Einzug in Halbfinals

Deutsche Tischtennis-Teams haben Medaillen sicher

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Xiaona Shan

Schwechat - Mit den ersten beiden Medaillen als Rückenwind haben die deutschen Tischtennis-Teams bei der EM in Schwechat Kurs auf einen historischen Doppel-Triumph genommen.

Mit den ersten beiden Medaillen als Rückenwind haben die deutschen Tischtennis-Teams bei der EM in Schwechat Kurs auf einen historischen Doppel-Triumph genommen. Nach den Halbfinal-Einzügen des seit 2007 fünfmal in Folge dominierenden Herren-Teams (3:0 gegen Frankreich) und der Damen (3:0 gegen Österreich) darf der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) sich zumindest schon über zweimal Bronze freuen und auf das erste „Double“ mit beiden Mannschafts-Titeln bei einer EM für eine Nation seit 31 Jahren hoffen.

Das vom Weltranglistensechsten Dimitrij Ovtcharov (Hameln) angeführte Herren-Team, das den Ausfall von EM-Rekordchampion Timo Boll (Düsseldorf/Grippe) bislang problemlos verkraftet, spielt am Sonntag (14.00 Uhr) gegen Russland (3:0 gegen Rekordsieger Schweden) um den Einzug ins Finale. Die DTTB-Damen, die zuletzt 2007 in Belgrad (Bronze) auf dem Podest standen, ermitteln am Abend (18.00 Uhr) im Duell mit Tschechien einen Finalisten.

Beide Mannschaften unterstrichen durch souveräne Vorstellungen ihre Titelambitionen nachdrücklich: „Wir sind auch ohne Timo stark genug, unseren Titel zu verteidigen“, sagte der Olympia-Dritte Ovtcharov zur weiterhin weißen Weste der „Chinesen Europas“. Ähnlich klang Nationalspielerin Kristin Silbereisen (Berlin) nach dem schon sicheren Sprung ihres Teams auf Treppchen: „Es musste ja mal endlich wieder mit der Medaille klappen. Wir sind sind ein heißer Kandidat auf den Titel und wollen Europameister werden. Wir haben hier mit die stärkste Mannschaft.“

Bei den Herren, die am Freitag zum Auftakt gegen Österreich 3:0 gewonnen hatten, punkteten Ovtcharov sowie der zweimalige EM-Zweite Patrick Baum (Düsseldorf) und Patrick Franziska (Fulda). Durch ihren sechsten Titelgewinn in Serie würde die Mannschaft von Bundestrainer Jörg Roßkopf Schwedens 39 Jahre alten Rekord einstellen. Den Erfolg des Damen-Teams, das vor 15 Jahren mit der „Golden Girls“-Generation um die heutige Bundestrainerin Jie Schöpp seinen bislang letzten EM-Titel gefeiert hatte, stellten die deutsche Meisterin Shan Xiaona (Berlin), Spitzenspielerin Han Ying (Tarnobrzeg/Polen) und Silbereisen sicher.

Das „Double“ mit beiden Mannschafts-Titeln ist in der 55-jährigen EM-Historie nur Ungarn dreimal gelungen. Zuletzt feierten die Magyaren 1982 beim Heimspiel in Budapest einen Doppel-Triumph ihrer Teams.

sid

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