Erster Golfer wegen Dopings gesperrt

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Doug Barron wurde von der WADA des Dopings überführt.

Shanghai - Als erster Golfprofi überhaupt wurde Doug Barron des Dopings überführt. Weil er ein leistungssteigerndes Mittel einnahm, wurde er ein Jahr von der US-PGA-Tour suspendiert.

Vier Wochen nach den Olympia-Comeback hat auch das Profigolf seine erste Dopingsperre. Der 40 Jahre alte Doug Barron ist als erster Golfprofi überhaupt wegen der Einnahme eines leistungssteigernden Mittels von der US-PGA-Tour für ein Jahr suspendiert worden. Den Namen der verbotenen Substanz und wann Barron überführt worden ist, gab die US-Dachorganisation nicht bekannt. „Ich möchte mich für die ganzen negativen Folgen für das Ansehen der Tour und der Spieler entschuldigen“, erklärte Barron, „ich möchte aber auch klarstellen, dass ich mir keinen unfairen Vorteil verschaffen oder meine Leistung steigern wollte.“

Doping: Die dümmsten Ausreden

Doping: Die merkwürdigsten Ausreden

Alberto Contador erklärte seine positive Doping-Probe mit verunreinigtem Essen. Er wurde daraufhin freigesprochen. Es ist nicht die erste merkwürdige Erklärung in der Geschichte des Dopings. © AP
Doping - die dümmsten Ausreden
Ex-Sprinter Dennis Mitchell nutzte seinen positiven Dopingbefund, um sich als Sexprotz zu outen. Das viele Testosteron komme von einer wilden Partynacht, in der er seine Frau verwöhnt habe. „Fünf Flaschen Bier und mindestens vier Mal Sex mit seiner Frau. Es war ihr Geburtstag. Die Lady hatte es verdient“, so lautete sein Statement. © Getty
Der Klassiker: Wer hat die Dopingmittel in Dieter Baumanns Zahnpastatube deponiert? © ots/dpa/Getty
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Adrian Mutu: Der rumänische Fußballspieler sagte 2004 nach einer positiven Dopingprobe, er habe lediglich ein Mittel zur “Steigerung der sexuellen Leistungsfähigkeit“ genommen. Zuvor hatte er zugegeben, Kokain genommen zu haben, dieses Geständnis wenige Tage später jedoch widerrufen. © Getty
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Die Lebensmittelvergiftung der anderen Art: Ex-Sprinter Linford Christie beteuert: „Ich habe nicht gedopt, ich habe nur Avocados gegessen!“ © Getty
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Die wohl abgefahrenste Ausrede für Blutdoping hatte Radsportler Tyler Hamilton: “Ich bin ein Mischwesen. Die fremden Zellen in meinem Körper werden von den Stammzellen meines vor der Geburt gestorbenen Zwillingsbruders produziert." © Getty
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Gefährliche Mitbringsel: Die aus Südamerika importierten Bonbons sollen mit Koks verseucht gewesen sein, meint Straßenrad-Star Gilberto Simoni. © Getty
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Johann Mühlegg soll eine Spezial-Diät gemacht haben, wegen der in seinem Kreislauf eine EPO-ähnliche Substanz nachgewiesen wurde... © Getty
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Auf den Hund gekommen: Frank Vandenbroucke behauptete, als bei ihm Anabolika und EPO sichergestellt wurden, die Mittel seien für seinen asthmakranken Hund bestimmt gewesen. © Getty
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Justin Gatlin gab einem Masseur die Schuld. Der soll ihn nämlich mit einer testosteronhaltigen Salbe bearbeitet haben. Es soll sich sogar um eine fiese Retourkutsche des Profikneters gehandelt haben, meint Gatlin. © Getty
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Christian Henn, ehemals Radprofi, wollte eigentlich nur der eigenen Libido auf die Sprünge helfen. Ein Spezialtee wurde ihm zum Verhängnis. © Getty
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Ex-T-Mobile-Fahrer Matthias Kessler nahm angeblich Präparate zu sich, auf denen chinesische Schriftzeichen standen. Nur doof, dass er kein Chinesisch kann. © Getty
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Zu tief ins Glas geschaut und damit den Testosteronspiegel erhöht. Floyd Landis schiebt‘s auf den Whiskey © Getty
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Keiner war über einen positiven Dopingtest so verwundert wie Patrik Sinkewitz: "Ich? Das kann nicht sein", wunderte er sich. Und das ist noch nicht mal eine Ausrede... © Getty
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Martina Hingis, die Schweizer Version von Zahnpasta-Dieter Baumann: Jemand soll ihr Koks in den Fruchtsaft gemischt haben. Sieht ja auch aus wie Süßstoff... © Getty
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Ex-Radprofi Rolf Aldag gibt dem System die Schuld. Ohne EPO-Missbrauch hätte er im T-Mobile-Team keinen neuen Vertrag bekommen. © Getty
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Erik Zabel sagte, er habe nur einmal EPO probiert. Die Substanz habe aber nicht mit seinem Körper und Geist harmoniert. © Getty
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Jan Ullrich ließ sich in einer Disco Ecstacy andrehen. „Ulle“ schluckte die Tabletten, ohne sich dabei etwas gedacht haben zu wollen. “Ich war den Abend ziemlich mies drauf. Das waren zwei Tabletten, wo mir bestätigt wurde, (...) und dass das eigentlich harmloses Zeug ist.“ Wer ihm die Tabletten gab, sagte er nicht. “Zu den Tabletten kann ich gar nichts sagen, ich kenn' kein Ecstasy. Ich weiß nicht wie das aussieht. Ich bin um die Ecken gezogen und war in verschiedenen Läden. Ich möchte keinen Unschuldigen da mit reinziehen.“ © Getty
400-Meter-Olympiasieger LaShawn Merritt wurde nach positiven Dopingproben gesperrt. Die positiven Tests ließen sich mit der Einnahme eines frei erhältlichen Produkts zur Vergrößerung des männlichen Geschlechtsteils erklären, sagte sein Berater. © dpa
Claudia Pechstein: “Ich weiß nun, dass ich eine Blutmacke habe, aber nicht krank bin“, sagte die Eisschnellläuferin. Die Sportlerin war 2009 wegen auffälliger Blutwerte gesperrt worden. Später erklärten Ärzte, ein von ihrem Vater vererbter Gen-Defekt sei für die hohen Retikulozyten-Werte verantwortlich. © dpa
Ivonne Kraft: Den positiven Test auf das Asthma-Mittel Fenoterol erklärte die Mountainbikerin 2007 mit einer explodierten Sprühflasche. Ihre Mutter habe Asthma-Spray benutzen wollen, dann sei die Flasche explodiert und sie habe die Substanz offenbar eingeatmet. © Getty

Erst seit dem 1. Juli 2008 werden im Profigolf Dopingtests durchgeführt. Die Anerkennung der Richtlinien der Welt-Anti-Doping- Agentur (WADA) war Bedingung für eine Olympia-Rückkehr. Am 9. Oktober hatte die Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Golf ins olympische Programm für die Spiele 2016 in Rio de Janeiro aufgenommen.

Barron ist seit 1992 Profi, war insgesamt acht Jahre auf der US- PGA-Tour und hat dabei knapp 2,2 Millionen Euro Preisgeld erspielt. In dieser Saison startete er nur bei vier Turnieren der zweitklassigen Nationwide Tour - zuletzt ohne großen Erfolg im September bei der Mexico Open. Sein bestes Ergebnis war ein geteilter dritter Platz auf der US-Tour 2005. „Ich bin überrascht, das zu hören“, meinte British Open-Sieger Stewart Cink (USA), „ich kenne ihn ein bisschen. Er hat aus verschiedenen Gründen, immer wieder Medikamente nehmen müssen. Das hat bestimmt was damit zu tun.“ 

„Er gehört nicht wirklich zur PGA Tour“

US-Profi Pat Perez wollte den Fall runterspielen. „Es ist ja nicht so, als ob ein Spieler aus den Top 20 Steroide genommen hat, um Tiger Woods zu schlagen“, sagte Perez, “auf der einen Seite spielt es eine Rolle, auf der anderen nicht. Er gehört nicht wirklich zur PGA Tour.“

Bereits 2007 hat die südafrikanische Golf-Legende Gary Player mit Doping-Vermutungen für Furore gesorgt. Zahlreiche Spieler würden dopen, hatte Player erklärt, ohne Namen zu nennen. Forderungen der WADA und des IOC nach Doping-Kontrollen bei Turnieren und angekündigten Tests im Training waren immer wieder aufgeschoben und erst vor 16 Monaten endgültig eingeführt worden.

dpa

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