Platz zwei in Zandvoort reicht

Rockenfeller holt sich vorzeitig DTM-Titel

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Die Nummer eins in der DTM: Mike Rockenfeller.

Zandvoort - Mike Rockenfeller hat zum ersten Mal in seiner Karriere den Titel im Deutschen Tourenwagen Masters gewonnen.

Ziel vorzeitig erreicht: Zum ersten Mal in seiner Karriere hat Audi-Fahrer Mike Rockenfeller den Titel im Deutschen Tourenwagen Masters gewonnen. Nach dem zweiten Platz in Zandvoort und 26 Punkten Vorsprung auf Tagessieger Augusto Farfus (BMW) kann dem 29-Jährigen nach dem vorletzten Rennen auch der Brasilianer die Gesamtführung nicht mehr streitig machen. „Danke, danke, danke, was für ein Jahr. Vielen Dank an alle“, jubelte Rockenfeller via Funk.

Das Saisonfinale in Hockenheim am 20. Oktober wird so zur großen Triumphfahrt für „Rocky“, der als achter Deutscher die DTM für sich entscheiden konnte. „Wir haben gezeigt, dass wir es können und haben gegen eine starke Konkurrenz wieder ein Zeichen gesetzt“, freute sich Phoenix-Teamchef Ernst Moser in der ARD.

Für Farfus geht es nach seinem Sieg am Sonntag nun nur noch um Punkte in der Herstellerwertung. Rang zwei in der Meisterschaft ist ihm ebenfalls sicher. Dritter in Zandvoort wurde Timo Scheider, für den Audi-Fahrer war es das beste Resultat in einer durchwachsenen Saison.

Siege in Brands Hatch und Russland, zweimal Zweiter, als einziger Fahrer in jedem Rennen in den Punkten: Rockenfeller hat sich die Basis für seinen Premierentitel in der DTM vor dem Lauf an der niederländischen Nordseeküste durch Konstanz erarbeitet. Im vermutlich letzten Rennen auf der Strecke machte er den größten Erfolg seiner Karriere neben dem Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans (2010) dann perfekt.

Bereits am Start von Position drei aus war Rockenfeller so gut weggekommen, dass er kurzzeitig sogar unter Frühstartverdacht stand. Als die Rennleitung Entwarnung gab, jubelte Teamchef Moser ausgelassen am Kommandostand. Denn den Qualifikationsbesten, Marco Wittmann im BMW, hatte Rockenfeller zu diesem Zeitpunkt bereits überholt und lag hinter Farfus auf Rang zwei. Nur ein Patzer oder ein Unfall würde den in der Schweiz lebenden Rennfahrer aus Neuwied nun noch ausbremsen können.

Zwischen dem Führungsduo und dem Rest des Feldes entstand rasch eine große Lücke, das Tempo der beiden Schnellsten auf der 4,307 Kilometer langen Strecke konnte kaum ein Konkurrent mitgehen. In der zwölften Runde war Rockenfeller in Überholdistanz zu Farfus. Doch der Brasilianer wurde von seinem Team an die Box gerufen und der gelb-grüne Audi übernahm ohne Manöver die zwischenzeitliche Führung. Nach dem eigenen Stopp zwei Runden später kam Rockenfeller zwar knapp hinter Farfus zurück auf die Strecke, lag aber weiter vor Wittmann.

Die BMW-Strategen in der Box kannten fortan nur noch ein Kommando für den 23-Jährigen vom Team MTEK: „You have to attack Rockenfeller“ - Überholen. Der DTM-Neuling mühte sich, klang in seinen Funksprüchen zurück ans Team aber auch leicht verzweifelt. Denn an Rockenfeller kam er einfach nicht ran. Auch der zweite Pflichtstopp änderte nichts an der Reihenfolge: Farfus vor Rockenfeller und Wittmann.

Lediglich Audi-Pilot Timo Scheider trennte das Trio voneinander und hätte wohl gerne zu Farfus aufgeschlossen. Nach mehreren Hinweisen seiner Chefs lies sich der zweifache Champion aber zwischen Rockenfeller und Wittmann zurückfallen und spielte Puffer.

Ein Safetycar kurz vor Schluss brachte noch ein wenig Spannung, aber dann hatte Rockenfeller das Ziel erreicht. Zum Sprung an die Spitze reichte es in der letzten Runde zwar nicht mehr, aber auch als Zweiter war die Freude über den neunten DTM-Titel für Audi riesengroß.

dpa

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