Jürgen Tschan

Ex-Radprofi: Doping "gehörte zum Beruf"

Frankfurt am Main - Für Ex-Radprofi Jürgen Tschan gehörte Doping während seiner aktiven Zeit zum Alltag. Bei den Sechstagerennen habe er - wie 90 Prozent der Fahrer - fast jeden Tag gedopt.

„Das gehörte zum Beruf“, sagte der Paris-Tours-Sieger  von 1970 Jürgen Tschan in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Ohne etwas zu nehmen“, betonte der heute 66 Jahre alte Mannheimer, sei es nicht zu schaffen gewesen.

Vor allem Amphetamine und hoch dosiertes Cortison seien weit verbreitet gewesen, meinte Tschan. Er schätze, „dass 20 Prozent der Fahrer süchtig waren“. In seiner Generation und seinem Bekanntenkreis seien viele an den Folgen des Dopings gestorben. Deshalb könnte er ausflippen, „wenn ich Stimmen höre, die Doping legalisieren wollen“.

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John Degenkolb, der Paris-Tours 43 Jahre später gewann, äußerte sich in dem Doppel-Interview als Protagonist einer neuen Generation: „Die Tatsache, dass ich ein paar Rennen gewonnen habe, spricht dafür, dass man sauber siegen kann. Es hat sich sehr viel geändert im Radsport.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa/Symbolbild

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