Pleite gegen Argentinien

DTB-Team muss ins Abstiegsduell

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Tommy Haas (l) und Philipp Petzschner beim Spiel gegen das argentinische Davis-Cup-Team.

Bamberg - Lange sah es so aus, als ob Tommy Haas die Trendwende für das deutsche Davis-Cup-Team würde einläuten können. Doch am Ende jubelten in Bamberg die Argentinier.

Nach seinem missglückten Davis-Cup-Comeback winkte Tommy Haas noch einmal kurz in die Runde und verließ dann mit hängendem Kopf die „Frankenhölle“ in Bamberg. Als der Traum vom Viertelfinale für die deutsche Mannschaft gegen Vorjahresfinalist Argentinien nach 3:30 Stunden endgültig geplatzt war, blickte auch Geburtstagskind Patrik Kühnen recht bedröppelt drein.

„Es ist schwer zu verkraften und zu glauben, dass wir dieses Match verloren haben. Es ist bitter, nicht mehr im Rennen zu sein“, sagte Kühnen mit Blick auf die unnötige 6:3, 6:4, 4:6, 3:6, 4: 6-Niederlage von Haas und Philipp Petzschner im Doppel gegen das argentinische Duo David Nalbandian/Eduardo Schwank. Selbst einen 2: 0-Satzvorsprung nutzten die Deutschen nicht, so dass das Erstrunden-Aus am Samstagabend vorzeitig besiegelt war.

Angesichts des 0:3-Rückstands nach dem zweiten Tag haben die beiden am Sonntag noch ausstehenden Einzel (ab 13.00 Uhr) nur noch statistischen Wert. Das Kühnen-Quartett muss nun vom 14. bis 16. September 2012 um den Klassenerhalt in der Weltgruppe der besten 16 Mannschaften kämpfen.

Dabei missglückte auch das Comeback von Tommy Haas nach knapp viereinhalbjähriger Davis-Cup-Abstinenz. Dabei war der 33-Jährige zusammen mit US-Open-Doppelsieger Petzschner lange auf der Siegerstraße gewesen. „Doch ein bisschen was hat uns letztlich gefehlt“, stellte „Petzsche“ frustriert fest. Zuletzt musste die deutsche Mannschaft 2010 in die Playoffs, gewann damals aber das Relegationsspiel in Stuttgart gegen Südafrika mit 5:0. Die Auslosung für die Partie um den Klassenerhalt findet am 11. April 2012 in London statt.

Das erst zum zweiten Mal zusammen spielende Doppel Petzschner/Haas zeigte vor 3500 Zuschauern zunächst eine ansprechende Leistung. Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen und einem 1:3-Rückstand im ersten Satz gewann das DTB-Gespann fünf Spiele in Serie und nach 35 Minuten den ersten Durchgang.

In der Folge bestachen Haas und Petzschner durch eine immer besser werdende Aufschlag-Quote. Allerdings verloren sie dann völlig überraschend den Faden und ließen die nun sicherer agierenden Argentinier zum 2:2-Satzausgleich kommen. Im fünften Durchgang fiel die Vorentscheidung, als die Südamerikaner Tommy Haas den Aufschlag zur eigenen 3:2-Führung abnahmen. „Ich bin sehr enttäuscht und hatte mir mehr ausgerechnet. Ein paar Punkte haben entschieden“, sagte der frühere Weltranglistenzweite.

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Für die beiden noch ausstehenden Einzel am Sonntag hatte Kühnen, der am Samstag 46 Jahre alt wurde, die deutsche Nummer eins Florian Mayer und Petzschner nominiert, die am Freitag ihre Matches verloren. Allerdings können beide Teamchefs ihre Aufstellungen noch kurzfristig ändern. Möglich ist, dass Debütant Cedrik-Marcel Stebe zu seinem ersten Davis-Cup-Einsatz kommt. Philipp Kohlschreiber fehlte den Gastgebern gegen die „Gauchos“, die ihrerseits auf den früheren US-Open-Sieger Juan Martin del Potro verzichten mussten, wegen eines Magen-Darm-Infekts.

Dass Kohlschreiber nicht als „Fan“ nach Bamberg anreiste und sich noch nicht einmal meldete, sorgte für Verstimmung im deutschen Team. „Es ist sehr schade, dass Philipp nicht mal gekommen ist“, meinte Haas und zeigte Unverständnis für das Fernbleiben von Kohlschreiber. Kühnen sagte, er habe zu dem Augsburger seit dessen krankheitsbedingter Abmeldung am vergangenen Mittwoch „keinen Kontakt“ mehr gehabt.

sid

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