, sagt Frick augenzwinkernd, „dass der BVB ManCitys Edin Dzeko wohl nicht kriegen wird“. Nein, es mache aber definitiv deutlich, „dass die Bundesliga seriöser wirtschaftet“.

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Im Gegensatz zu den anderen europäischen Spitzenligen wie beispielsweise der spanischen. „Ohne politische Unterstützung geht das bei den ganzen Schulden dort doch schon längst nicht mehr“, ist sich Frick sicher. Real Madrid liegt auf Rang drei (107.000) vor dem letztjährigen Krösus FC Barcelona (106.000) und hinter dem neureichen Baseball-Klub Los Angeles Dodgers.

Das „Spielzeug“ der Basketball-Ikone Magic Johnson und einiger Investoren ist einer der wenigen Vereine aus den nordamerikanischen Profiligen in den Top 10. Das liegt zweifelsohne einerseits an den dort gängigen Gehaltsobergrenzen, jedoch laut Frick auch daran, dass „Fußball weltweit einfach die besseren Vermarktungsmöglichkeiten hat“.

Und das Ende der Fahnenstange ist offenbar noch längst nicht erreicht. Die jetzigen Zahlen seien vor ein paar Jahren auch noch nicht denkbar gewesen, erläutert Frick und prognostiziert, dass es trotz des kürzlich eingeführten Financial Fairplays „nach oben keine Grenzen geben wird“. Wie das künftig den Fans zu verkaufen ist, die schließlich indirekt einen Teil der Spielergehälter zahlen? „Da braucht man nicht lamentieren. Aus ökonomischer Sicht müssten die Eintrittspreise so lange angehoben werden, bis ein Platz frei bleibt.“

Unter den 50 weltweit bestbezahlenden Klubs sind fünf indische Cricket-Vereine. Das am „schlechtesten“ bezahlende Team aus der nationalen Liga IPL überweist mit rund 58.000 Euro wöchentlich mehr als der von einem großen deutschen Autokonzern gesponserte VfL Wolfsburg.

In der seit 2010 jährlich durchgeführten Global Sports Salaries Survey (GSSS) werden die - zumindest einzeln teils geschätzten - Durchschnittsgehälter in den größten Ligen weltweit verglichen. Um den unterschiedlich großen Kadern der verschiedenen Sportarten gerecht zu werden, dienen die durchschnittlichen Stammformationen als Ausgangspunkt der Berechnungen.

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SID

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